Bamberger Dichterkreis

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Der Bamberger Dichterkreis war eine von 1936 bis 1943 jährlich stattfindende Zusammenkunft von Schriftstellern nationalsozialistischer Gesinnung. Initiativen dieses Zirkels sind bis auf ihre jährlichen Zusammenkünfte nicht bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Durch eine Idee der „Leipziger Neuesten Nachrichten“ wurden acht Schriftsteller im Mai 1936 auf eine Reise nach Bayern geschickt, um über Land und Leute zu berichten. Sie nannten sich „die Dichterkarawane“. Während ihrer Reise standen sie unter der Obhut des Nordbayerischen und des Südbayerischen Verkehrsverbandes. In der Stadt Bamberg kam erstmals unter den Teilnehmern der Gedanke auf, diese Reise alljährlich als Treffen in einem zentralen Ort Deutschlands abzuhalten. Es waren einige von den Teilnehmern erstellte Forderungen zu erfüllen und so fiel mit der Feststellung Bamberg ist wirklich die Stadt der deutschen Mitte die Wahl auf Bamberg. Der Domreiter war seit den Anfängen dieses Zirkels Symbol und nahm an Bedeutung immer mehr zu.

Die Stadt unter Oberbürgermeister Lorenz Zahneisen nahm den Vorschlag, sich wiederholende Dichtertreffen in unserer Stadt zum bleibenden Brauche werden zu lassen gerne auf und fungierte von Anfang an als Ausrichterin der „Bamberger Dichtertage“ und übernahm auch die Kosten für Verpflegung und Unterbringung der Teilnehmer.

Als Chronist dieses Zirkels gilt Heinz Grothe. Als Schwiegersohn von Hans Franck und Journalist berichtete in vielen Tageszeitungen über diese Treffen. Grothe bezeichnet diesen Zusammenschluss nicht als Verein sondern als eine „Art freiwilliger geistig-schöpferischer Gemeinsamkeit“ und Zerkaulen hinterlässt die Äußerung, dass die „...tiefere Bindung (...das) Vermächtnis des Reiterstandbildes im Dom zu Bamberg, gleichsam >als Gleichnis< pflege.“

Ein Zusammentreffen in Bamberg erfolgte letztmals im September 1942 im Beisein folgender Mitglieder: die beiden Barthels, Brandenburg, Franck, Deml, Kaergel, Lützkendorf, Schellenberg und Wurzer. Nach diesen Treffen löste sich spätesten 1943 diese 21 köpfige Gruppe auf.

Mitglieder

Teilnehmer der "Dichterkarawane"

Stefan Andres

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Geboren wurde dieses neunte Müllerkind am 26.6.1906 in Breitwies bei Dhrönchen, besuchte das Gymnasium Collegium Josephinum in Vaals. 1921 begann er eine Ausbildung zum Krankenpfleger in Trier und Aachen wo er sich erstmals schriftstellerich hervortat. Er studierte dann Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik an den Universitätn Jena und Köln. Eine Reise nach Italien 1932 bewog ihn wohl dazu, ab 1933 als freier Schriftsteller tätig zu werden. Andres, der mit einer Frau jüdischen Glaubens verheiratet war, zog sich endgültig 1937 von München nach Italien zurück. Doch noch 1936 nahm er an der Reise von Literaten, den späteren "Bamberger Dichterkreis" teil und wurde so auch zu einen Gründungsmitglied. Von Italien kam er 1949 nach Deutschland zurück. Dort wandte er sich gegen das Wettrüsten und auch für die deutsche Wiedervereinigung ein. Nachdem ihm die deutschen Verhältnisse enttäuschten, kehrte er 1961 nach Italien zurück, wo er nach einer Reise nach Asien und in Folge einer Operation am 29.6.1970 in Rom verstarb. Sein Grab befindet sich auf dem deutschen Friedhof im Vatican. Seinen Nachlass erhielt das Deustche Literaturarchiv Marbach. 1.Stefan-Andres-Gesellschaft - 2.Wikipedia

