Alfeld (Mittelfranken)

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Die Gemeinde Alfeld liegt am Rande der Hersbrucker Schweiz im Landkreis Nürnberger Land.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Mit den großen Meierhöfen Lieritzhofen und Aicha zählt das gesamte Alfelder Gebiet zu den Ausstattungsgütern des 976 gegründeten Klosters Bergen. Zwischen 1057 und 1075 weiht Bischof Gundekar von Eichstätt in Alfeld eine Kirche. Im 14. Jahrhundert gehen zahlreiche Besitzungen des Klosters an die Schenken von Reicheneck verloren. 1504/05 kommen die Ämter Hersbruck und Reicheneck unter die Oberherrschaft der Reichsstadt Nürnberg. Der Alfelder Bach bildete die Grenze zwischen Nürnberg und der Oberpfalz. Dadurch Trennung Alfelds in zwei Teile, die erst 1791 durch einen Gewaltakt Kurfürst Karl Theodors von Bayern und dann endgültig durch die Einverleibung Nürnbergs ins Königreich Bayern 1806 aufgehoben wurde. An diese Trennung erinnert heute noch ein Kirchweihbrauch, bei dem die beiden Ortsteile durch ein über den Bach gespanntes 240m langes Seil verbunden werden. Das urspünglich zum Pfarrsprengel Alfeld zählende Heldmannsberg (bayerische Enklave im Nürnberger Gebiet) erhielt 1661 eine selbstständige katholische Pfarrei. 1813 kam Alfeld gegen seinen Willen zum Landgericht Sulzbach und damit zur Oberpfalz. Erst 1911 wurde es nach langen Bemühungen wieder dem Bezirksamt Hersbruck zugeordnet.


Sehenswürdigkeiten

Den dominierenden Mittelpunkt des Ortes bildet die schon 1072 geweihte evangelische Kirche St. Bartholomäus. Um 1450 wurde ihrem romanischen Chor zusätzlich ein gotischer vorgesetzt, 1707/08 wurden das Langhaus mit einer Holztonne überwölbt und die Emporen eingebaut. So entstand ein sehr stimmungsvoller Raum: Auf das hohe Emporenlanghaus folgt torartig der niedrige ehemalige Chor, der sich wiederum zum gotischen Ostchor weitet. Besonders sehenswert sind die gotische Figur des Kirchenpatrons, der Altar von 1680 in bewegten barocken Formen und die Kanzel von 1663.

In der Unteren Bachstraße befindet sich eine privat bewohnte Neurenaissance-Villa. Der Fabrikant Georg Burgschmit erbaute 1896 die Villa. Für das Anwesen wurde 2004 der Denkmalpreis der Hypo-Kulturstiftung vergeben.

In der Nähe von Nonnhof, das früher zum oberpfälzischen Gebertshofen gehörte und erst 1975 zu Alfeld kam, liegt das Naturdenkmal Windloch – mit 2,2 km Länge die längste bekannte Dolomithöhle in der Frankenalb. Die Höhle ist nicht mehr begehbar.

Sechs neuangelegte Rundwanderwege mit einer Gehdauer zwischen eineinhalb und zwei Stunden wurden in das bestehende Wegenetz des Fränkischen Albvereins integriert.

Gaststätten


Literatur

  • Karl Schornbaum: Geschichte der Pfarrei Alfeld. Ein Beitrag zur Geschichte des Nürnberger Landes. Auf Grund archivalischer Forschungen. Leipzig; Erlangen: A. Deichert, 192, VI, 189 S. (Quellen und Forschungen zur bayerischen Kirchengeschichte; Band 7)
  • Information Happurg und Alfeld. Hrsg. in Zusammenarbeit mit der Trägerschaft. 3. Auflage. Mering: WEKA-Info-Verlag, 2003, 20 S.

Siehe auch

Weblinks

  • Alfelder Windloch - FHKF