Bistum Bamberg

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Das Erzbistum Bamberg umfasst Oberfranken sowie große Teile Mittelfrankens. Dazu kommen noch kleine Gebiete in Unterfranken und der Oberpfalz. Seine ihm beigegebenen Suffraganbistümer sind: Würzburg, Eichstätt und Speyer. Sitz des Erzbischofs ist Bamberg mit der Bischofskirche St. Peter und St. Georg (Kaiserdom).

Erzbistum Bamberg
Sitz des Erzbischofs 96049 Bamberg, Obere Karolinenstraße 5
Erzbischof Ludwig Schick
Weihbischof Werner Radspieler
Dompropst Werner Radspieler
Domdekan Herbert Hauf
Generalvikar Georg Kestel
Domkapitulare
6 Regionaldekanate 6 Regionaldekanen
21 Dekanate 21 Dekanen


Inhaltsverzeichnis

Zahlen, Daten und Fakten

Im Gebiet des Erzbistums Bamberg leben rund zwei Millionen Menschen. Davon bekennen sich rund 726.000 zum katholischen Glauben (Stand: 01.01.10). Die Fläche des Erzbistums Bamberg umfasst rund 10.290 km². Für die Seelsorge stehen 202 Diözensanpriester, 137 Ordenspriester, 22 Frater und 556 Ordensschwestern zur Verfügung. Das Erzbistum Bamberg ist in Bayern die einzige Diözese, in der mehr Nichtkatholiken als Katholiken leben (Diaspora-Bistum).

Regionen, Dekanate und Seelsorgebereiche

Das Erzbistum Bamberg gliedert sich in 6 Regionen, 21 Dekante und 96 Seelsorgebereiche. An der Spitze der Regionen, die im Jahr 2000 errichtet wurden, steht jeweils ein Regionaldekan. Für jeden Seelsorgebereich wurde ein Leitender Pfarrer ernannt.

Region I - Regionaldekan Dr. Josef Zerndl, Bayreuth

Dekanat 1: Auerbach
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Pegnitz Stadt und Land
Seelsorgebereich 2: Pfarreiengemeinschaft Pottenstein und Umland
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund Auerbach
Dekanat 2: Bayreuth
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Schlosskirche-Hl. Kreuz-St. Benedikt
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund Heilig Geist – St. Johannes Nepomuk
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund St. Salvator Hollfelder Land
Seelsorgebereich 4: Pfarreienverbund Bayreuth Süd/Hummelgau
Seelsorgebereich 5: Pfarreienverbund Fränkische Schweiz Nord
Dekanat 3: Hof
Seelsorgebereich 1: Pfarreiengemeinschaft Kath. Pfarreien Verkündigung Christi, Dekanat Hof
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund St. Heinrich, Dek. Hof
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund Dreifaltigkeit, Dek. Hof
Seelsorgebereich 4: Pfarrei St. Konrad, Hof
Seelsorgebereich 5: Pfarrei St. Marien, Hof
Dekanat 4: Kulmbach
Seelsorgebereich 1: Pfarreiengemeinschaft Main-Schorgast-Tal
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund Marienweiher
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund Kulmbach Stadt und Land
Seelsorgebereich 4: Pfarreiengemeinschaft Steinacher Land

Region II - Regionaldekan Thomas Teuchgräber, Kronach

Dekanat 5: Coburg
Seelsorgebereich 1: Pfarreiengemeinschaft Coburg St. Marien/Bad Rodach St. Marien
Seelsorgebereich 2: Pfarreiengemeinschaft Seßlach
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund Ebersdorf – Neustadt/Cbg. – Rödental
Seelsorgebereich 4: Pfarrei St. Augustin, Coburg
Dekanat 6: Kronach
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Oberes Rodachtal
Seelsorgebereich 2: Pfarreiengemeinschaft Corpus Christi
Seelsorgebereich 3: Pfarreiengemeinschaft Kronach
Seelsorgebereich 4: Pfarreienverbund Kronach Süd
Dekanat 7: Lichtenfels
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Ebensfeld
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund Banzer Stift – Staffelstein – Lautergrund
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund Sankt Bernhard von Clairvaux, Dek. Lichtenfels
Seelsorgebereich 4: Pfarreienverbund Steinach-Rodach-Main
Seelsorgebereich 5: Pfarreienverbund Obermain – Jura
Dekanat 8: Teuschnitz
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Oberer Frankenwald
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund Rennsteig