Max Barthel

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Der am 17.11.1893 in Dresden-Loschwoitz als Sohn eines Maurers geborene trat seit 1910 als Arbeiterschriftsteller hervor und veröffentlichte auch unter den Pseudonym Konrad Uhle seine Werke. Er war Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung und ging in West- und Südeuropa auf Wanderschaft, nahm an dem 1914 ausgebrochenen Krieg teil. Er war Mitglied des Spartakusbundes und Teilnehmer am gleichnamigen Aufstand in Stuttart. Er nahm als Delegierter an kommunistischen Kongressen in der UdSSR teil und lernte dort die Spitzen der Politik kennen, jedoch die dort gesammelten Eindrücke veranlassten ihn, 1923 aus der KPD aus- und der SPD beizutreten. Näherte sich mit dem Roman "Das unsterbliche Volk" den neuen Machthabern in Deutschland an. Wurde 1933 Lektor in der Büchergilde Gutenberg, diese Stelle wurde ihm bereits 1934 gekündigt. Nach diese Lebensänderung war er Journalist und kehrte von Berlin nach Dresden zurück, wo er dann 1936 an der Reise der Literaten, den späteren Bamberger Dichterkreis, teilnahm. 1948 flüchtete er aus der SBZ in die fränzösisch besetzte Zone und entkam dadurch der Verfolgung durch die russischen Besatzung. Er verstarb am 28.6.1975 in Waldbröl. Wikipedia - []

Roland Betsch

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Wurde am 3.11.1888 in der damals bayerischen Stadt Pirmasens als Sohn eines Bahnverwalters geboren. Studierte an der TH in München und schloss das Studium 1913 als Ingenieur ab und ging anschließend nach Breslau an die dortige Hochschule. Im dritten Reich war er Leiter des Verbandes Westmark der NSDAP-nahen Organisation Kampfbund für deutsche Kultur. Er nahm 1936 an der Reise von Literaten durch Deutschland teil, welche in den Zusammenschluss "Bamberger Dichterkreis" mündete. In einer seiner Depressionsphasen begann er am 8.4.1945 mit seiner Ehefrau Suizid. Sein Nachlass befindet sich in der Stadtbücherei Pirmasens. Wikipedia - []

Hans Brandenburg

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Hans Brandenburg geboren am 18. 10. 1885 in Barmen-Wichlingshausen, siedelte er mit 17 Jahren nach München über und ehelichte dort die Malerin Dora Polster. Freiwillig trat er 1914 in die Armee ein. 1936 nahm er an der von den "Leipziger Nachrichen" ausgerufene Literatenreise, welche sich zum "Bamberger Dichterkreis" entwickelte, teil. War seit Begin der 1940er Jahre Mitglied im Ausschuss und Dichterkreis des Reichbundes der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele berufen. Nch seinem Tod am 8.5.1968 in Bingen erhielt die Stadtbibliothek München seinen Nachlass. Wikipedia - []

Hans Franck

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Der am 30.7.1879 zu Wittenburg in Mecklenburg geborene war zwsichen 1901 und 1911 Volksschullehrer und widmete sich ab 1911 der Schriftstellerei. War ab 1914 am Schauspielhau Düsseldorf beschäftigt und ab 1915 leitete er auch die Düsseldorfer Theater-Akademie. Er erwarb 1921 das Gut Frankenhorst am Ziegelsee in Schwerin und war fortan freier Schriftsteller. Er unterzeichnete im Oktober 1933 das Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler. Nahm 1936 an der von der Leipziger Zeitung ausgerufenen Reise deutscher Literaten teil und wurde so zum Gründungmitglied des Bamberger Dichterkreises. Er, welcher 1929 zum Ehrenbürger der Stadt Wittenberg erklärt wurde, verstarb am 11.4.1964 in Schwerin-Frankenhorst/Mecklenburg). Sein Nachlass befindet sich in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern und auch im Deutschen Literaturarchiv in Marbach.Im Jahr 2008 wurde in seinem ehemaligen Anwesen, das heute ein Hotel ist, ein Gedenkraum eingerichtet. Wikipedia - []

