Daniela Götz

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Daniela Götz (* 23. Dezember 1987 in Nürnberg) ist eine deutsche Schwimmerin.

Daniela Götz
Foto: Roland Fengler/NZ

Inhaltsverzeichnis

Zur sportlichen Laufbahn

Daniela Götz war Teilnehmerin bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen und holte mit der 4x100-Meter-Freistil-Staffel die Silbermedaille. Nach der Olympiade wechselte sie vom TSV Katzwang zur SSG 81 Erlangen. Ihr derzeitiger Trainer ist Roland Böller. Zu den Olympischen Spielen führte sie ihr damaliger Vereinstrainer Christian Brandner vom TSV Katzwang.

Literatur

  • nn: Götz schwimmt ins Staffel-Quartett. Stechen entschied bei Männern. In: Nürnberger Nachrichten vom 4. August 2008 - NN
  • Melanie Bachhuber: Schwimmerin Daniela Götz. Das blonde Küken ist längst flügge. In: Nürnberger Zeitung Nr. 183 vom 7. August 2008, S. 3 - NZ

Siehe auch

Weblinks


Artikel in der NZ

  • Originaltext! Dieser Text stammt aus der Nürnberger Zeitung, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht editierbar. Das Anlegen weiterer Abschnitte ist aber durchaus erwünscht!

Daniela Götz
Foto: Roland Fengler/NZ
"Daniela Götz aus Katzwang ist der Sprung an die nationale Spitze gelungen
Das Becken als besserer Laufsteg
Von MARKUS KAISER
SCHWABACH/NÜRNBERG (NZ). - Wenn Christian Brandner von seinem neuen Schwimm-Sternchen Daniela Götz erzählt, gerät der Trainer des TSV Katzwang ins Schwärmen: Das 15-jährige Nachwuchstalent könne einmal eine ganz Große werden im internationalen Schwimm-Zirkus. Nur Franziska van Almsick könne es mit der blonden Gymnasiastin aufnehmen, was das Aussehen betrifft. »Und in Daniela steckt noch viel Potenzial«, lobt der Rechtsanwalt aus Schwabach die Neuntklässlerin.
27 Vereinsrekorde hält Daniela Götz beim TSV Katzwang, 14-fache bayerische Meisterin ist sie inzwischen sowie elffache deutsche Jahrgangs- und Juniorenmeisterin. Doch die Erfolge aus der Vergangenheit verblassen alle, wenn man auf dieses Jahr schaut. In dieser Saison schaffte es die 15-Jährige in die Nationalmannschaft: Bei den Deutschen Meisterschaften Mitte Mai in Hamburg wurde Götz auf ihrer Paradestrecke 50 Meter Freistil Zweite hinter Spitzenschwimmerin Sandra Völker und qualifizierte sich mit den 25,47 Sekunden für die Weltmeisterschaften in Barcelona.
Vier Goldmedaillen
In den Vorläufen der 4x100-m- Staffel und der 4x200-m-Staffel durfte Daniela Götz in Barcelona starten - und im Einzel über 50m kraulte sie als Zehnte des Vorlaufs ins Halbfinale, in dem sie allerdings ausschied. Ein achtbares Ergebnis für ihre erste WM-Teilnahme. Barcelona war ohnehin nur die Kür, eine Woche später die Junioren-EM in Glasgow die Pflicht, die die Katzwangerin mit Bravour meisterte. Mit vier Goldmedaillen trat die Sprint-Spezialistin die Heimreise an.
Die Region darf sich damit neben der erfolgreichsten Schwimmerin Deutschlands, Hannah Stockbauer aus Nürnberg, auch noch mit der erfolgreichsten Nachwuchsschwimmerin brüsten. Beide haben Chancen auf die Olympischen Spiele nächstes Jahr in Athen. Von der dreifachen WM-Siegerin Hannah Stockbauer werden Medaillen erwartet, für Daniela Götz ist dabei sein alles.
Doch jetzt ruht sich die 15-Jährige erst einmal zu Hause in Katzwang aus. Als eine der Letzten des WM-Teams beginnt die Schülerin des Sigmund-Schuckert-Gymnasiums in Eibach erst am 1.September wieder mit dem Training. »Sie war so lange nicht daheim und braucht jetzt die Pause«, sagt Christian Brandner. Trainingslager in der Sierra Nevada mit dem DSV-Team, ein Lehrgang mit den Nachwuchsschwimmern in Heidelberg, dazwischen die Ehrung von Kultusministerin Monika Hohlmeier mit dem Sportpreis für herausragende Nachwuchssportler, der mit 10000 Euro dotiert ist. Danach ging es weiter zur Vorbereitung auf Mallorca, von dort nach Barcelona und schließlich nach Glasgow.
 »Reisen macht Spaß«, sagt Daniela Götz, die mit sieben Jahren vom Ballett zum Schwimmen gewechselt ist. Früh wurde ihr Talent erkannt. Doch die 15-Jährige sagt heute: »Ich habe immer gedacht, ich mache das alles nur so zum Spaß. Dass ich bei Wettkämpfen so mithalten kann, war mir damals noch nicht so bewusst.« Auch heute noch setzt sie die Prioritäten zunächst auf die Schule, dann erst aufs Schwimmen. »Das Abi will ich auf jeden Fall machen, danach vielleicht Medizin studieren«, sagt Götz. Doch zurzeit will sie nur eines: sich ausruhen von ihrer bisher anstrengendsten Saison."
(Aus: Nürnberger Zeitung vom 16. August 2003)


