50-Meter-Schwimmhalle

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Von einer 50-Meter-Schwimmhalle träumt die Stadt Nürnberg schon lange.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Die Zeiten, als Nürnberg eine echte Sporthochburg war, liegen bereits eine Weile zurück. Zumindest beim Leistungsschwimmen könnte demnächst vielleicht an alte Erfolge anknüpfen. Denn der 1.FC Nürnberg/Schwimmen hat im Sommer 2007 die Weichen für eine 50-Meter-Schwimmhalle gestellt, die auf dem heutigen Club-Freibadgelände am Valznerweiher entstehen soll.

Erklärtes Ziel von Schwimmverein und Stadt Nürnberg ist es, in diesem hochmodernen Bad den gesamten Vereinssport sowie das Schulschwimmen zu bündeln, das – allen pädagogischen Zeigefingern zum Trotz – in Nürnberg mittlerweile ausgesprochen stiefmütterlich behandelt wird.

Größte Hürde für das ehrgeizige Projekt war zuletzt die Forderung der Stadt Nürnberg bzw. des Freistaats Bayern, die öffentlichen Zuschüsse, die in das Schul- und Vereinsbad fließen sollen, im Grundbuch über ein Nießbrauchrecht abzusichern. Mittlerweile haben die Einzelvereine des FCN-Dachvereins den Weg hierfür freigemacht.

Literatur

  • Tilmann Grewe: Steuerliche Probleme verhindern ehrgeiziges Projekt am Valznerweiher. Kein Schul- und Vereinsbad beim 1. FCN. In: Nürnberger Zeitung Nr. 266 vom 17. November 2009, S. 9 - NZ
  • Tilmann Grewe: Stadtrat beschloss Schul- und Vereinsbad plus Familienbad unter einem Dach. Modernes Schwimmzentrum in Langwasser. In: Nürnberger Zeitung Nr. 270 vom 21. November 2009, S. 9 - NZ

Siehe auch

Weblinks

Artikel in der NZ

  • Originaltext! Dieser Text stammt aus der Nürnberger Zeitung, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht editierbar. Das Anlegen weiterer Abschnitte ist aber durchaus erwünscht!

NZ-Redakteur Tilmann Grewe schrieb über die 50-Meter-Schwimmhalle in der Nürnberger Zeitung:

Die Chancen für eine 50-Meter-Schwimmhalle beim 1. FCN sind deutlich gestiegen: Nach dem Innen- und dem Finanzministerium des Freistaats hat sich jetzt auch der FCN-Gesamtverein hinter das ehrgeizige Projekt gestellt. Damit rückt auch der Neubau eines Familien-Hallenbads in Langwasser in greifbare Nähe.
Seit mehreren Jahren bemüht sich die Stadt um eine 50-Meter-Schwimmhalle. Dort sollen sowohl der Schwimmunterricht der Nürnberger Schulen als auch das professionelle Training der Schwimmvereine gebündelt werden. Zuletzt standen zwei Modelle im Zentrum der Diskussion: der Neubau einer 50-Meter-Mehrzweckhalle in Langwasser am Standort des abgewirtschafteten Hallenfreibads oder die Kooperation mit einem privaten Bauherrn und Betreiber. Hier kam der 1. FCN/Schwimmen ins Gespräch, der sein Freibad am Valznerweiher gern in eine 50-Meter-Wettkampfhalle umwandeln würde.
Bei der Konkretisierung der Überlegungen tauchten immer neue Hürden auf: etwa die Notwendigkeit einer EU-weiten Ausschreibung, falls der Freistaat öffentliche Baukostenzuschüsse gewährt oder die rechtliche Absicherung der öffentlichen Zuwendungen, auf die der Freistaat besteht. Nach langwierigen Verhandlungen in verschiedenen Münchener Ministerien sowie schwierigen Diskussionen im FCN-Gesamtverein zeichnen sich jetzt allmählich Lösungen ab. Denn der 1. FCN/Schwimmen soll nach dem Willen der Stadt bei einer Auschreibung mit von der Partie sein.
Der aus Nürnberg stammende Innenminister Günther Beckstein konnte in den zurückliegenden Wochen Finanzminister Kurt Faltlhauser von einer Kompromisslösung überzeugen: Sollte der Club den Zuschlag bei der Ausschreibung bekommen, dann könnte die Grundbuch-Absicherung auch im Wege eines Nießbrauchrechtes vorgenommen werden, das der 1. FC Nürnberg als Eigentümer des Clubbad-Areals eintragen lässt. Sowohl der 1. FC Nürnberg als auch der FCN-Dachverein könnten sich dies vorstellen, so die Nürnberger CSU-Fraktion gestern.
Claus Swatosch, der Vorsitzende des 1. FCN/Schwimmen, zeigte sich erleichtert über die Nachricht: «Das ist ein ganz großer Schritt nach vorne. Aber wir haben noch ein paar Hausaufgaben zu machen.» Die nächsten Schritte sollen nun mit Club-Präsident Michael Roth sowie dem Dachvereins-Vorsitzenden Gerd Lederer abgestimmt und dann der Stadt sowie dem Finanzministerium präsentiert werden. Den Mitgliedern will Swatosch das Konzept vorstellen, sobald alle juristischen Fragen der Ausschreibungs-Beteiligung geklärt sind.
Für den Bäder-Standort Langwasser zeichnet sich der Neubau eines reinen Familienbades ab. Wie mehrfach berichtet, ist das rund 30 Jahre alte Hallenfreibad nur noch eingeschränkt nutzbar. Eine Sanierung ist für die Stadt nicht tragbar. Angestrebt wird deshalb eine neue 25-Meter-Halle, auf einem Drittel des bisherigen Areals. Die Baukosten könnte die städtische Wohnungsbaugesellschaft WBG aus der Vermarktung des Freibad-Geländes finanzieren und die Betreiberschaft an Dritte abgeben. Entsprechende Modelle sind offenbar bereits vorhanden.


Die CSU beantragte gestern eine Sondersitzung des Werkausschusses NürnbergBad. Ziel sei es u.a., umgehend die rechtlichen Details mit dem 1. FCN zu klären.