Hans Christoph Kaergel

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Zu Striegau/Schlesien am 6.2.1889 als Sohn eine Lehrers geboren. Trat die Stelle eine Volksschullehrers 1910 in Weißwasser an welche er bis 1921 innehatte; in dieser Zeit erschien 1919 sein erstes Werk Des Heilands zweites Gesicht. Erhielt 1921 die Stelle des Organisators und Leiter des sächsischen Bühnenvolksbundes und zog nach Dresden, wo er dann auch Heinrich Zerkaulen kennen lernte. Kaergel, dessen Bücher auf der verbotenen stand, erhielt 1934 den Staatspreis für sächsische Literatur. War Teilnehmer der Dichterkarawane 1936 und Angehöriger des Bamberger Dichterkreises. Wurde 1942 Leiter der Landeskulturkammer Niederschlesiens durch Ernennung von Goebbels. Er verstarb nach Auskunft von Wilhelm Meridies, den früheren Landesleiter der Reichsschriftkammer für Hessen-Nassau am 24.4.1946 in Breslau im Kletschkauer Kerker an Hungertyphus. Wikipedia - []

Ernst Ludwig Schellenberg

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Geboren wurde Schellenberg am 16.6.1883 in Weimar als Sohn des Hofrats Prof. Dr. Ernst Viktor. Er studierte in Jena,Leipzig und München Germanistik und Philosophie. Das Studium schloss er nicht ab, versuchte sich dann als Schauspieler und ließ sich als Privatgelehrter und freier Schriftsteller in Frankenhausen nieder. Nahm 1936 an der Reise durch Deutschland mehrerer Literaten teil, welche dann im Zusammenschluss "Bamberger Dichterkreis endete. Er verblieb nach 1945 in der SBZ - wo Teile seiner Werke auf die auszusondernden Bücher stand - er verstarb am 7.11.1964 in Weimar. Wikipedia - []

Heinrich Zerkaulen

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Heinrich Zerkaulen geboren am 2.3.1892 in Bonn als Sohn einer Schuhmachersfamilie. Nach Schule und Abitur studierte er an den Universitäten München und Marburg Pharmazie. 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger und kämpfte an den Fronten im Osten, wo er 1916 schwer verwundet und aus der Armee entlassen wurde. Danach wirkte Zerkaulen als Feuilletonredakteur in Düsseldorf und Essen. Ging nach Dresden wo er ab 1923 als Leiter der literarischen Abteilung des Städtischen Ausstellungswesens tätig war. Sein freises Schriftstellertum begann er 1931. Im Oktober 1933 gehörte er zu den 88 Schriftstellern, die ein Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler unterzeichneten. War 1936 Teilnehmer der Dichterkarawane und somit auch Mitbegründer des Bamberger Dichterkreises. Seine politische Einstellung brachte ihn 1945 eine längere Internierung durch die amerikanische Besatzungsmacht ein. In der SZB und der DDR wurden Teile seiner Werke auf die "Liste der auszusondernden Literatur" gesetzt. Nach Krieg und Internierung konnte er nicht mehr an sein früheres künstlerisches Schaffen anschließen. Sein letztes Werk 1951 erschienen "Zwischen Nacht und Tag. Erlebnisse aus dem Camp 94" schilderte er seine Internierung. Er verstarb am 13.2.1954 im hessischen Hofgeismar. Wikipedia - []

Aufgenomme Mitglieder

Ludwig Friedrich Barthel

Geboren am 12.6.1898 in Marktbreit - in den Bamberger Dichterkreis 1939 aufgenommen - verstarb er am 14.2.1962 in München.

Bruno Brehm

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Geboren wurde Bruno Brehm am 23.7.1892 zu Laibach in Krain als Sohn des k&k.-Officiers Jopsef von Brehm. Seine frühen Jahre verbrachte er in Städten des heutigen Tschechiens und nach seinem Abitur studierte er in Wien Germanistik, und meldete sich freiwillig zum 1914 ausgebrochenen Krieg, indem er zum Officier avancierte. Kam in russische Gefangenschaft von der er ausgetauscht wurde. Nach 1918 begann er an den Universitäten zu Wien Göteborg und Stockholm Kunst- und Urgeschichte zu stidieren. Nach seiner Promotion begann er als Verlagsbuchhändler sich 1922 in wien zu etablieren udn wurde auch Assisitend an der Universität Wien. Als freier Schriftsteller ist er ab 1928 in Wien auszumachen. Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland kam er 1938 zum Bamberger Dichterkreis und wurde 1940 Präsident der Wiener Kukturvereinigung. Er nahm am 1939 ausgebrochenen Krieg in Griechenland, Russland und Nordafrika teil. Aufgrund seines politischen Enggagement wurde er für kurze Zeit 1945 in Haft genommen. Teile seiner Schriften wurden in der SBZ und der DDR auf die Liste der auszusondierenden Lizeratur gesetzt. Imjahr 1960 trat Brehm der Geellschaft für freie Publizistik bei; welche als rechtsextremistisch bezeichnet wird. Die Zeit 1933 bis 1945 versuchte er in einer Triologie in den Jahren 1960 und 1961 aufzuarbeiten. Er verstarb am 5.6.1974 in Altausee. Sein Nachlass befindet sich wohl noch in Familienbesitz. Wikipedia-[]

