Bocksbeutel

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Als Bocksbeutel wird eine für den Frankenwein typische, so genannte Flachkugelflasche bezeichnet. Nur Weine ab der Qualitätsstufe Kabinett dürfen im Bocksbeutel abgefüllt werden.

Bocksbeutel
© Wilhelm Bauer/NN

Geschichte

Erstmals wurde eine Flasche dieser Form bei Ausgrabungen in Wenigumstadt im Landkreis Aschaffenburg gefunden, deren Herkunft auf die Zeit der Kelten (etwa 1400 vor Christus) datiert wurde.

Woher die Bezeichnung Bocksbeutel stammt, ist unbekannt. Im 15. Jahrhundert fand diese Flaschenform Eingang in die Naturglasproduktion. Aus dem Jahr 1728 datiert ein Beschluss des Rates der Stadt Würzburg, wonach nur die besten Weine von der bekannten Lage "Würzburger Stein" im Bocksbeutel abgefüllt werden dürften - mithin die Frühform des Bestrebens, den Bocksbeutel allein für den Frankenwein zu besetzen. Seit 1989 wird der Bocksbeutel von der Europäischen Gemeinschaft zwar als geschützter Begriff für eine Frankenweinflasche anerkannt, aber eben nicht nur für den Frankenwein. Auch Weine aus Tauberfranken, das weinbautechnisch zu Baden und geographisch zu Baden-Württemberg gehört, und sogar aus Portugal dürfen in Bocksbeutel-Flaschen abgefüllt werden.

Siehe auch

Weblinks

  • Bocksbeutel - Wikipedia
  • Norbert Tischelmayer: Bocksbeutel. In: Wein-Plus Wein-Glossar - im Netz
  • Bocksbeutelstraße - im Netz