Dieter Eckstein

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Dieter Eckstein (* 12. März 1964 in Kehl) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Seine beste Zeit erlebte der schussstarke Stürmer beim 1. FC Nürnberg, wo der einstige Publikumsliebling noch heute als Idol verehrt wird.
Fußballspieler Dieter Eckstein
©: Roland Fengler/NZ

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jugend

Schon früh wurde Eckstein Vollwaise und wuchs in einer Pflegefamilie auf.

Laufbahn als Fußballer

„Eckes“ wechselte 1983 vom Kehler FV zum 1. FC Nürnberg, wurde zunächst aber nur bei den Amateuren eingesetzt. Nach der legendären „Spielerrevolution“ zählte er zu jenen „Jungen Wilden“, die fortan unter Trainer Heinz Höher für Furore sorgten.

In Erinnerung geblieben ist Ecksteins denkwürdiger Ausspruch, als er bei seinem ersten Auswärtsspiel für den Club am Valznerweiher ohne Sporttasche auftauchte: „Hauptsach isch doch, dass i meine Kickschuh dabei hab!“

Mit 13 Toren in 37 Zweitligaspielen war der eigenwillige Linksaußen maßgeblich am Aufstieg 1985 in die Bundesliga beteiligt. Von 1985 bis 1989 sowie von 1990 bis 1994 bestritt er im Club-Trikot 189 Bundesliga-Einsätze und erzielte dabei 66 Tore. Damit ist Eckstein nach Heinz Strehl der zweitbeste Nürnberger Bundesliga-Torjäger. Beim sensationellen 2:1-Triumph im UEFA-Pokal am 7. September 1988 beim AS Rom erzielte der Schwabe den Siegtreffer, im Rückspiel in Nürnberg (1:3) gelang ihm per Elfmeter das zwischenzeitliche 1:1.

Siebenmal trug der dynamische Dribbler von 1986 bis 1988 das Trikot der deutschen Nationalmannschaft (ein Tor). Bei der EM 1988 im eigenen Land gehörte er zum DFB-Kader, kam allerdings nur im Eröffnungsspiel gegen Italien kurz zum Zuge, als er in der 82. Minute für Rudi Völler eingewechselt wurde. Zudem bestritt der Angreifer sechs Einsätze (vier Tore) für die deutsche „U21“-Auswahl.

Im Fußball-Oberhaus spielte Eckstein noch für Eintracht Frankfurt (70 Einsätze/14 Tore) und den FC Schalke 04 (30 Einsätze/4 Tore). Für wenige Wochen stand er auch beim englischen Premier-League-Klub West Ham United unter Vertrag.

Weitere Stationen waren der Zweitligist SV Waldhof Mannheim, der Schweizer Zweitligist FC Winterthur und der Regionalligist FC Augsburg, wo Eckstein Torschützenkönig wurde. Seine aktive Karriere beendete der Blondschopf beim Bayernligisten SG Post-Süd Regensburg.

Fußball-Trainer

Danach war er im Amateurbereich als Trainer bzw. Spielertrainer tätig und betreute unter anderem den TSV Neusäß, den SV Heidingsfeld, Erzberg Wörnitz, den FSV Weißenbrunn, die DJK Adelsdorf, den FC Dombühl und zuletzt den TSV Hainsfarth.

Schicksalsschläge

Privat musste der sympathische Sportler mehrere schwere Schicksalsschläge verkraften. 1988 starb sein dritter Sohn Dennis im Alter von sieben Wochen am plötzlichen Kindstod. 1992 brannte Ecksteins Haus in Weißenbrunn bis auf die Grundmauern nieder. 2001 schließlich erkrankte der gelernte Mechaniker an Hodenkrebs, den er jedoch besiegte.

Allstar-Fußballschule

Heute lebt Eckstein in Wörnitz und betreibt zusammen mit ehemaligen Kollegen wie Jörg Dittwar, Bernd Hobsch, Armin Eck, Fred Klaus oder Martin Schneider eine Allstar-Fußballschule für Kinder und Jugendliche.


Weblinks