"Die Sprintspezialistin aus Katzwang ist wieder in Form
Daniela Götz holte auf ihrer Weltreise Bronze
NÜRNBERG (NZ). - Von einer Polizei-Eskorte ist der Bus mit den deutschen Schwimmern zum Training in Rio de Janeiro geleitet worden. Eineinhalb Stunden fuhren Daniela Götz und die weiteren Athleten des deutschen Teams vom Hotel zur Halle. »Ich finde es hier voll geil«, freute sich die 16-jährige Sprintspezialistin des TSV Katzwang. In diesem Umfeld schwamm Götz beim Weltcup über 100 m Freistil persönliche Bestzeit.
Nach 55,08 Sekunden schlug die Schülerin des Sigmund-Schuckert-Gymnasiums in Nürnberg-Eibach als Dritte hinter der Schwedin Johanns Sjöberg (53,58) und der Brasilianerin Rebeca Gusmao (54,50) an und kassierte 500 Dollar. »Es gefällt mir hier sehr gut«, resümierte Daniela Götz nach ihrer Weltcup-Reise nach New York und Rio, ihren Einkaufstouren in den beiden Metropolen und ihren beiden Weltcup-Teilnahmen, zu denen sie ihr Trainer, Christian Brandner, begleitet hatte.
Heute Vormittag kommt Götz am Flughafen in Nürnberg an. Neben der Bronzemedaille über 100 m Freistil hat sie einen vierten Platz über 100 m Lagen im Gepäck (1:04,55 Minuten). In New York war die Katzwangerin auf der Kurzbahn über 50 und 100 m Freistil ins Finale gekommen und hatte als Sechste (25,38) bzw. Siebte (55,41) angeschlagen. Nach ihrem Durchhänger bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im November in Gelsenkirchen hat Daniela Götz wieder zu ihrer Form gefunden. Wie die Vorbereitung weitergeht, wird sie nun mit ihrem Trainer besprechen.
Bei Hannah Stockbauer und Teresa Rohmann von der SSG 81 Erlangen stehen die nächsten Wettkämpfe vor dem Trainingslager im US-amerikanischen Flagstaff fest: In Burghausen und in Magdeburg starten die dreifache Schwimm-Weltmeisterin und die Lagenspezialistin, die auf die diesjährige Weltcup-Saison völlig verzichtet haben. Vor zwei Wochen sind sie aus dem Trainingslager in Südafrika zurückgekehrt. »Es war schön, aber anstrengend«, sagt Rohmann, die bei den Kurzbahn-EM in Dublin im Dezember zwei Bronzemedaillen geholt hatte. Der Weg zu Olympia nach Athen ist hart.
Markus Kaiser"
(Aus: Nürnberger Zeitung vom 10. Februar 2004)