Region III - Regionaldekan Dr. Gerhard Förch, Bamberg

Dekanat 9: Bamberg
Seelsorgebereich 1: Pfarreiengemeinschaft Bischberg-Viereth-Trunstadt
Seelsorgebereich 2: Pfarreiengemeinschaft Dom - Obere Pfarre
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund St. Martin - St. Josef/Gaustadt
Seelsorgebereich 4: Pfarreienverbund St. Gangolf – St. Otto – Maria Hilf
Seelsorgebereich 5: Pfarreienverbund Bamberg-Ost (St. Anna - St. Heinrich - St. Kunigund)
Seelsorgebereich 6: Pfarreienverbund Stegaurach – Lisberg
Dekanat 10: Burgebrach
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Ebrachgrund
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund St. Marien Steigerwald
Dekanat 11: Hallstadt-Scheßlitz
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Hallstadt-Oberhaid
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund BreitengüßbachKemmern
Seelsorgebereich 3: Pfarreiengemeinschaft Memmelsdorf mit Lichteneiche, Gundelsheim und Merkendorf
Seelsorgebereich 4: Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Paul Rattelsdorf/Zapfendorf
Seelsorgebereich 5: Pfarreienverbund Scheßlitz – Jura
Dekanat 12: Hirschaid
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Amlingstadt, Geisfeld, Litzendorf, Lohndorf, Mistendorf und Strullendorf
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund ButtenheimHeiligenstadt – Tiefenpölz
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund HirschaidSassanfahrtSeußling

Region IV - Regionaldekan Georg Holzschuh, Forchheim

Dekanat 13: Ebermannstadt
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Ehrenbürg
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund Feuerstein
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund Fränkische Schweiz Süd
Dekanat 14: Forchheim
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Eggolsheim – Unterer Aischgrund
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund Forchheim-West
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund Hausen/Heroldsbach
Seelsorgebereich 4: Pfarreienverbund EffeltrichLangensendelbachPoxdorf
Seelsorgebereich 5: Pfarreienverbund Seelsorgebereich St. Augustinus
Seelsorgebereich 6: Pfarreienverbund Forchheim-Ost
Seelsorgebereich 7: Pfarreienverbund Forchheim-Mitte
Dekanat 15: Höchstadt/Aisch
Seelsorgebereich 1: Pfarreiengemeinschaft Maria im Dreifrankenland
Seelsorgebereich 2: Pfarreiengemeinschaft Adelsdorf – Aisch
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund Höchstadt und Umgebung

