Bikepark Osternohe

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Der Bikepark Osternohe in der Nähe von Schnaittach (Nürnberger Land) wurde 2008 eröffnet und verläuft entlang des Schlossbergs in Osternohe. Er ist der erste und einzige Bikepark in Mittelfranken. Die zwei Strecken, auf denen die Mountainbiker bergab fahren, verlaufen im Wald neben den Skipisten und dem Schlepplift.
Ein Biker am sogenannten "Krokodilssprung".

Inhaltsverzeichnis

Elemente eines Bikeparks

Mountainbiker können in dem Bikepark auf festgelegten Strecken im Wald über Hindernisse springen, die meist aus Holz bzw. Erde angelegt wurden. Grundlegendes Element eines Bikeparks ist, dass die Mountainbiker mit Hilfe eines Liftes hinauftransportiert werden und damit ihre Kraft für die anspruchsvollen Abfahrten sparen können. Da die Mountainbikes meist extra für einen Bikepark ausgelegt, stabil gebaut und damit schwerer sind als Tourenfahrräder, ist die Auffahrt mit dem Lift sinnvoll. Bei den Mountainbikes handelt es sich meist um vollgefederte Freeride-Bikes bzw. Downhill-Bikes, die zwischen 14 und 20 Kilogramm wiegen.

Strecken im Bikepark Osternohe

BikeparkOsternoheKarte.jpg

Im Bikepark gibt es eine Freeride-Strecke und eine Downhill-Strecke.

Die Downhill-Strecke ist vor allem mit Erdhügeln, sogenannten Tables, Doubles und Kickern, ausgestattet, die sportlichen Mountainbikern erlaubt, weite Sprünge zu machen. Sie wurde so angelegt, dass die Sportler möglichst schnell die knapp zwei Kilometer lange Strecke bewältigen können. Die Downhill-Abfahrt ist vor allem für geübte Fahrer geeignet. Auf ihr wurden auch die Bayerischen Downhillmeisterschaften in den Jahren 2009 bis 2011 ausgetragen.

Die Freeride-Strecke bietet dagegen viele verschiedene Möglichkeiten für Abfahrten und ist ideal für Anfänger. Auf der sogenannten Blue-Line können sich insbesondere Anfänger mit dem Terrain vertraut machen und üben, enge Kurven zu fahren. Auf dieser Strecke sind keine Sprünge integriert worden.

Die eigentliche Freeride-Strecke teilt sich in fünf Abschnitte auf. Im ersten Teil sind viele Holzrampen verschiedener Größe und Art verbaut, die den Mountainbikern als Absprung dienen.

Auf dem zweiten Abschnitt, dem sogenannten Spielplatz, finden sich Elemente, über die verschiedene Tricks wie beispielsweise Backflips (Rückwärtssalti), 360s (360-Grad-Drehungen) oder Barspins (der Lenker wird um 180 Grad gedreht) gemacht werden können. Die dort aufgestellten Elemente aus Holz und Erdhügeln nennen sich Wing (wegen des wellenförmigen Aufbaus), Doubles und Step-Up bzw. Step-Down.

Im dritten und fünften Teil sind weitere Holzelemente und Kicker verbaut, während der vierte Abschnitt mit einem Geschicklichkeitsparcour ausgestattet ist. Auch eine sogenannte Dirt-Line mit verschieden großen Sprunghügeln ist dort zu finden.

In der Nähe der Talstation befindet sich zusätzlich ein Übungsparcours für Kinder unter zwölf Jahre bzw. für Anfänger jeden Alters.

