Amt Schönbrunn im Hochstift Bamberg

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Amt Schönbrunn im Hochstift Bamberg ging aus einer bisher noch nicht bewiesenen alten Cent im Volkfeld zurück, bevor diese als Eigencent des Geschlechts derer von Windeck an das Hochstift kam.

Ludwig von Windeck trat 1278 in das Kloster Ebrach ein und veräußerte sein Schloss Schönbrunn, die Dörfer Grub und Schönbrunn und eine Mühle an das Bistum Würzburg. Diesen Besitzkomplex erwarb Bischof Berthod von Leiningen, Bischof von Bamberg (reg. 1257-1285) im Jahr 1280 zurück. Dieser Erwerb war der Ausgangspunkt des Amtes Schönbrunn.

Die Centgerechtsame hatten die Windecker wohl vom Bistum Würzburg als Lehen, da ein Vertrag zwischen Kloster Ebrach und den Windeckern, welcher die Centfreiheit der Klosteruntertanen beinhaltete, der Bestätigung des Bischofs von Würzburg, Gerhard von Schwarzburg (reg. 1372-1400) bedurfte. Im Jahr 1377 erwarb der Bischof von Bamberg, Lamprecht von Brunn (reg. 1374-1398) das Dorf Burgebrach einschließlich aller Vogteien, Gerichten Leuten und Guten vom Bischof von Würzburg. Zu hochstiftischen Besitz wurde Burgebrach endgültig 1390.

Bereits im 16. Jahrhundert war das Amt Schönbrunn mit der Cent mit dem Amt Burgebrach vereinigt. Ab 1717 war alleiniger Gerichtsort dieser beiden Ämter der Ort Burgebrach.

Literatur

Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken, "Bamberg", Seite 58ff