Region V - Regionaldekan Hubertus Förster, Nürnberg

Dekanat 16: Erlangen
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Erlangen Nord-West
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund Erlangen Nord-Ost
Seelsorgebereich 3: Pfarreiengemeinschaft Kath. Seelsorgebereich Erlangen-Süd
Seelsorgebereich 4: Pfarreienverbund Herzogenaurach
Seelsorgebereich 5: Pfarreienverbund Erlangen-West
Seelsorgebereich 6: Pfarreienverbund Erlanger Mitte
Seelsorgebereich 7: Pfarreienverbund Eckenhaid, Stöckach-Forth und Weißenohe
Dekanat 17: Fürth
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Cadolzburg, Langenzenn und Wilhermsdorf
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund Heinrich-Nikolaus Fürth
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund Fürth-West
Seelsorgebereich 4: Pfarreienverbund Kath. Seelsorgebereich Fürth Mitte-Nord
Seelsorgebereich 5: Pfarreienverbund St. Johannes – Heilig Kreuz
Seelsorgebereich 6: Pfarrei St. Josef, Zirndorf
Dekanat 18: Neunkirchen a. Sand
Seelsorgebereich 1: Pfarreiengemeinschaft St. Bonifatius – Hl. Apostel Paulus mit St. Josef – St. Martin
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund Lauf, Neunkirchen/Sand, Kersbach
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund Bühl – Kirchröttenbach – Schnaittach
Seelsorgebereich 4: Pfarreienverbund Hartenstein-Hersbruck-Neuhaus/Peg.
Dekanat 19: Nürnberg
Pfarrei Herz Jesu
Pfarrei St. Karl
Pfarrei St. Martin, Nürnberg
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Nürnberg Gibitzenhof – Gartenstadt
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund St. Bonifaz und St. Wolfgang
Seelsorgebereich 3: Pfarreienverbund St. Theresia – Verklärung Christi – St. Willibald
Seelsorgebereich 4: Pfarreienverbund St. Kunigund – St. Stefan
Seelsorgeberiech 5: Pfarreiengemeinschaft Katholische Innenstadtkirche
Seelsorgebereich 6: Pfarreiengemeinschaft Nürnberg West
Seelsorgebereich 7: Pfarreienverbund St. Josef – Allerheiligen
Seelsorgebereich 8: Pfarreienverbund Sebalder Reichswald Nord-Ost
Seelsorgebereich 9: Pfarreienverbund Kath. Gemeindeverband St. Clemens – St. Hedwig – St. Thomas

Region VI - Regionaldekan Hans Kern, Ansbach
Dekanat 20: Ansbach
Seelsorgebereich 1: Pfarreienverbund Ansbach
Seelsorgebereich 2: Pfarreienverbund Frankenhöhe
Dekanat 21: Neustadt/Aisch
Seelsorgebereich 1: Pfarrei St. Johannes, Neustadt a. d. Aisch
Seelsorgebereich 2: Pfarreiengemeinschaft St. Martin Westmittelfranken
Seelsorgebereich 3: Pfarreiengemeinschaft IphofenSeinsheimWillanzheim
Seelsorgebereich 4: Pfarreiengemeinschaft Südlicher Steigerwald

Stiftungen in Verwaltung beim Erzbistum Bamberg

Unter der Verwaltung des Erzbistums Bamberg stehen mehrere Stiftungen, die sich um verschiedene soziale Zwecken kümmern. So bestehen beispielsweise eine Stiftung für das Ehrenamt, eine Stiftung Brot für alle Menschen oder auch die Familienstiftung Kinderreich. Weitere Informationen hier: [1]

Bistumshaus St. Otto

Das 1928 eröffnete Priesterseminar am Heinrichsdamm in Bamberg ist von 2004 bis 2007 zum Bistumshaus St. Otto umgebaut worden. Etwa 80 Firmen waren an den Bauarbeiten beteiligt. Die Kosten von unter 25 Millionen Euro teilten sich zu 2/3 Dritteln das Erzbistum Bamberg und zu 1/3 Drittel die Seminarstiftung. Das Bistumshaus St. Otto wird sowohl als Priesterseminar wie auch vom Erzbischöflichen Ordinariat genutzt. Im Priesterseminar stehen 64 Zimmer für die Alumnen (Priesteranwärter) und Gäste zur Verfügung. Außerdem sind Kapellen, Arbeits- und Gruppenräume, eine theologische und katechetische Bibliothek sowie Wohnungen für die Leiter des Priesterseminars vorhanden. Im anderen Teil des Gebäudes sind die Hauptabteilungen Pastorales Personal sowie Schule und Religionsunterricht untergebracht. Außerdem sind hier die Diözesanstellen Weltmission und Berufe der Kirche beheimatet. Eine Nutzung ist auch als Tagungshaus mit Sälen, Seminarräumen, einem Speisessaal und Cafeteria möglich. Ebenso sind die Medienzentrale des Erzbistums und der Heinrichsverlag mit der Kirchenzeitung Heinrichsblatt im Bistumshaus St. Otto angesiedelt.