Öffnungszeiten und Preise

  • Freitag 14 bis 19 Uhr (gilt ab 6. April 2012. Weil der 6.4. ein Feiertag ist, hat der Bikepark an diesem Tag bereits ab 10 Uhr geöffnet)
  • Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr (ab Mai bis 20 Uhr)
  • Kinder unter zwölf Jahren können den Bikepark nicht nutzen, da sie aufgrund des geringen Körpergewichts nicht mit dem Schlepplift befördert werden können.
  • Tageskarte Erwachsene: 19 Euro
  • Tageskarte Kinder (12 bis 18 Jahre): 16 Euro
  • Halbtageskarte Erwachsene (10 bis 14 Uhr oder 14 bis 18 Uhr): 15 Euro
  • Halbtageskarte Kinder(10 bis 14 Uhr oder 14 bis 18 Uhr): 13 Euro
  • 10-er Punktekarte Erwachsene: 15 Euro
  • 10-er Punktekarte Kinder: 13 Euro

Die aktuellen Öffnungszeiten finden sich auf der Homepage des Bikeparks.

Der Bikepark ist in der Regel ab mitte März geöffnet und schließt im Oktober oder November (abhängig vom Winterbeginn). Alle anderen Bikeparks in Deutschland und Österreich haben eine wesentlich kürzere Saison, weshalb der Bikepark Osternohe insbesondere zu Beginn und zum Ende der Saison stark frequentiert ist.

Regeln im Bikepark

BikeparkOsternohe2.jpg
  • Es gilt Helm- und Protektorenpflicht im Bikepark. Empfohlen werden Vollvisierhelm, Protektorenjacke, Knie- und Schienbeinschoner, Handschuhe sowie eine Nackenstütze (ein sogenanntes Leatt Brace). Protektoren können im Lifthäuschen ausgeliehen werden.
  • Ein fahrtüchtiges Mountainbike ist unerlässlich für die Nutzung des Bikeparks. Zudem sollten die Räder auch Sprünge und Erschütterungen aushalten können.
  • Rücksicht auf Fahranfänger: Da der Park ein Mountainbike-Spielplatz für Jedermann sein soll, sollten geübte Fahrer jederzeit Rücksicht auf langsamere Fahrer nehmen. Eine umsichtige Fahrweise ist nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch in einem Bikepark oberstes Gebot.
  • Für alle, die noch nie im Bikepark waren, gilt: Zuerst die Strecken ablaufen und sich jeden Sprung genauestens ansehen, bevor man ihn zum ersten Mal springt. Beim Kauf einer Liftkarte müssen zudem alle Nutzer einmalig eine Haftungserklärung unterschreiben, in der sie bestätigen, dass sie den Bikepark für selbst verschuldete Unfälle nicht haftbar machen und sich mit den Geschäftsbedingungen einverstanden erklären.
  • Insbesondere Nachmittags lassen die Kräfte nach. Wer merkt, dass die Kräfte bzw. die Konzentration schwinden, sollte eine Pause machen und sich erst nach einiger Zeit wieder ins Bergab-Vergnügen stürzen.
  • Bei Unfällen, die durch den Rettungsdienst versorgt werden müssen, entweder dem Liftpersonal Bescheid geben oder selbst per Handy einen Notruf unter 112 absetzen. Wichtig: Die Streckenabschnitte sind deutlich mit Nummern gekennzeichnet, die beim Notruf unbedingt angegeben werden müssen, um den Ersthelfern die Orientierung zu erleichtern.

Lageplan/Karte

<googlemap lat="49.585621" lon="11.377416" type="satellite" zoom="15" height="300">49.584967, 11.373875, Talstation Bikepark Osternohe</googlemap>

Links

  • Homepage des Bikepark Osternohe
  • Der Bikepark ist auch im sozialen Netzwerk Facebook vertreten.
  • Fahrtechnikkurse im Bikepark gibt es bei Heimatrausch

Literatur

  • "Adrenalin pur in Osternohe" vom 28. Juli 2008 auf NZ-Online
  • "Abenteuerspielplatz für Radler" vom 29. November 2008 auf NZ-Online
  • "Die richtige Reifenwahl entscheidet über den Sieg": Bericht vom 19. Mai 2010 zur 2. Bayerischen Downhillmeisterschaft auf NZ-Online
  • "Andreas Krieger ist bayerischer Downhill-Meister 2011" vom 27. Juni 2011 auf NZ-Online