Burg Cadolzburg

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Burg Cadolzburg
Gemeinde Cadolzburg
Enstehungszeit 13. Jahrhundert
Typologie Höhenburg
Höhe
Die Cadolzburg ist eine Höhenburg bei Cadolzburg im Landkreis Fürth.
Cadolzburg.jpg

1157 wird die Cadolzburg erstmals als Burg der Abenberger Rangaugrafen erwähnt. Die Burgkapelle im inneren Hof reicht wohl bis in diese Frühzeit zurück.

In der Mitte des 13. Jahrhunderts gelangte sie in den Besitz der hohenzollerschen Burggrafen zu Nürnberg und wurde in repräsentativer Weise ausgebaut. Als die Hohenzollern in Konflikt mit der Stadt Nürnberg gerieten, machten sie die Cadolzburg im 14./15. Jahrhundert zum Zentrum ihrer Herrschaft in Franken. Nach dem Auszug der Hofhaltung blieb die Burg bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ein wichtiges Verwaltungszentrum des Markgraftums Brandenburg-Ansbach.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Eine wohl bereits im 10. Jahrhundert bestehende, jedoch nicht nachzuweisende Burganlage könnte dann von einen "Kadolt" erbaut bzw der Ort begründet worden sein.

Im Jahr 1157 wird die Burg Cadolzburg mit Helmericus de Kadoldeßburc als Lehen der Grafen von Abenberg-Rangau erstmals urkundlich erwähnt.

Ab Mitte des 13. Jahrhunderts war die Cadolzburg Sitz der Burggrafen von Nürnberg. Nachdem die Hauptburg in Nürnberg 1420 zerstört wurde und in den Besitz der Stadt Nürnberg kam, wurde unter Kurfürst Friedrich I. von Brandenburg (* 21. September 1371 in Nürnberg; † 20. September 1440 auf der Cadolzburg bei Nürnberg), welcher als Burggraf Friedrich VI. in die Annalen einging, die Burg grundlegend erneuert und als Hauptsitz der Zollern eingerichtet. Aus dieser Zeit stammen auch die noch bestehenden Wohnbauten. Den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) überstand die Burg unbeschadet. Nach Übersiedelung der Hohenzollern nach Ansbach war bis Ende des 18. Jahrhunderts dieser adelige Sitz ein weiteres Verwaltungszentrum des Markgrafentums Brandenburg-Ansbach jedoch ließ 1730 Markgraf Carl Wilhelm Friedrich (* 12. Mai 1712 in Ansbach; † 3. August 1757 in Gunzenhausen) diese als Sommerresidenz umbauen.

1792 fiel durch Verkauf die Markgrafschaft Bayreuth-Ansbach an den König von Preußen, somit auch Cadolzburg und durch Neuaufteilung durch "Napoleons Gnaden" 1806 an das Königreich Bayern.

Im 3. Reich sollte die Burg als Ordensburg ausgebaut werden, doch 1945 wurde die Anlage durch Brand zerstört. Der Bayerische Staat ließ die noch bestehende Ruine sichern und schon bald setzte sich der Fürther Landrat Dietrich Sommerschuh für den Wiederaufbau der Cadolzburg ein. Dies geschah dann zwischen 1982 und 1995. Die Burg kann heute besichtigt werden und verfügt auch über Lokalitäten, auch kann auf dieser Burg der Bund der Ehe geschlossen werden. In Zukunft ist die Errichtung eines Burgmuseums geplant, in der mittelalterliches Leben nachempfunden werden kann.


Anlage

Die auf einer imposanten Felsnase gelegene Hauptburg besitzt eine schon von weitem erkennbare und hoch aufragende Ringmauer, die aus dem dem 13. Jahrhundert stammt. Der Ausbau der Wohngemächer erfolgte in der Spätgotik. In der geräumigen Vorburg sind die Höfe der Burgmannen und der Garten zu finden, landwirtschaftlich genutzte Flächen befanden sich im Tal. Die vor der Burg liegende Marktsiedlung hat ihren ursprünglichen Charakter größtenteils erhalten.

Erwähnenswertes

Der auf der Cadolzburg Ende des 18. Jahrhunderts wohnende Fürst Heinrich Ludwig Carl von Nassau-Zweibrücken-Ottweiler erlitt 1797 einen Reitunfall, an dem er verstarb.

Siehe auch

Weblinks

Karte

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