Diözesanpartnerschaft mit Thiès (Senegal)

Am 22. September 2007 unterzeichneten der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick und der Bischof der senegalesischen Diözese Thiès, Jacques Sarr, eine Partnerschaft zwischen den beiden Ortskirchen. Die beiden Bistümen vereinbarten eine Gebets-, Lern-, und Solidargemeinschaft. Sie wollen sich unter anderem in der Erfahrung der Glaubensweitergabe austauschen. So kommen beispielsweise Priester aus der Diözese Thiès zur Unterstützung ins ErzbistumBamberg. Das fränkische Bistum will die senegalesische Diözese bei der Errichtung von Kirchen, Pfarrzentren, Schulen und Sozialstationen unterrichten.

Energie- und Klimaoffensive des Erzbistums Bamberg

Für eine Energie- und Klimaoffensive stellte das Erzbistum Bamberg im Jahr 2009 fünf Millionen Euro zur Verfügung. Im Laufe des Jahres 2010 werden weitere drei Millionen Euro bereit gestellt. Die Mittel aus dem Energiefonds dienen dazu, Energiegutachten und Thermografieuntersuchungen vor Beginn von Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen zu erstellen. Außerdem soll das Geld für die energetische Sanierung von Gebäuden verwendet werden. Vor allem die beiden kirchlichen Häuser auf dem Feuerstein bei Ebermannstadt (das Jugendbildungshaus und die Katholische Landvolkshochschule nehmen eine Vorreiterrolle ein. Dort existierten bereits eine Solaranlage, eine Photovoltaikanlage, ein Biomassewerk und Wärmeschutzfenster.

Kultur und Bildung

Schulen in der Trägerschaft der Erzdiözese Bamberg

Die Erzdiözese Bamberg unterhält eine Volksschule, Realschulen und Gymnasien in Bamberg und Nürnberg, sowie eine Realschule in Schillingsfürst und ein Abendgymnasium in Bamberg.

Schule Adresse
Erzbischöfliches Abendgymnasium in Bamberg Karmelitenplatz 1 - 3, 96049 Bamberg,
Maria-Ward-Gynasium und -Realschule Holzmarkt 2, 96047 Bamberg
Maria-Ward-Schule der Englischen Fräulein (Gymnasium für Mädchen) Keßlerplatz 2, 90489 Nürnberg,
Maria-Ward-Schule der Englischen Fräulein (Realschule für Mädchen) Keßlerplatz 2, 90489 Nürnberg
Maria-Ward-Schule der Englischen Fräulein (Volksschule) Keßlerplatz 2, 90489 Nürnberg
Mädchenrealschule der Erzdiözese Bamberg in Schillingsfürst Neue Gasse 17, 91583 Schillingsfürst

Wallfahrtsorte

Das Erzbistum Bamberg verfügt über mehr Wallfahrtsorte, als gemeinhin angenommen wird.

Bamberg (Dom und Wunderburg); Burgwindheim, Dittersbrunn; Engelhardtsberg (aufgelasssen), Glosberg, Gößweinstein, Gügel, Hallerndorf, Heroldsbach, Hollfeld, Hüll bei Betzenstein (aufgelassen), Iphofen, Küstersgreuth, Langenzenn, Laubersberg bei Höchstadt an der Aisch, Marienweiher, Mistendorf, Neuengrün, Oberhaid, Pinzingberg bei Auerbach; Sandhof, Scheßlitz, Schlüsselau, Schönbrunn, Schwarzenfeld, Senftenberg, Staffelberg, Steinfeld, Unterweilersbach

Geschichte

Das Erzbistum Bamberg, gegründet im Frühmittelalter, kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken.

