Clemens II.

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Clemens II.

Der Papst Clemens II. (Suidger, Graf von Morsleben und Homburg, * 1005, † 1047) ist der einzige Papst, der nördlich der Alpen (im Bamberger Dom) begraben liegt.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Suidger, der schon Domkanoniker, Kaplan und Hofkaplan gewesen war, wurde im Jahr 1040 von Heinrich III. zum Bischof des Bistums Bamberg bestimmt. Der König nahm auch entscheidenden Einfluss auf die weitere Laufbahn Suidgers: Der König reiste zu seiner Kaiserkrönung 1046 nach Rom und setzte Päpste sowie Gegenpäpste Gregor VI., Benedikt IX. und Silvester III. kurzerhand ab. Stattdessen ernannte er Suidger zum Kirchenoberhaupt. Im gleichen Jahr, in dem er zum Nachfolger Petri ernannt wurde, krönte der neue Papst auch Heinrich III. zum Kaiser. Außergewöhnlich war, dass er sein Bamberger Bistum als erster Papst in der Geschichte beibehielt.

Trotz seiner kurzen Amtszeit von nur zehn Monaten gelang es dem neuen Papst, einige Erneuerungen in der Kirche durchzuführen, so etwa gegen den damals üblichen Handel mit Ämtern. 1047 starb Clemens II. unter nicht geklärten Umständen. Untersuchungen seiner Leiche ergaben später eine außergewöhnlich hohe Bleikonzentration, die allerdings auch auf damals übliche Ernährungsgewohnheiten zurückgeführt werden kann. Als Initiator eines möglichen Giftanschlages wurde immer wieder sein Vorgänger Benedikt IX. verdächtigt, der sich nach dem Tod des deutschen Papstes sein Amt zurückholte.

Durch die Überführung seines Leichnams nach Bamberg fünf Jahre nach seinem Tod erlangten das Bistum Bamberg und der Bamberger Dom besondere Privilegien: So untersteht das Erzbistum direkt Rom und der Dom genießt den Status einer päpstlichen Basilika.

Literatur

Siehe auch

Weblinks