"Daniela Götz vom TSV Katzwang startet in der deutschen Schwimm-Staffel
Der neue fränkische »Goldfisch«
Von MARKUS KAISER
Leichtathletik, Schwimmen, Radfahren, Hockey und Tennis - Mittelfranken sind in fünf Sportarten bei den Olympischen Spielen in Athen dabei. Die NZ stellt in ihrer Serie »Frankens Asse in Athen« alle Sportler vor, die für einen fränkischen Verein starten oder die aus Franken stammen und die für Olympia nominiert wurden. Der fünfte Teil ist der Schwimmerin Daniela Götz vom TSV Katzwang gewidmet, die in Athen im Vorlauf der 4x100-m-Freistil-Staffel startet.
NÜRNBERG (NZ). - Was das touristische Begleitprogramm betrifft, hat Daniela Götz ihren Saisonhöhepunkt längst hinter sich. Anfang Februar schwamm die 16-jährige Nürnbergerin bei zwei Weltcups in New York und in Rio de Janeiro. Eine Polizei-Eskorte hat den Bus mit den deutschen Schwimmern in Rio immer zum Training begleitet, die Einkaufsmeilen haben dem Nachwuchstalent besonders gut gefallen, und als Daniela Götz auf den Zuckerhut vor Brasiliens Metropole blickte, entfuhr der Sprint-Spezialistin des TSV Katzwang nur ein »wunderbar«. »Ich finde es hier voll geil«, telefonierte sie ihren Eltern nach Katzwang durch.
Den sportlichen Höhepunkt dieser Saison und ihrer bisherigen Karriere erlebt Daniela Götz erst am Samstag, 14. August, wenn sie im Vorlauf der 4x100-m-Freistil-Staffel mit Petra Dallmann, Britta Steffen und Sandra Völker startet. Die vier Athletinnen schwimmen zwei Plätze für den Endlauf aus, für den Franziska van Almsick und Antje Buschschulte gesetzt sind, weil sie bei den Deutschen Meisterschaften im Juni in Berlin die ersten beiden Plätze belegt haben.
In den Endlauf zu kommen, wird für Daniela Götz nicht leicht. Sie will sich aber nicht unter Druck setzen: »Olympia ist etwas ganz Besonderes. Ich freue mich, dass ich überhaupt dabeisein darf.« Und ihr Ziel lautet: Ihre persönliche Bestzeit von 55,40 Sekunden zu verbessern, die sie bei der DM aufgestellt hat. Ihr Vereinstrainer, Christian Brandner, sieht dann durchaus Chancen für seine Athletin: »Es sieht gut aus, dass sie den Vorlauf übersteht. Ich bin optimistisch, dass sie ins Finale kommt.« In letzter Zeit habe Daniela Götz »gut und konsequent gearbeitet«: »Sie macht einen guten Eindruck und hat sich seit den Weltmeisterschaften vor einem Jahr in Barcelona gut weiterentwickelt.« Das Lob des sonst eher kritischen Trainers zählt für das Nachwuchstalent besonders viel.