Mittelalter

Gründung

1.11.1007 Auf der Reichssynode in Frankfurt (Main) setzte König Heinrich II. (1002-1024) die Gründung des Bistums Bamberg durch. Kunigunda seine Gemahlin gab ihre Morgengabe zur Gründung des Bistums frei. Sein Kanzler, Eberhard, wurde vom Mainzer Erzbischof Willigis zum neuen Bischof geweiht. Heinrich II., der 1014 zum Kaiser gekrönt wurde, und seine Gemahlin Kundigunde statteten die neue Diözese reichlich mit Gütern aus.

Zeit des heiliggesprochenen Bischof Otto

Unter Bischof Otto (1102-1139) erlebte das junge Bistum eine weitere Blütezeit. Zahlreiche Klöster und Spitäler wurden gegründet. Bis zum Jahr 1245 unterstand Bamberg der Mainzer Kirchenprovinz. Von da an war das Bistum Bamberg direkt dem Papst in Rom unterstellt (exemt).

Neuzeit

Reformation

Über die Hälfte der rund 190 Pfarrkirchen im Bistum Bamberg fiel an die evangelische Kirche. Seitdem leben im Bistum Bamberg mehr Nichtkatholiken als Katholiken.

Barockzeit

Die Schönborn-Bischöfe ab dem Ende des 17. Jahrhunderts bauten viel; im Gegensatz dazu sorgte Franz Ludwig von Erthal (1779-1795) für die soziale Versorgung im Hochstift Bamberg. Von Erthal nahm sich besonders der Armen und Notleidenden an. Er errichtete 1782 in Bamberg das Krankenhaus, führte eine Krankenkasse ein; hinter all diesen Geschehnissen unter Fürstbischof von Erthal stand sein Leibarzt Dr. Friedrich Adalbert Marcus (1756-1816)

Der Barockbau des als zuletzt geführten „Medizinischen Krankenhauses“ wird seit Mitte der 1980er Jahre als Hotel genutzt und ist wohl das einzige Hotel in Deutschland welches über einer Hauskapelle verfügt in der auch Trauungen vorgenommen werden können.

Säkularisation

Mit der Säkularisation in den Jahren 1802/1803 endeten die weltlichen Regierungsaufgaben der Kirchenfürsten. Das Hochstift Bamberg fiel an das Königreich Bayern. Im Zuge der Neueinteilung der kirchlichen Sprengel im Jahre 1818 wurde Bamberg zum Erzbistum erhofen. Seine Suffraganbistümer sind Eichstätt, Würzburg und Speyer.

1000-jähriges Bistumsjubiläum

Ein ganzes Jahr lang, vom 1. November 2006 bis zum 1. November 2007 feierte das Erzbistum Bamberg unter dem Motto „Unterm Sternenmantel“ sein 1000-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten beschränkten sich nicht ausschließlich auf Bamberg. Auch an anderen Orten im Erzbistum Bamberg, wie z. B. in Nürnberg Forchheim oder Ansbach fanden Veranstaltungen statt. Höhepunkt des Jubiläumsjahres war das Heinrichsfest vom 6. bis 8. Juli 2007, zu dem rund 30.000 Menschen kamen. Zum Festgottesdienst kam der damalige Erzbischof von München, Friedrich Kardinal Wetter als Sondergesandter von Papst Benedikt XVI.

Personen

Bischöfe - Fürstbischöfe und Erzbischöfe des Bistums Bamberg

Das Bistum Bamberg hatte seit seinen Bestehen bisher 75 geistliche Regenten. Seit 2002 leitet Ludwig Schick das Erzbistum Bamberg.

