Akademie für Fußball-Kultur
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Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur ist ein im Oktober 2004 gegründetes Projekt mit Sitz in Nürnberg.
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Allgemein
Träger sind die Stadt Nürnberg (Geschäftsführung: Amt für Kultur und Freizeit) und das „kicker sportmagazin“. Die ursprünglich im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ins Leben gerufene Organisation will nach eigenen Worten „das Niemandsland zwischen Sportteil und Feuilleton bespielen und so ein neues Kompetenzzentrum zu Themen jenseits des reinen 1:0 etablieren – weit über die WM 2006 hinaus.“
Beteiligt sind 17 namhafte Institutionen wie das Land Bayern, das Adolf-Grimme- und das Goethe-Institut, der Bayerische Rundfunk, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die „Zeit“ oder die Villa Massimo in Rom sowie knapp 80 per Berufung gewonnene Vertreter aus Sport, Medien, Kultur, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, die den Beirat und die Mitglieder der Akademie bilden. Prominente Mitglieder sind unter anderem die Autoren Thomas Brussig, Christoph Biermann und Albert Ostermaier, die Kabarettisten Django Asül und Urban Priol, Ex-Nationalspielerin Doris Fitschen, die Politiker Otto Schily, Edmund Stoiber, Renate Schmidt und Renate Künast, der Historiker und Schriftsteller Guido Knopp, Schiedsrichter Markus Merk, Sportreporter Günther Koch oder Trainer Hans Meyer (1. FC Nürnberg).
Veranstaltungen 2005 - 2008
Im Jahr 2005 richtete die Akademie mehrere Veranstaltungen aus, z. B. „Fußball und Nation“ mit dem damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann, Joachim Löw, Andreas Köpke und Kulturtheoretiker Prof. Klaus Theweleit, sowie Die Zeit-Redakteur Christof Siemes. Eine weitere Veranstaltung war das Forum „Fans, Fairplay und Fußballwerte“ für Vertreter von Faninitiativen, DFB und Sicherheitsbehörden.
2006 fanden zahlreiche weitere Veranstaltungen statt. Neben einer Ausstellung zum Thema „Weltsprache Fußball“, sowie einer Ausstellung und einem Forum zum Thema „Frauen, Männer und der Fußball“, war die Akademie beispielsweise an einer Tagung zu „Fußball im Nationalsozialismus“ beteiligt. Hier traten u. a. Markwart Herzog und Dietrich Schulze-Marmeling als Referenten auf. Während der WM 2006 war die Akademie für Fußball-Kultur Mitveranstalter des Nürnberger Kulturprogramms Ballazzo. Unter dem Motto „Kultur und Spiele“ gab es während der WM Konzerte, Ausstellungen, Theateraufführungen und andere Kulturveranstaltungen.
In der „Spielzeit“ 2007 veranstaltete die Akademie im Rahmen der „Europäischen Städte-Koalition gegen Rassismus“ in Nürnberg eine Podiumsdiskussion zum Thema „Die Welt zu Gast im Stadion?“, an der u. a. WM-Botschafter Dr. Bella‑Bello Bitugu, Buchautor Ronny Blaschke, Doudou Diène (UN-Sonderberichterstatter zu Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz) und der Geschäftsführer der DFL, Holger Hieronymus teilnahmen. Bei „Kick it like Beckett!“ trat die Deutsche Nationalmannschaft der Schriftsteller an, um ihr literarisches und spielerisches Talent zu präsentieren.
Auch 2008 präsentierte die Akademie bereits einige kulturellen Ereignisse, wie der Auftritt der Österreichischen „Autorenwunderteams“, die Lesereihe „Kaltblütig verwandelt“ in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Nürnberg und „Kopf- und Fußbälle“, ein Wochenende über Literatur und Fußball, in Marbach. Passend zur Euro 2008 organisierte die Akademie für Fußball-Kultur einen EM-Fangarten mit kulturellen Einlagen.