Die Ausgangsbedingungen für Daniela Götz waren in dieser Saison nicht besonders gut: Bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im November in Gelsenkirchen schied die damals noch 15-Jährige über 50, 100 und 200 m bereits im Vorlauf aus. Weil sie im Gegensatz zu ihrer Freundin Teresa Rohmann von der SSG 81 Erlangen, mit der sie in Athen in einem Zimmer wohnen wird, keine Auszeit in der Schule genommen hat, musste Daniela Götz im Frühjahr pauken, statt wie die Schwimmer aus Erlangen oder aus Magdeburg ins Höhentrainingslager zu fliegen. Nur zwei Wochen Italien sprangen in den Osterferien für die Schülerin heraus, und in diesen beiden Wochen erkrankte sie auch noch.
Aufwärts ging es erst wieder bei der DM in Berlin, der einzigen Qualifikationsmöglichkeit für die Olympischen Spiele. Am ersten Tag hatte sie über 50 m trotz eines neuen Altersklassenrekords die Quali noch verpasst. »Danach war der Druck weg und ich bin viel befreiter geschwommen«, erinnert sich Götz in einem Gespräch mit der NZ. Und sie erreichte über 100 m Freistil als Fünfte mit 55,40 Sekunden exakt die vom Deutschen Schwimm-Verband geforderte Normzeit.
 »Man sieht an Leuten wie Helge Meeuw, Teresa Rohmann und Daniela Götz, dass die jungen Wilden nachrücken«, lobte DSV-Teamchef Ralf Beckmann. Als Belohnung setzte er sie keine halbe Stunde nach ihrer neuen persönlichen Bestzeit auf die Nominierungsliste für Athen. Die Koffer für die nächste Reise sind längst gepackt, denn bereits morgen geht es zur Vorbereitung mit dem gesamten DSV-Team ins Trainingslager auf Mallorca.
Eigentlich ist Daniela Götz ja gerne zu Hause, liest im Garten des Reihenhauses der Familie Götz im Nürnberger Stadtteil Katzwang gerne Bücher aus dem Regal ihres Vaters (zurzeit »Der Gesang der Toten« von Stephen King) oder entspannt einfach in ihrem Zimmer. Vier Wochen trainingsfrei hat ihr Christian Brandner für die Zeit nach Athen gegeben. Verreisen will sie in dieser Zeit nicht, sondern sich lieber zu Hause ausruhen. Zum neuen Schuljahr wechselt sie das Gymnasium: Vom Sigmund-Schuckert-Gymnasium in Eibach in die Sportklasse der Bertolt-Brecht-Gesamtschule. »Die können besser auf mich eingehen«, meint die 16-Jährige, die wegen Wettkämpfen oder Trainingslagern öfter fehlen muss.
Als sie 1996 mit dem Schwimmen begann und ihren älteren Brüdern Christian (21) und Christopher (18) nacheiferte, war an diese Karriere noch nicht zu denken. Weil sie zum Ballett nicht mehr regelmäßig gehen wollte, hatten sie ihre Eltern Karin und Karlheinz zum TSV Katzwang gesteckt; das Hallenbad konnte Daniela mit dem Rad gut erreichen. Den Durchbruch schaffte sie im Jahr 2001, als sie über 50 und 100 m Freistil überraschend deutsche Jahrgangsmeisterin wurde. Zwei Jahre später holte Götz bei den Junioren-EM vier Titel und wurde zum neuen fränkischen »Goldfisch«. Nun scheint sie auch den Sprung zu den Erwachsenen gut zu schaffen."
(Aus: Nürnberger Zeitung vom 3. August 2004)


