Burg Kohlstein

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Burg Kohlstein ist die am spätesten erbaute Burg in der Fränkischen Schweiz. Sie liegt am Rande der Ortschaft Kohlstein.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Burg Kohlstein wurde um 1486 von Konz von Hirschaid erbaut und war ursprünglich wohl freies Eigen der Herren von Hirschaid. Später ging die Lehenshoheit an das Bistum Bamberg.

Im Bauernkrieg 1525 zerstört, erfolgte der Wiederaufbau umgehend. Das Geschlecht von Hirschaid musste aus Geldmangel die Burg wie auch die Herrschaft 1607/1608 verkaufen. Am 23. Mai 1608 erfolgte die Belehnung an Wolf Philipp Groß von Trockau zu Tüchersfeld mit Burg und Herrschaft durch das Hochstift Bamberg.

Im Dreißigjährigen Krieg scheint die Burg zerstört worden zu sein, denn 1636 wurde ein schlichter Neubau errichtet.

Zwischen 1707 und 1714 erfolgte eine umfassende Erneuerung. In diese Bauphase fiel auch der Bau eines Gartenhauses, welches 1743 zu einer Burg- bzw. Ortskapelle umgebaut.

Der Besitzer dieser Burg musste 1713 diese an Otto Philipp von Guttenberg verkaufen, nach dessen Tod erbte seine Nichte Maria Anna von Trockau, geb. von Guttenberg Burg und Herrschaft.

Die heute vorhandenen Bauten, ein Wohngebäude mit angebautem Turm, stammen überwiegend aus dem 18. Jahrhundert. Der Turm wurde 1890 erneuert.

Familie Groß von Trockau verkaufte 1961 die Burg, jedoch nicht die dazugehörende Burg- und Ortskapelle. Die Burg wechselte zwischenzeitlich mehrmals die Besitzer.

Literatur

  • Hellmut Kunstmann: Die Burgen der östlichen Fränkischen Schweiz. Nürnberg, 1965

Siehe auch

Weblinks