Concordiabrunnen (Bamberg)

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Concordiabrunnen in Bamberg, ein Brunnen mit bewegter Geschichte

Chronik

Neben dem Bamberger Stadtplan von 1602 - den sogenannten Zweidlerplan - ist die Handschrift Aurifodina die älteste Überlieferung dieses Zieh-Brunnens ind optischer Form. Letztere Handschrift, die auch als erstes Denkmalinventar Bambergs gilt wurde von Johann Sebastian Schramm zwischen 1772 und 1780 erstellt. Die Ansicht dieses Brunnens in dieser Handschrift gibt das Aussehen wider, wie der Brunnenaufbau vor 1778 aussah. Es war ein Ziehbrunnen, welcher nach hinten abgeschlossen war; er hatte sozusagen eine Nische wie auch auf der linken Säule die Entstehungszeit dieses Brunnens eingraviert war nämlich die Jahreszahl 1485 sowie einige bis heute nicht identifizierte Buchstabenkombinationen.

Dieser Brunnen wurde 1778 mit einem Rokokoaufbau versehen, welcher im Gegensatz zu den anderen öffentlichen Brunnen über ein Pumpwerk verfügte.

Dieser Aufbau von 1778, der durch einen unbekannten Bildhauer geschaffen wurde ist im Vergleich mit der Radierung von Anna Löffler-Winkler 1913/14 im Bereich des Brunnenbeckens verschönert worden. Zu dieser Änderung des Brunnens wurde von einen Herrn namens Murr ein Plansatz angelegt, welcher dann späterhin die Grundlage zur Wiedererrichtung dieses Brunnens darstellte.

1946 wurde durch einen amerikansichen LKW dieser Brunnenaufbau zerstört. Der erhaltene Brunnenrand- und schacht wurde durch einen Holzdeckel verschlossen, 1963 wurde der Holzdeckel entfernt und der Schacht mit einen etwas unter dem Brunnenrand eingelassenen Betondeckel abgedeckt, die Vertiefung als Blumentopf verwandt.

Diesen Zustand sagte dann - jedoch nicht erreicht - kurz nach ihrer Gründung 1968 die Schutzgemeinschaft "Alt-Bamberg" den Kampf an. Mit dem Zusammenfinden einiger Personen zur Tischrunde Die "Stadtwaaf´n" begann die Auseinandersetzung mit der Verwaltung der Stadt Bamberg 1982 neu; mit dem Ergebnis, dass die Stadt interessiert sei diesen Brunnen wieder in alter Pracht zu sehen. So beschloss die Tischrunde, diesen Brunnen zu einen Bürgerprojekt zumachen. Durch das Interesse vieler Bürger - und auch der Schüler des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums kam so ein Betrag von 40.000 DM zusammen, den Rest auf 120.000 DM legte die Stadt Bamberg zu.

Der Auftrag, diesen Brunnen neu zu gestalten, erhielt die Firma Ulrich Bauer-Bornemann. Die Übergabe des Brunnens geschah 1990.

Quellen

  • Die Kunstdenkmäler in Bayern, Bamberg-Immunitäten der Bergstadt, Band 3/1, Seite 637
  • Stadtarchiv Bamberg D2037
  • Stadtarchiv Bamberg D2033

Siehe auch