"Schwimmtalent Daniela Götz über ihren Wechsel zur SSG 81 Erlangen:
»Ich denke, ich kann jetzt mehr rauskitzeln«
Bis zum 18. Januar trainiert Daniela Götz in Südafrika. Die 17-jährige Nürnbergerin, die für die SSG 81 Erlangen startet, ist eine der größten Schwimmhoffnungen Deutschlands im Sprintbereich. Von den Olympischen Spielen in Athen kehrte die Katzwangerin mit einer Bronzemedaille mit der Staffel zurück, bei den Kurzbahn-Europameisterschaften im Dezember in Wien holte sie mit der Staffel Silber. Die NZ sprach mit Daniela Götz vor dem Abflug ins Trainingslager über ihren Vereinswechsel, die Schule und ihre Ziele in dieser Saison.
Frau Götz, ist es schwer gefallen, sich nach Olympia wieder zu motivieren?
Götz: Nee, ich bin in kein Loch gefallen. Ich hatte vier Wochen Pause. Ich war froh, wieder ins Wasser zu können. Ich wusste nicht, was ich die ganze Zeit tun sollte.
Wie wohl fühlen Sie sich auf der Kurzbahn?
Götz: Nicht so, ich schwimme lieber auf der Langbahn. Das war schon die letzten Jahre so, dass ich im 50-Meter-Becken immer besser war. Auf der Langbahn war ich immer gut, auf der Kurzbahn eher nicht so. Das kann an den Wenden liegen, ich weiß es auch nicht so genau. Aber ich habe ja noch Zeit, die Wenden zu verbessern.
Wie sieht Ihr Trainingspensum in dieser Saison in Erlangen im Vergleich zum Vorjahr beim TSV Katzwang aus?
Götz: Ich mache mehr als letztes Jahr, vor allem mehr Wassereinheiten. Ich habe noch immer Einheiten für die Grundlagenausdauer, ich mache jetzt aber viel für den Sprint. Früher habe ich Kilometer runtergebolzt wie eine Blöde. Jetzt steht der Sprint im Mittelpunkt. Insgesamt mache ich zehn Einheiten im Wasser. Sechs Mal pro Woche habe ich Trockentraining.
Wie wurden Sie in Erlangen aufgenommen?
Götz: Wir sind eine ganz neue Gruppe. Es sind auch viele Jüngere dazugekommen. Ich wurde hier im Verein gut aufgenommen.
Sie stehen folglich weiterhin zu 100 Prozent hinter Ihrem Vereinswechsel?
Götz: Ja, auf jeden Fall. Das war richtig. Christian (der langjährige Katzwanger Vereinstrainer Christian Brandner, d. Red.) hat ja jetzt auch aufgehört. Wenn ich in Katzwang geblieben wäre, wäre ich blöd dagestanden.
Seit wann stand Ihr Wechsel fest?
Götz: Ich hatte mir das Ganze schon vor Olympia überlegt. Erst danach habe ich es aber gesagt. Wenn ich es davor gesagt hätte, wäre genau dasselbe passiert. Dann hätten sich einige auch nicht besser verhalten.
Haben Sie Christian Brandner nach der Bekanntgabe Ihres Wechsels mal getroffen und sich ausgesprochen?
Götz: Ich habe ihn ein Mal gesehen. Viel gesprochen haben wir nicht. Ich mache mir keine Gedanken über diese Angelegenheit. Lassen Sie uns lieber über was anderes reden!
Wie gut kommen Sie mit Ihrem neuen Trainer, Roland Böller, in Erlangen zurecht?
Götz: Gut, ja, bestens.
Sie haben bisher im Winter im 25-Meter-Becken in Katzwang, im Sommer im 50-Meter-Becken beim 1. FC Nürnberg trainiert. Versprechen Sie sich einen Leistungsschub davon, dass Sie in Erlangen künftig das ganze Jahr auf der Langbahn trainieren können?
Götz: Ich denke schon, dass ich mehr rauskitzeln kann. Alle glauben ja, dass wir in Nürnberg auch eine 50-Meter-Bahn brauchen. Die wichtigsten Wettkämpfe sind ja auch auf der 50-Meter-Bahn.
Sie haben seit September einen weiteren Weg ins Training und müssen täglich von Katzwang nach Erlangen fahren.