Deutscher Fußball-Kulturpreis
Der deutsche Fußball-Kulturpreis wurde erstmals im Jahr 2006 verliehen. Dabei wurden Ehrungen in zunächst vier Kategorien vorgenommen. Im Einzelnen sind dies:
- Das Fußballbuch des Jahres, dotiert mit 5.000 Euro.
- Der Fußball-Bildungspreis (Lernanstoß), dotiert mit 5.000 Euro. Hier werden Projekte gewürdigt, die den Fußball als Mittel der Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen einsetzen.
- Der Fußballspruch des Jahres, undotiert.
- Der Walther-Bensemann-Sonderpreis, dotiert mit 10.000 Euro. Der Preis, benannt nach dem deutschen Fußballpionier und Gründer des kicker Walther Bensemann, zeichnet eine Person der Zeitgeschichte aus, die im Sinne der Völkerverständigung Besonderes für den Fußball geleistet hat.
Im Jahr 2007 wurde erstmals prämiert:
- Der Fangesang des Jahres, dotiert mit 500 Litern Bier für die siegreiche Fankurve.
Im Jahr 2008 wird einmalig ausgezeichnet:
- Das Fußball-Spiel des Jahres 2008
Preisträger des Jahres 2006
- Walther-Bensemann-Sonderpreis: Franz Beckenbauer
- Fußballbuch des Jahres: „Über Fußball“ von Jorge Valdano
- Lernanstoß: Edith-Stein-Schule in Aichach für ihr WM-Projekt und das Projekt Straßensport Ostfildern
- Fußballspruch des Jahres: „So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere.“ von Lukas Podolski
Preisträger des Jahres 2007
- Walther-Bensemann-Sonderpreis: Alfredo Di Stéfano
- Fußballbuch des Jahres: „Im Schatten des Spiels“ von Ronny Blaschke
- Lernanstoß: Lernzentrum des 1. FC Union Berlin und die Richard-von-Weizsäcker-Schule in Münster
- Fangesang des Jahres: „Schlumpflied“ der Fans des 1. FSV Mainz 05
- Fußballspruch des Jahres: „In schöner Regelmäßigkeit ist Fußball doch immer das Gleiche.“ von Hans Meyer
Preisträger und Nominierte des Jahres 2008
- Walter-Bensemann-Sonderpreis: Bernhard "Bert" Trautmann
- Fußballbuch des Jahres: „Ist doch ein geiler Verein“ von Christoph Ruf
- Lernanstoß: das Projekt „Schlappeschneider – Schlappekicker“ des Sportkreises Frankfurt a. Main e. V.
- Fußball-Spiel des Jahres: WeyKick, Verlag Ulrich Weyel
- Fußballspruch des Jahres: „Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen.“ - Josef Hickersberger, ehemaliger Trainer der Österreichischen Nationalmannschaft
Kooperation mit der NZ beim Sonderpreis Fußball-Spiel des Jahres
2008 sucht die Akademie in der Sonder-Kategorie das Fußball-Spiel des Jahres, also ein Brett- oder Geschicklichkeitsspiel, das die Idee einer Fußballpartie packend und originell aufs Spielbrett bringt. Die Nürnberger Zeitung beteiligt sich an dieser Aktion als Medienpartner und ist auch in der Jury vertreten. Im Online-Auftritt der NZ wurde für diesen Preis ein Themenarchiv eingerichtet:
Themenarchiv der NZ zum Fußball-Spielepreis
Die 11 Kandidaten werden auch auf den Seiten der Akademie einzeln vorgestellt: Liste der nominierten Kandidaten
Zum Preisträger wurden das Geschicklichkeits-Spiel "Weykick" verliehen. Zu diesem Thema und über eine Ausstellung der Kandidaten im Spielzeugmuseum präsentiert wurden, berichtete die Nürnberger Zeitung in folgendem Artikel: NZ-Artikel