Friedrich Deml

Geboren am 15.2.1901 in Ebrach - 1938 war Deml der Erste welcher in den Bamberger Dichterkreis aufgenommen wurd. Er verstarb er 1994 in Bamberg.

Otto Gmelin

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Der in Karlsruhe am 17.9.1886 geborene Gelehrtensohn,legte 1906 in seiner Geburtsstadt das Abitur ab, studierte in Karlsruhe und Heidelberg Mathemathik, Natrurwissenschaft und Philosophie, nach der Lehramtskandidatenzeit ging er bis 1914 nach neiko wo er sich bei einer deutschen Familie als Erzieher betätigte. Totz gesundheitlicher Schäden meldete er sich freiwillig in den 1914 ausgebrochenen Krieg hieraus jedoch aufgrund seines Gesundheitszustandes bald entlassen wurde. Promovierte 1917 zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg. 1936 ließ er sich als freier Schriftsteller In Bensberg bei Köln nieder. Im gleichen Jahr wurde er auch in den Bamberger Dichterkreis aufgenommen. Gmelin war Verfasser von historischen Romanen und Erzählungen über die Epochen der Völkerwanderung und des Mittelalters die er verklärte. Ohne selbst der NSDAP anzugehören efuhr er Förderungdurch staatliche Stellen. Wohl während seiner letzten vier Lebensjahre ging er trotz seiner völkischen Einstellung auf Distanz und der Vereinnahmung durch den Staat und veröffentlichte Reise- und Erinnerungsbücher. Am 22.11.1940 verstarb er in seinem Wohnort Bensberg. Teile seiner Veröffentlichungen wurden in der SZB auf die "Liste der auszusondernden Literatur" gesetzt. Wikipedia-[]

Heinz Grothe

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Geboren am 24.3.1912 in Berlin, besuchte er dortige Schulen und legte in Reinickendorf das Abitur ab und studierte anschließend Zeitungswissenschaft; sein Fachbereich von anfang an war Kultur und Feuilleton. Wurde 1938 Schwiegersohn von Hans Franck und als solcher aufgenomen in den Bamberger Dichterkreis. Im Jahr 1940 wurde er zum Heer einberufen und geriet in sowjetische Gefangenschaft aus der er 1950 entlassen wurde. Zwischenzeitlich wurden Teile seiner Veröffentlichungen in der SBZ und DDR auf die Liste der auszusondierenden Literatur gesetzt. Von 1954 bis 1959 war er am Sender Freies Berlin tätig. Er, der auch den Nachlass von Hans Franck, seinem Schwiegervater und den des Herybert Menzel verwaltete, starb am 9.2.1990 in Berlin. Wikipedia-[]

Curt Hotzel

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Er wurde zu Leipzig am 20.4.1894 geboren absolvierte die Lehre eines Bankkaufmanns, ging 1913 nach Berlin und begann dort das Studium de Philoophie, welches jedoch aufgrund des Kriegsausbruches 1914 unterbrochen wurde. Schrieb nach dem Krieg für verschiedene Zeitungen, doch begann er dann bis 1923 auch das Studium in Heidelberg fortzuetzen. Er belegte die Fächer Literatur- und Kunstgeschichte. Im 3. Reich verhielt er sich loyal und trat spät der Partei bei bereits 1933 trat er den Reichsverband Deutscher Schriftsteller und 1934 in den Reichsverband Deutscher Journalisten bei. Im Jahr 1939 wurde er in den Bamberger Dichterkreis aufgenommen. Nach dem Untergang des 3. Reiches, in den er auch das Pseudoym Thürink verwendete, wurden Teile seiner Schriften in der SBZ und der DDR auf die Liste der auszusondierenden Literatur gesetzt. Bis zu seinen Übertritt nach Berlin-West erschienen seine Veröffentlichen fast ausnahmslos im Verlag der Nation. Er verstarb als freier Schriftsteller, Redakteur und Journalist im freien Teil Berlins am 10.8.1967. Wikipedia-[]