Weihbischöfe des Bistums Bamberg

Seit dem 13. Jahrhundert wurden in Bamberg Weihbischöfe, zeitlich begrenzt, eingesetzt. Dies vor allen deswegen, da die Bamberger Bischöfe mit diplomatischen Aufträgen im Auftrag des Reiches unterwegs waren. Erst ab Mitte des 15. Jahrhunderts gibt es einen festen Weihbischof. Seit 1986 ist Werner Radspieler Weihbischof von Bamberg.

Diözesanheilige

Die Diözese Bamberg beherbergt in den Mauern des Domes von Bamberg die Reliquien des heilig gesprochenen Kaiserpaar Heinrich und Kunigunda, die des Bischofs Otto I. von Bamberg, genannt Apostel der Pommern befinden sich in der ehemaligen Benediktinerklosterkirche St.Michael. Desweiteren in Nürnberg die des hl. Sebald und in Ansbach die des hl. Gumbertus.

Hl. Heinrich II.

Heinrichs Vater, Heinrich der Zänker, war Herzog von Bayern. Im Jahr 1002 wurde Heinrich II. zum König und 1014 zum Kaiser gekrönt. Heinrich setzte bei der Reichssynode am 1. November 1007 die Gründung des Bistums Bamberg durch. Er gründete viele Klöster. Am 13. Juli 1024 starb Heinrich II.. Er ist im Bamberger Dom bestattet und wurde von der Kirche 1146 heilig gesprochen. Gedenktag ist der 13. Juli.

Hl. Kunigunde

Sie stammte aus Luxemburg und heiratete um 999 Heinrich. Kunigunde wirkte entscheidend bei der Ausstattung des Bistums Bamberg mit. Auch stiftete sie das Benediktinerinnenkloster Kaufungen, in das sie nach dem Tod ihres Mannes eintrat. Sie starb ab 3. März 1033 und ist im Dom zu Bamberg bestattet. Kunigunde wurde 1200 heilig gesprochen. Gedenktag ist der 3. März.

Hl. Otto

Er stammte aus schwäbischem Adel und war zunächst am Hof des Polenherzogs Wladislaw tätig, ehe er in den Dienst von Kaiser Heinrich IV. trat. 1102 wurde Otto zum Bischof von Bamberg ernannt. Er ließ den niedergebrannten Dom wieder aufbauen und wirkte als Missionar in Pommern. 1189 wurde Otto heilig gesprochen. Im Erzbistum Bamberg wird des Hl. Otto am 30. September gedacht.

Hl. Sebald

Im 11. Jahrhundert kam Sebald nach der Überlieferung in die Gegend von Nürnberg, wo er sich als Einsiedler niederließ und als Missionar wirkte. Sebald wird vor allem in Nürnberg als Stadtheiliger verehrt. Er wurde im Jahr 1425 heilig gesprochen. Sein Gedenktag ist der 19. August.

Hl. Gumbert

Im Jahr 748 gründete er ein Kloster in Ansbach, das er 786 an Kaiser Karl dem Großen übergab. Sein Gedenktag ist der 15. Juli.


Ämter im Hochstift Bamberg (weltliche Verwaltung)

Mit einer kleine Einführung über die Geschichte des Amtes, soll hier geschichtlich interessierten Personen die Zugehörigkeit von Orten zu den jeweiligen hochstiftischen Ämtern dargebracht werden.

Quellen

Literatur

  • Michael Kleiner/Ludwig Unger (Hrsg.): Unterm Sternenmantel. 1000 Jahre Bistum Bamberg - die Geschichte in Lebensbildern. Hrsg. von Michael Kleiner in Zusammenarbeit mit Ludwig Unger im Auftrag der Erzdiözese Bamberg. Beiträge von Günter Dippold .... Bamberg: Heinrichs-Verlag, 2006, 312 S., ISBN 978-3-89889-051-9
  • Josef Urban: Das Bistum Bamberg in Geschichte und Gegenwart, Heft 1-5. Bamberg 1992 ff.


Siehe auch

Weblinks