Götz: Deshalb mache ich jetzt vorzeitig meinen Führerschein, damit ich selber fahren kann. Vier bis fünf Theoriestunden habe ich schon. Wenn ich aus dem Trainingslager heimkomme, wollte ich mit den Fahrstunden anfangen. Zurzeit wechseln sich meine Eltern und die von Teo (Mannschaftskollegin Teresa Rohmann, d. Red.) noch mit dem Fahren ab.
Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Verlauf dieser Saison?
Götz: Bisher ist alles gut gelaufen. Im letzten Jahr bin ich bei der Deutschen auf der Kurzbahn richtig schlecht geschwommen. Ich habe nicht gedacht, dass ich in diesem Jahr so gut bin.
Ab wann wussten Sie, dass Sie sich diesmal für die Kurzbahn-Europameisterschaften qualifizieren könnten und dass Sie so gut in Form sind?
Götz: Ich wusste schon vor der Deutschen in Essen, dass ich gut in Form bin. Ich wusste aber nicht, dass ich es umsetzen kann. Das habe ich erst gemerkt, als ich geschwommen bin. Natürlich gibt das mir auch Auftrieb, wenn ich sehe, wie gut Teo zurzeit schwimmt.
Wird man Sie bei einem Weltcup starten sehen, bevor die Wettkampfsaison auf der Langbahn beginnt?
Götz: Ja, im Januar starte ich beim Weltcup in Berlin, im Februar in Brasilien. Ich habe ja schon im letzten Jahr zwei Weltcups gemacht. Eigentlich habe ich mich für New York eingetragen, das ist dann aber gescheitert, weil zu viele andere Deutsche schon starten. Wir wollen uns ja nicht gegenseitig die Plätze wegnehmen. New York ist sehr schön, Brasilien ist aber noch schöner. Die Weltcups sind ganz gut, um etwas Wettkampfpraxis zu bekommen. Danach bereite ich mich auf die Deutsche Meisterschaft in Berlin vor. Natürlich wäre ich dann im Sommer in Montreal bei der WM gerne dabei.
Sie haben nicht nur Ihren Verein gewechselt, sondern auch die Schule. Seit September sind Sie an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Langwasser und nicht mehr am Sigmund-Schuckert-Gymnasium in Eibach. Wie läuft es zurzeit in der Schule?
Götz: Ganz gut. Ich fühle mich recht wohl. In der zehnten Klasse sind mehr Lernfächer drin. Jetzt in der elften ist das nicht mehr so, weil es mehr Hauptfächer gibt. Deshalb lerne ich auch nicht mehr als im letzten Jahr. Es gibt ja viele, die sagen, die zehnte ist die schwerste.
Mussten Sie vor dem jetzigen Trainingslager überlegen, ob Sie überhaupt mitfahren können? Ihre neue Vereinskollegin Hannah Stockbauer bleibt zu Hause und konzentriert sich auf ihre Ausbildung als Industriekauffrau bei Siemens.
Götz: Rolli (Vereinstrainer Roland Böller, d. Red.) hat am Anfang des Jahres gesagt, wenn ich Probleme mit der Schule habe, dann gehe ich nicht mit. Ich habe aber keine Probleme.
Wie kümmert sich Ihre Sportschule um Sie?
Götz: Vier Mal in der früh habe ich Training in Altenfurt. Dort gibt es einen Lehrer, der das übernimmt. Ich bekomme von meinem Trainer dafür immer die Trainingspläne geschrieben. Das ist besser in den gesamten Tagesablauf integriert, als es an meiner alten Schule möglich war.
Haben Sie sich schon für Leistungskurse in der Kollegstufe entschieden?
Götz: Wahrscheinlich werde ich Bio und Englisch nehmen. Das interessiert mich am meisten. Die Kombination Bio und Sport gibt's ja leider nicht - obwohl es gut zusammenpasst. Sport-LK wäre aber gar nicht mal so meins. Da muss man ja nicht nur Schwimmen, da gibt's auch Volleyball und Basketball. Ich denke, von Bio habe ich mehr als von Sport.
Fragen: Markus Kaiser"
(Aus: Nürnberger Zeitung vom 15. Januar 2005)