Felix Lützkendorf

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Geboren zu Leipzig als Sohne eines Drogerieinhabers studierte späterhin an den Universitäten Leipzig und Wien Geschichte, germanistik und Philosophie. Das Studium schloss er als Dr. phil. im Jahr 1931 ab. Er wurde des Weiteren Redakteur an den Zeitungen Neue Leipziger Zeitung und der Berliner Nachtausgabe. Ferner hatte er die Dramaturgie an der Volksbühne Berlin ab 1934 inne, und war ab 1937 auch Drehbuchautor für die UFA. Wohl 1938 wurde er in den Bamberger Dichterkreis aufgenommen. Lützkendorf war Mitglied der NSDAP und auch der SS, arbeitete von 1943 bis 1945 als Kriegsberichterstatter der Leibstandarte-SS Adolf Hitler. In der SBZ und DDR wurden Teile seiner Veröffentlichung auf die Liste der auszusondierenden Literatur gesetzt. Erst ab 1950 konnte er wieder unter seinen eigenen Namen veröffentlichen und wurde wieder aktiv im Filmgeschäft und prägte die deutsche Filmgeschichte der 1950er und 60er Jahre. Er verstarb in München am 19.11.1990. Wikipedia-[]

Herybert Menzel

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Der am 10.8.1906 in Obornik bei Posen geborene Postsekretärssohn verbrachte seine weitere Kindheit in der Grenzstadt Tirschtiegel absolvierte sein Abitur in Crossen und studierte an den UniversitätenBerlin und Breslau Rechtswissenschaft. Nach Abchluss seine Studiums ließ er sich 1930 als freier Schriftsteller in Tirschtiegel nieder. Trat 1933 der NSDAP wie auch der SA bei und gehörte zu den 88 Schriftstellen welche Adolf Hitler das "Gelöbnis treuester Gefolgschaft" unterzeichneten. VOn 1933 bis 1935 war er auch Mitglied des Vorstandes des Reichsverbandes Deutscher Schriftsteller. Wurde zum 29.3.1936 in den Reichstag gewählt und im selben Jahr begab er sich mit weiteren Literaten auf eine Deutschland-Reise, welche im "Banberger Dichterkreis" endete. Seine Werke wurden in der SBZ und in der Deutschen Demokratischen Republik auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt. Er verstarb im Februar 1945 in Tirschtiegel Wikipedia-[]

Josef Friedrich Perkonig

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Geboren als Sohn eines Büchsenmachers der slowenischen Volksgruppe am 3.8.1890 in Ferlach im Rosental nahm er am 1 Weltkrieg teil. Wurde Volksschullehrer und 1922 Professor in Klagenfurt an der dortigen Lehrerbildungsanstalt. Seine Erlebnisse im 1 Weltkrieg verarbeitete er in mehreren Büchern. Den Anschluss Österreichs untertstützte er mit Propaganda und wurde gleichen Jahres, 1938, Mitglied im Bamberger Dichterkreis. War Landesobmann der Gruppe Schriftsteller in der Reichsschrifttumskammer. Teile seiner Werke wurden in der SBZ und DDR auf die Liste der auszusondierenden Literatur gesetzt. Perkonig verstarb zu Klagenfurt am 8.2.1959. 1.50ter Todestag-2.Wikipedia

