Dinkelsbühl

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Dinkelsbühl
Ortstyp Stadt
Landkreis Ansbach
Regierungsbezirk Mittelfranken
Bundesland Bayern
Höhe 442 m ü. NN
Fläche 75,19 km²
Einwohner 11.515 (31. Dez. 2007)
Gemeindeschlüssel 09 5 71 136
KFZ-Kennzeichen AN, früher DKB
Anschrift der Verwaltung Segringer Straße 30
91550 Dinkelsbühl
Telefon 09851 902-0
Website http://www.dinkelsbuehl.de/
Bürgermeister Dr. Christoph Hammer (CSU)
Wappen dinkelsbühl.png

Dinkelsbühl ist eine Große Kreisstadt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach und liegt an der „Romantischen Straße“.

Inhaltsverzeichnis

Politik

Bürgermeister

Mit 78,97% wurde Dr. Christoph Hammer bei der Kommunalwahl im März 2008 als Oberbürgermeister gewählt.

Patenschaften für Städte und Regionen

  • 1952 übernahm Dinkelsbühl die Patenschaft für die vertriebenen Bewohner aus der Stadt und dem Kreis Mies im Sudetenland, die aufgrund der Beneš-Dekrete 1945 ihre Heimat verlassen mussten.

Städtepartnerschaften

  • Edenkoben, Rheinpfalz
  • Guérande, Frankreich/Département Loire-Atlantique
  • Jingjiang, China
  • Porvoo, Finnland
  • Schmalkalden, Thüringen
  • Sighişoara (Schäßburg), Rumänien

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

  • Landestheater Dinkelsbühl Franken-Schwaben

Museen

  • Haus der Geschichte am Altrathausplatz
  • Museum 3. Dimension in der Alten Stadtmühle
  • Historische Graphik Werkstatt
  • Mies-Pilsner-Heimatmuseum

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Großer Beliebtheit erfreut sich die jährlich stattfindende Kinderzeche in Erinnerung an eine sagenumwobene Errettung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg vor anrückenden schwedischen Truppen. Damals soll die Tochter des Türmers, die so genannte „Kinderlore“, mit anderen Kindern dem schwedischen Befehlshaber entgegen gegangen sein und konnte so sein Herz milde stimmen. Aus diesem Anlass wird während der Kinderzeche mehrere Tage lang gefeiert, und es werden historische Umzüge aufgeführt. Kinder können von Haus zu Haus ziehen und erhalten Süßigkeiten. Für das historische Schauspiel wird - ähnlich wie das Nürnberger Chriskind - immer eine Tochter der Stadt als „Kinderlore“ gewählt.

Eine ähnliche historische Aufführung ist der Rothenburger Meistertrunk.

  • jährliches Treffen an Pfingsten der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen, welche erstmals ihren ersten Heimattag 1951 in Dinkelsbühl veranstalteten.


Sehenswertes

Neben dem Münster St. Georg, das auch als die „schönste Hallenkirche Süddeutschlands“ bezeichnet wird, ist vor allem der fast vollständig erhaltene Mauerring aus dem 13. und 14. Jahrhundert sehenswert. Berühmt sind die vier Stadttore: Das Nördlinger Tor, das Wörnitztor, das Rothenburger Tor und das Segringer Tor. Die gesamte Altstadt bietet viele schöne erhaltene Häuser aus verschiedenen Jahrhunderten.

Auszeichnungen, die die Stadt erhielt

  • 1997 erhielt die Stadt in Anerkennung der gefestigten Beziehungen zur Landsmannschaft und der Leistungen bei der Eingliederung der Neuankömmlinge die Goldenen Plakette beim Bundeswettbewerb „Vorbildliche Integration der Aussiedler“.

Dinkelsbühl als Filmkulisse

In Dinkelsbühl wurden zahlreiche Filme mit mittelalterlichem oder märchenhaftem Hintergrund gedreht, z.B.

  • „Jeder für sich und Gott gegen alle“ (Kaspar-Hauser-Verfilmung von Werner Herzog, 1974)
  • „Die Wunderwelt der Gebrüder Grimm“ (USA 1962)[1]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

  • Bahn: Die Bahnlinie Nördlingen-Dinkelsbühl-Dombühl verkehrt nur noch als Museumsbahn.
  • Straße: Die Bundesstraße 25 führt direkt durch Dinkelsbühl. Über die Staatsstraße 2216 kann die Autobahn A 7 erreicht werden.
  • Flugplatz: Im 5 km entfernten Sinbronn wird ein Flugplatz von lokalen Aero-Club betrieben. Er gilt als Sonderlandeplatz und wird meist von Segelfliegern genutzt.

Personen

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

Anekdoten

Die Dinkelsbühler werden nach einer historischen Anekdote auch als „Blausieder“ bezeichnet. Dies geht angeblich auf einen Ratsherren zurück, der mit anderen über einen Räuber zu Gericht saß und sich dabei Tagträumereien über lecker zubereitete Karpfen hingab. Als er angestoßen und gefragt wurde, welche Strafe denn nun die angemessene sei, schrak er aus seinen Träumen empor und antwortete: „Blausieden sollte man ihn!“

Literatur

  • Matthias Simon: Pfarrerbuch der Reichsstädte Dinkelsbühl, Schweinfurt, Weißenburg in Bayern und Windsheim sowie der Reichsdörfer Gochsheim und Sennfeld. Die evangelischen Geistlichen im Alten Reich. Nürnberg: Verein für Bayerische Kirchengeschichte, 1962, XII, 124 S. (Einzelarbeiten aus der Kirchengeschichte Bayerns; Band 39)
  • Kay Weniger, Das große Personenlexikon des Films, Band 8, Seite 336

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. International Movie Database: Dinkelsbühl
  • Quelle: Stadt Dinkelsbühl

Karte

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