Burg Hohenstein

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Hohenstein
Gemeinde Kirchensittenbach
Entstehungszeit 12. Jahrhundert
Typologie Höhenburg
Höhe
Die Burg Hohenstein thront auf einem 634 Meter hohen Dolomitfels im fränkisch-oberpfälzischen Jura, weshalb der Hohenstein auch gerne als höchster bewohnter Punkt Mittelfrankens bezeichnet wird. Erstmals wird sie 1163 urkundlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Burgherren. Zunächst im Besitz von Sulzbacher Grafen, ging sie in den Besitz der Staufer, Wittelsbacher, der bayerischen Herzöge und schließlich der Reichsstadt Nürnberg über.
Burg Hohenstein

Inhaltsverzeichnis

Die Entstehungszeit

Obwohl viele Historiker davon ausgehen, dass die Burg bereits in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut wurde, wird sie erstmals 1163 urkundlich erwähnt. Die Burg Hohenstein war von Anfang an eine Verwaltungsburg und der Sitz eines Vogtes, Pflegers oder Amtmannes. Die Burg diente die längste Zeit als Vogtsitz mächtiger Herren. Die Grundlagen schuf König Heinrich II. mit der Gründung des Bistums Bamberg, dem er das Kloster Bergen überließ, das wiederum über einen großen Besitz bei Hersbruck verfügte.

Bis 1188 wohnten in der Burg die Grafen von Sulzbach, bis 1268 die Staufer. Nach dem unglückseligem Tod des letzten Staufers Konradin (1268) ging die Burg in den Besitz der Bayernherzöge. Diese hielten die Burg - mit zeitweiligen Unterbrechungen - bis zum Ausgang des Mittelalters in ihrer Hand.

Die Burg in Nürnberger Besitz

1504 ging die Burg für 10.000 Gulden an die im Landshuter Erbfolgekrieg siegreiche Reichsstadt Nürnberg, die sie als Verwaltungssitz zur Verwaltung und Verteidigung des neu erworbenen Nürnberger Landgebietes nutzte. Für seine Pfleger des Amtes Hohenstein ließ der Nürnberger Rat 1553 die Unterburg, das sogenannte „Langhaus" oder auch „Pflegamtsburg" genannt, errichten. Am 10. Oktober 1590 brannte das Gebäude vollständig aus, wurde kurz darauf aber wieder aufgebaut. Albrecht Alcibiades, brandenburg-kulmbachischer Markgraf, ließ die Burg nach ihrer Einnahme nur ca. 50 Jahre später zerstören. Nachdem Nürnberg den Krieg jedoch gewinnen konnte, wurde die Burg wieder aufgebaut. Der Wiederaufbau zog sich jedoch bis ins 17. Jahrhundert hin. Das 18. Jahrhundert überstand die Burg ohne größere Vorkommnisse.

Die Burg im Besitz des Königreichs Bayern

1806 wurde die Reichsstadt mit ihrem riesigen Landbesitz vom Königreich Bayern einverleibt. 1814 verkaufte der Staat die zur Burg gehörenden Felder, Wiesen und Wälder sowie einen Teil der Gebäude, das „Lange Haus“ und die Burgkapelle St. Georg an Hohensteiner Einwohner zu Wohnzwecken. Der durch Blitzschlag stark beschädigte Bergfried wurde damals fast vollständig abgetragen. Erst ab dem Jahr 1840 begann der bayerische Staat an seinem noch bestehenden Eigentum mit umfangreichen Sanierungsarbeiten.

Die Burg heute

1983 hat der Verschönerungsverein Hohenstein e.V. dem Freistaat Bayern die Burg abgekauft und die noch fälligen Sanierungs- und Stabilisierungsarbeiten übernommen. Bereits 1901 erwarb der Verein die Burgkapelle, die heute wieder für kirchliche Zwecke genutzt wird. In Planung ist derzeit eine Ausstellung in der Burg, in der die wechselvolle Geschichte dargestellt werden soll.

Spezialitäten

Hohenstein ist weithin bekannt für seine Windbeutelkreationen.

Öffnungszeiten und Preise

  • Von März bis November an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet, an Wochentagen kann man sich den Schlüssel im Lebensmittelladen „Lotte Igel“ abholen
  • Eintritt: Erwachsene 1,50 Euro, Kinder 1 Euro
  • Kontakt für Führungen: Georg Maul, Tel. 09152 423 oder 0170 6183509


Karte

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Siehe auch

Weblinks