Diözesanmuseum Bamberg

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Diözesanmuseum Bamberg
Ort Bamberg, Domplatz 5
Typ
Eröffnet 1966
Museumsleiter
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Website
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Das Diözesanmuseum Bamberg ist in dem von Balthasar Neumann erbauten Kapitelshaus untergebracht. Den Grundstock zu den seit 1966 bestehenden Museum bildet der Domschatz. Das Museum beherbergt Kunstschätze allererster Güte, so u. a. Textilien des 11. Jahrhunderts sowie sakrale Kunst in vielen Exemplaren.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Reste des Domschatzes, welche nicht nur durch die Säkularisation – 1803 - minimiert wurden, verblieben bis weit in das 20. Jahrhundert in einigen Räumen des Kapitelhauses, auch zur Besichtigung, aufbewahrt.

Möglicherweise war die Ansage, in Bamberg 1966 den 85. Deutschen Katholikentag abzuhalten, der Moment, die Planung in Gang zu setzen, den Domschatz in repräsentativen Räumen unter Hinzuziehung weiterer Kunstschätze aus dem Erzbistum den Besuchern vorzustellen.

Unter der Leitung des Domkapitulars Sigmund von Pölnitz wurde das Diözesanmuseum eingerichtet und 1966 – rechtzeitig zum 85. Deutschen Katholikentag - eröffnet. Sein Nachfolger wurde Dr. Bruno Neundorfer für Museum und Archiv und die angeschlossene Bibliothek des Metropolitankapitels.

In den Jahren 1991/1992 erfolgte eine umfangreiche Sanierung des Kapitelhauses und eine Neuordnung der Ausstellungsgegenstände unter Berücksichtigung moderner Museumstechnik.

Führung

Betritt der Besucher über die in der Mitte der Front angelegte Freitreppe des von Balthasar Neumann geplanten Gebäudes, so befindet er sich in der Eingangshalle des Kapitelhauses mit den barocken Figuren des Giebels vom Mittelrisalit dieses Verwaltungsgebäudes.

Der Kreuzgang wird verwandt für Ausstellung von Steinplastiken, welche vom Dom, wie auch aus Pfarreien des Erzbistums stammen.

Der Kreuzgangsgarten ist die Grablege des Bamberger Domkapitels.

Die am Kreuzgang anschließenden Räumlichkeiten beinhalten weiterhin Reste der barocken Domausstattung, Gemälde, Prozessionstangen, Gegenstände religiöser Volksfrömmigkeit.

Über eine breite Treppe mit hohem Treppenhaus, in dem auf der östlichen Seite das Altarbild des Katharinenspitals, zeigend das Martyrium Katharinas, aufgehängt ist, gelangt man in den ersten Stock.

Als Blickfang plaziert ist der Auferstandene aus der barocken Ausstattung des Domes an der Nordwand des hinteren Eckzimmers. Weitere hier zu sehende Kostbarkeiten: ein Passionsteppich, welcher durch die Dominikanerinnen vom Kloster Heilig Grab um 1500 geschaffen wurde.

Dann im Mittelsaal, dem weißen Saal, die Textilien Heinrichs und Kunigundas, sowie das Guntertuch und das Papstornat von Papst Clemens II.

In einen weiteren folgenden Raum das Domkreuz und die barocken Ostensorien für die Häupter des hl. Kaiserpaares.

All das wird umrahmt von Gemälden, Reliquien, Rauchfässern, Messgewändern, Votivgaben und Votivbilder, welche nicht nur aus dem Domschatz, sondern auch aus anderen Dekanaten der Erzdiözese Bamberg stammen und hier einem breiten Publikum präsentiert werden.

Weiteres

In diesen Bauaereal des Kapitelhauses befindet sich auch der gotische Kreuzgang, welcher Teil des Museums ist; desweiteren der Kreuzgangsgarten, welcher als Begräbnisstätte für Domherrn verwendung findet. Auch befindet sich hier die säkularisierte und nicht zugänglich Kapelle St. Andreas vor, welche an die Nagelkapelle angrenzt.

Literatur

  • Renate Baumgärtel-Fleischmann: Ausgewählte Kunstwerke aus dem Diözesanmuseum Bamberg. Bamberg: Bayerische Verlagsanstalt, 1983, 100 S., ISBN 3-87052-380-8 (Veröffentlichungen des Diözesanmuseums Bamberg; Band 1); 2., überarb. Auflage, 1992
  • 1000 Jahre Bistum Bamberg 1007–2007. Unterm Sternenmantel. Katalog der Jubiläumsausstellung. Veranstalter: Diözesanmuseum Bamberg gemeinsam mit dem Historischen Museum Bamberg und der Staatsbibliothek Bamberg. Hrsg. von Luitgar Göller unter Mitarbeit von Wolfgang F. Reddig, Regina Hanemann und Werner Taegert. Katalogtexte Achim Hubel .... Petersberg: Michael Imhof Verlag, 2007, 480 S., ISBN 978-3-86568-261-1 - online [Der Sternenmantel wurde dem Bistum Bamberg vom heiligen Kaiser Heinrich geschenkt. Er ist im Original im Diözesanmuseum direkt neben dem Bamberger Dom ausgestellt.]

Siehe auch

Weblinks

  • Diözesanmuseum des Erzbistums Bamberg - online
  • Diözesanmuseum Bamberg - Wikipedia
  • Unterm Sternenmantel - 1000 Jahre Bistum Bamberg (1007 - 2007), Jubiläumsausstellung - online
  • Bamberger Domschatz - online