Challenge Roth

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Challenge Roth (vormals Quelle Challenge Roth und heute Datev Challenge Roth) ist ein Langdistanz-Triathlon, der jährlich im Juni oder Juli im Landkreis Roth stattfindet.

Inhaltsverzeichnis

Wettbewerb

Die Distanz des Rennens beträgt 3,8 km Schwimmen im Kanal bei Hilpoltstein, 180 Kilometer Radfahren im Landkreis Roth (der südlichste Punkt liegt in Greding) und einem abschließenden Marathon über 42,195 Kilometer. Ziel ist der Festplatz in Roth. Damit ist der Challenge Roth mit dem Norisring-Rennen die größte Sportveranstaltung in der Region. Rennleiter ist Felix Walchshöfer, Sohn des am 25. Oktober 2007 verstorbenen Gründers und Veranstalters Herbert Walchshöfer.

Vom Franken-Triathlon zum Challenge

Die Geschichte des Rother Triathlons begann 1984 mit dem Franken-Triathlon (Kurzdistanz), der vom Spalter Detlef Kühnel, der als Triathlet in Hawai gestartet war, initiiert wurde. In den drei Folgejahren wurden in Roth erst bayerische, dann deutsche und schließlich europäische Meisterschaften ausgetragen. 1988 richtete Kühnel schließlich erstmals den Ironman Europe Roth aus, der daraufhin jedes Jahr bis einschließlich 2001 stattfand. Da es Differenzen mit der World Triathlon Corporation (WTC) bei der Aushandlung eines neuen Lizenzvertrags gab, endete 2001 die Ironman-Lizenz.[1]

Daraufhin gründete Herbert Walchshöfer, der bis dahin Pressesprecher des Ironman gewesen war, mit dem Quelle Challenge Roth ein eigenes Label und löste Detlef Kühnel als neuer Veranstalter des Rother Triathlons ab. Organisiert wird der Challenge seither von Walchshöfers Familienunternehmen TeamChallenge GmbH.

2002 wurde der erste Challenge ausgetragen.
Parallel dazu gibt es seitdem eine Konkurrenzveranstaltung in Frankfurt am Main, den Ironman Germany; außerdem ist eine Qualifikation für den Ironman auf Hawaii in Roth nicht mehr möglich.

Nach dem Tod Herbert Walchshöfers übernahm dessen Sohn Felix Walchshöfer 2007 die Führung des Familienunternehmens. Zwischen 2003 und 2010 fungierte der Challenge Roth als Deutsche Meisterschaften auf der Langdistanz.

Aufgrund der Quelle-Insolvenz fand der Trithlon 2010 erstmals ohne seinen bisherigen Hauptsponsor als Challenge Roth statt. Ab 2013 konnte die Nürnberger Datev als Titelsponsor für mindestens drei Jahre gewonnen werden.

Challenge-Wettkampfserie

Felix Walchshöfer baute den Challenge Roth zu einer internationalen Triathlon-Serie aus. Die jeweiligen Veranstalter vor Ort zahlen dabei Lizenzgebühren an die TeamChallenge GmbH in Roth. Erster Ableger war Neuseeland, wo im Januar 2007 der erste Challenge Neuseeland in Wanaka über die Langdistanz stattfand. Bis ins Jahr 2012 hat sich die weltweite Challenge-Serie auf insgesamt 12 Wettkämpfe erhöht. Der in Kapstadt geplante Challenge musste jedoch 2011 abgesagt werden und wurde 2012 nach weiteren Schwierigkeiten aufgegeben.
Als nordamerikanischer Ableger kam das Kanadische Penticton, das von 1987 bis 2012 dem konkurrierenden Ironman-Label angehört hatte, für mindestens fünf Jahre zum Challenge. Der erste Start des Challenge Penticton erfolgt im August 2013.[2]

Siegerinnen und Sieger des Challenge Roth

Spannender Schlusssprint beim Challenge 2003. Lothar Leder siegt knapp vor Chris McCormack
Foto: Roland Fengler/NZ

Bei der Challenge-Premiere am 14. Juli 2002 siegte, wenn man die Vorgängerveranstaltung mitberücksichtigt, zum dritten Mal in Folge Lothar Leder (Darmstadt) in 8:17:25 Stunden vor Cameron Brown (Neuseeland; 8:21:29 Stunden) und Thomas Hellriegel (Bruchsal; 8:21:53 Stunden). Bei den Frauen gewann Nina Kraft (Braunschweig) in 9:12:41 Stunden vor Erika Csomor (Ungarn; 9:32:43) und Nicole Leder (Darmstadt; 9:46:00).

Nach einem spannenden Schlussspurt im Zielbereich gewann 2003 Lothar Leder zum vierten Mal in Folge vor dem ehemaligen ITU-Weltmeister Chris McCormack (Australien). Leder, der nach 8:11:50 Stunden ins Ziel kam, hatte nur drei Sekunden Vorsprung vor McCormack, der erstmals in Roth gestartet war. Dritter wurde der Franzose Francois Chabaud in 8:23:02 Stunden. Bei den Frauen siegte Nicole Leder (Darmstadt) in 9:15:01 Stunden vor Heike Funk (Unterwössen; ehemals TSV Katzwang; 9:28:33 Stunden) und Erika Csomor (Ungarn; 9:29:16 Stunden).

In den folgenden Jahren dominierte Chris McCormack (Hawaii-Sieger aus dem Jahr 2007) das Rennen und gewann 2004, 2005, 2006 und 2007 vier Mal in Folge. Den angepeilten neuen Weltrekord verpasste er jedoch im Jahr 2007 knapp. Den hatte der Belgier Luc van Lieder im Jahr 1997 aufgestellt (7:50:27 Stunden), als es allerdings noch keine Dopingkontrollen gegeben hatte.

Sieger 2006 waren bei den Männern Chris McCormack, Faris Al-Sultan und Kieran Doe. Bei den Frauen gewann Joanna Lawn vor Belinda Granger und Karen Holloway. Sieger 2007 waren bei den Männern Chris McCormack, Eneko Llanos und Peter Jacobs. Bei den Frauen Yvonne van Vlerken vor Joanna Lawn und Belinda Granger. Erstmals war Thomas Hellriegel, der erste deutsche Hawaii-Sieger aus dem Jahr 1997, im Jahr 2007 wieder nach Roth zurückgekehrt.

  • 2008: Patrick Vernay (8:09:34), Yvonne van Vlerken - neue Weltbestzeit (8:45:48)
  • 2009: Michael Göhner (07:55:53), Chrissie Wellington - neue Weltbestzeit (08:31:59)
  • 2010: Rasmus Hennung (7:52:36), Chrissie Wellington GB (8:19:13) - neue Weltbestzeit
  • 2011: Andreas Raelert (7:41:33) neue Weltbestzeit , Chrissie Wellington GB (8:18:13) neue Weltbestzeit
  • 2012: James Cunnama (07:59:59), Rachel Joyce (08:45:04)
  • 2013: Dirk Bockel (07:52:01, Caroline Steffen (08:40:35)
  • 2014: Timo Bracht (07:56:00), Mirinda Carfrae (08:38:53)


Literatur

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. "„Ich war ein sportlicher Tausendsassa“ - Triathlon-Veranstalter Kühnel meldet sich zurück", NZ-Artikel vom 2.7.03
  2. Challenge-Family begrüßt neues Mitglied, Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung vom 25.8.12