"Schwimmer haben besonders häufig Probleme mit ihrer Haut
Was Daniela Götz gegen ihre Pickel tun kann
Von Markus Kaiser
Endlich mal ein paar »schöne Fotos«, so ganz ohne Pickel und rote Augen durch das Chlorwasser und die Schwimmbrille - das hat sich Hannah Stockbauer sehnlichst gewünscht. »Ich wollte halt auch mal ein paar schöne Bilder von mir«, hat die fünffache Schwimm-Weltmeisterin aus Nürnberg gesagt, nachdem sie sich im Jahr 2001 für die Oktober-Ausgabe des Männermagazins »Maxim« erotisch ablichten hat lassen.
Schwimmer, das weiß auch die Hautärztin Tina Hahn von der Uniklinik in Gießen, haben besonders häufig Probleme mit ihrer Haut. Deshalb war Daniela Götz, wie Hannah Stockbauer bis zu ihrem Laufbahnende auch für die SSG 81 Erlangen im Einsatz, prädestiniert, um einen Container des »Centrums gesunde Haut« auf dem Jakobsplatz einzuweihen. In der vergangenen Woche konnten sich Nürnberger dort drei Tage lang untersuchen und beraten lassen, wie sie ihre Haut besser pflegen und vor allem vor Sonnenlicht schützen können.
Die rote Haut kommt vom Chlor
Daniela Götz, 18 Jahre alt, hat blonde, schulterlange Haare, sieht hübscher aus als die deutsche Durchschnittsschwimmerin. Aber nach ihren zehn Trainingseinheiten pro Woche hat auch sie immer wieder Hautprobleme. »Das kommt vom Chlor«, erklärt sie, »das trocknet richtig aus, und ich bekomme auch immer so Pickel.« Und eine rote Haut in der unteren Gesichtshälte, schiebt die Olympia-Teilnehmerin aus Athen hinterher. Deshalb cremt sie ihre Haut nach dem Schwimmen immer wieder ein. Ein Muss sei das, findet sie.
Die Dermatologin Tina Hahn gibt der Freistilsprinterin Recht: »Gleich nach dem Schwimmen sollte man sich gut eincremen.« Am besten - schiebt sie hinterher - mit einer harnstoffhaltigen Creme. »Die erhält die Feuchtigkeit besser.« Man müsse der Haut das sofort zurückgeben, was das Wasser entzogen habe: nämlich Feuchtigkeit und Fett. »Sonst trocknet die Haut aus, es gibt eher ein Ekzem, und Bakterien haben leichter die Möglichkeit einzudringen«, erklärt die Hautärztin aus Gießen.
Besonders schlimm haben es Profi-Sportler - weil sie im Chlor-Wasser statt im Badesee planschen. »Chlor verstärkt den Effekt und trocknet die Haut stärker aus«, weiß Tina Hahn. Hinzu kommt: »Unter einer halben Stunde geht man ja nicht wieder aus dem Wasser.« Die Trainingseinheiten von Daniela Götz, verrät die Athletin selbst, dauern sogar jeweils zwei Stunden. »Ein Badesee wäre nicht so schlimm«, meint Hahn. Eine Badewanne - vor allem wegen der Zusätze - noch besser.
Trotzdem: Am besten sollte man in eine Apotheke gehen und sich beraten lassen, welche Creme einem hilft. In Drogerien gebe es oftmals weniger qualifizertes Personal. Beratung sei aber notwendig. »Es gibt schließlich unterschiedliche Hauttypen«, erklärt die Hautärztin. Daniela Götz ist eher ein heller Typ.
Wie eine Wasserleiche
Etwas erschrocken sieht die Schwimmerin aus, als sie im Container am Jakobsplatz ein Foto ihres Gesichts erhält, das von einer UV-Kamera aufgenommen worden ist. Wie eine Wasserleiche in einer Folge des ARD-»Tatort« ist die 18-jährige Katzwangerin darauf abgebildet. »An die Wand hänge ich mir das Bild sicher nicht«, meint Daniela Götz. Vielleicht sollte auch sie lieber einmal bei den Fotografen von »Maxim« anklopfen."
(Aus: Nürnberger Zeitung vom 6. Juni 2006)