Gerhard Schumann

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Der als Lehrersohn am 14.2.1911 in Eßlingen geborene begann ab 1930 sein Studium der Philosoiphie, Geschichte und Germanstik an der Universität Tübingen und trat zur selben Zeit der NSDAP, dem Nationalsozilistischen Deutschen Studentenbund und der SA bei. Wurde in ein württembergisches Ministerium berufem, erhielt 1935 den schwäbischen Dichterpreis. Begab sich mit weiteren Literaten 1936 auf Deutschlandreise, die als Ergebnis den Bamberger Dichterkreis hatte. 1939, in den Jahr in dem er sich als Freiwilliger zum Heer meldete wurde er in den Bamberger Dichterkreis aufgenommen. Dem Herr gehörte er bis zu einer Verwundung 1942 an. Danach war er Chefdramturg am Staatstheater in Stuttgart. 1944 findet an ih als SS-Obersturmfüher bei der Waffen-SS. Geriet 1945 in Gefangenschaft wo er 3 Jahre interniert war. Seine werke wurden in der SBZ und DDR auf die zu auszusondierende Literatur gesetzt. Schumann gründete 1949 den Europäischen Buchclub welcher 1962 im Bertelsmann-Lesering aufging. Als Nachfolge gründete er den Hohenstaufen-verlag und agierte gegen die Politik Willi Brandts „Zwischen Bonzenstolz und Bußgeschrei,/ Übermenschen-Wahn und Sünden-Bürde,/ Zwischen Großmannssucht und Kriecherei,/ Deutsches Volk, besinn dich deiner Würde.“ Schumann verstarb am 29.7.1995 in Bodman Wikipedia-[]

Heinz Steguweit

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Am 19. 3. 1897 als Kind eines Ölhändlers aus Ostpreussen in Köln geboren. Besuchte da Gymnasium, nahm am 1. Weltkrieg teil. Arbeitete danach als Bankangestellter engagierte sich in der katholischen Jugendbewegung und war ab 1925 freier Schriftsteller in Köln. Trat 1933 er Partei bei und gehörte zu den die das "Gelöbnis treuester Gefolgschaft" unterzeichneten. ab 1934 war er Landesleiter dr Reichsschrifttumskammer für den Gau Kön-Aachen. Steguweit wurde 1940 in den Bamberger Dichterkreis aufgenommen. Seine Schriften wurden in dder SBZ bzw DDR auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt. Nach der Zeit verfasste er unverfängliche Kinder- und Jugendbücher, auch anspruchslose Laienspielen und Firmenfestschriften. Er verstarb am 25.5.1964 in Halver zu Westfalen Wikipedia-[]

Anton Wurzer

Biographie Webseite
Geboren wurde Anton Wurzer in Altenstadt bei Weiden in der Oberpfalz am 1.8.1893 als Sohn eines Beamten. Sein früher Lebensweg führte ihn nach Amberg und Weiden. Den 1. Weltkrieg erlebte er als Freiwilliger und wurde auch darin schwer verwundet. Nach Kriegsende beendete er seine begonnene Lehrerausbildung. Seine Liebe zur Dichtkunst beruht auf Hermann Hesse, den er als seinen Dichtervater bezeichnete. 1939 nahm ihn der "Bamberger Dichterkreis" als Mitglied auf. In diesem Kreis hielt er sich eher im Hintergrund, er besticht nicht durch wohlgesetzte Phrasen, sondern durch seine Schlichtheit. Seine Lyrik beteiligt sich nicht am vorherrschenden NS-Zeitgeist, er kommt ohne die obligatorischen Lob- und Preisgedichte an Führer, Volk und Vaterland aus. So ist die öffentliche Beachtung seiner Gedichte auch eher gering. Wurzers Lyrik ist (im Sinne der NS-Zeit) unpolitisch, wenn man Begriffe wie "Erde" und "Heimatverbundenheit" nicht zwingend mit nationalsozialistischen Gedankengut verbindet. Auch weigerte er sich, die neue amtliche Bezeichnung "Bayerische Ostmark" für die Oberpfalz zu gebrauchen. Zurückgezogen verstarb er 1955 in Amberg, wurde auch im Sterbeort bestattet. Erst 1980 wurde er in den Friedhof seines Geburtsortes Altenstadt überführt. 1.Wikipedia - 2.Bilder & Biographie - 3.Anton-Wurzer-Zimmer in Altenstadt

Vorgesehene Mitglieder

Das letzte Zusammentreffen der Mitglieder des Bamberger Dichterkreises war im Oktober 1942 auf dem Großdeutschen Dichtertreffen in Weimar. Hier wurde auch über die Aufnahme von weiteren Personen nachgedacht, es waren dies die Literaten

