Alois Alzheimer

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alois Alzheimer

Alois Alzheimer (* 14. Juni 1864 in Marktbreit, † 19. Dezember 1915 in Breslau) war ein Neurologe, Psychiater und Hirnpathologe, der als erster die nach ihm benannte Alzheimer-Krankheit beschrieb.


Leben und Werk

Nach Besuch der Schule in Marktbreit und des Kronberg-Gymnasiums in Aschaffenburg studierte Alois Alzheimer Medizin an den Universitäten in Würzburg, Berlin und Tübingen. In seiner Dissertation schrieb er über die Ohrenschmalzdrüsen. 1888 begann er seine berufliche Laufbahn in der „Städtischen Anstalt für Irre und Epileptische“ in Frankfurt am Main. Hier setzte er sich zusammen mit dem Leiter gegen die Verwendung von Zwangsmaßnahmen gegen die Patienten ein.

Hier behandelte er auch ab 1901 eine 51-jährige Patientin namens Auguste Deter, die sich außer an ihren Vornamen an so gut wie gar nichts mehr erinnern konnte. Obwohl Alzheimer die Gespräche mit ihr minutiös festhielt und die Patientin eingehend untersuchte, war er anfangs ratlos. Nach ihren Tod notierte er „allgemein verblödet“ und „völlig stumpf“. Bei der Sektion ihres Gehirns stieß er auf starke Veränderungen der Hirnrinde. Außerdem entdeckte er Eiweißablagerungen und tote Nervenzellen, allerdings keine Anzeichen von Arteriosklerose. Alzheimer verfasste daraufhin die Studie „Eine eigenartige Krankheit der Hirnrinde“, die aber dann wieder in Vergessenheit geriet.

Alzheimer ging nach seiner Arbeit in Frankfurt als Professor an die Friedrich-Wilhelm-Universität in Breslau und wurde Direktor der „Königlich Psychiatrischen und Nervenklinik“. 1915 starb er nach einer schweren Erkrankung. Sein Grab befindet sich in Frankfurt am Main.

Weblinks