Otto Brües

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Der in Krefeld am 1.5.1897 geborene Otto Brues nahm am 1. Weltkrieg, seit 1916, teil. Studierte anschließend - ohne das Studium abzuschließen - an den Universitäten Köln und Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. War an der Kölnischen Zeitung beschäftihgt und zeichnete sich für das Feuilleton versantwortlich. Desweiteren war er für die Düsseldorfer Zeitung und für die Rheinischen Blätter - eine nationalsozialistische Kulturzeitschrift - tätig. Ohne dass er Parteimitglied war unterzeichneter mit weiteren 87 Schriftstellern das Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler. Erst 1937 trat er der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei (NSDAP)bei. Den 2. Weltkriehg begleitete er als Officier. Lebte nach 1945 in Bayern und zog dann 1950 wieder zurück nach Nordrhein-Westfalen und war dort für die Düsseldorfer Zeitung tätig und ab 1955 auch als freier Schriftsteller. Teile seiner Veröffentlichungen wurden in russisch besetzten Zone ausgesondert. Er verstarb zu Krefeld - seiner Geburtsstadt am 18. April 1967. war ein deutscher Schriftsteller. Sein Nachlass hütet das Stadtarchiv Krefeld und das niederrheinischen Literaturhaus Otto-Brües-Haus zu Krefeld 1.Wikipeia-2.Otto-Brues-Freundeskreis e.V.

Ottfried Graf von Finckenstein

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Der aus preußischen Uradel stammende, 1901 geborener, nahm im 1. Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger ab dem Jahr 1917 daran teil. Das Studium der Volkswirtschaftslehre schloss er mit seiner Promotion an der Universität Jena ab. Nach seinem Studium trat er ins Bankgeschäft ein und war in der Schweiz, Holland und den USA tätig. Aus diesen Geschäften zog er sich 1931 zurück und war seit damals als freier Schriftsteller im westpreußischen Buchfelde wohnhaft und tätig. Nach dem 2. Weltkrieg, an den er als Officier, teilnahm nahm er Wohnung in Geschendorf/Schleswig-Holstein. Von 1950 bis 1954 leitete er den Landeskulturverband Schleswig-Holstein und war anschließend Journalist in Bonn und Valparaíso/Chile. An der Universität Ottawa hatte er eine Professur in Deutsch inne. Er verstarb am 23.11.1987 in Ottawa/Kanada) 1.Wikipedia-2.Wikipedia

Veröffentlichungen

  • Bamberger Dichterkreis. Leipzig: Janke.
    • Folge 1: Zehn Dichter, zehn Landschaften. Für die Herausgabe: Heinrich Zerkaulen. Leipzig: Janke, 1937, 253 S.
    • Folge 2: Tafelrunde bei E. Th. A. Hoffmann. Für die Herausgabe: Heinrich Zerkaulen. Leipzig: Janke, 1939, 233 S. (Bamberger Dichterkreis; Folge 2)
  • Bamberger Dichterkreis (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Mitteilungen der E. T. A. Hoffmann-Gesellschaft. 1. Jahrgang 1938/40. 2./3. Heft März 1940. Bamberg, C. C. Buchners Verlag, o. J., 107 S.
  • Deutschland und sein Reiter. Der Bamberger Dichterkreis grüßt Front und Heimat. Für die Herausgabe: Heinrich Zerkaulen. München: Deutscher Volksverlag, 1943, 231 S.

Literatur

  • Der Bamberger Dichterkreis 1936 - 1943. Eine Ausstellung in der Staatsbibliothek Bamberg vom 8. bis 31. Mai 1985. Bamberg, 1985, 240 S.
  • Wulf Segebrecht (Hrsg.): Der Bamberger Dichterkreis 1936-1943. Frankfurt am Main; Bern; New York; Paris: Lang, 1987, 240 S., ISBN 3-8204-0104-0 (Helicon; Band 6. Geht zurück auf die Ausstellung in der Staatsbibliothek Bamberg.)

Einzelnachweise

  • Katalog zur Ausstellung 1985 in der Staatsbibliothek Bamberg "Der Bamberger Dichterkreis 1936-1943

Weblinks