Durch den herbstlichen Steigerwald
Aus Franken-Wiki
Krassolzheim mit seinen Weingärten liegt an den sonnigen Hängen des südlichen Steigerwalds in einer kleinstrukturierten Landschaft mit hohem Anteil an Hecken. Hier ist die Landschaft noch intakt, seltene Vogelarten wie der Raubwürger und der Wiedehopf sollen hier noch vorkommen.
- Franken-Wiki-Spezial! Dieser Eintrag gehört zu den von der NZ gestalteten Franken-Wiki-Spezial-Seiten, enthält Originaltexte und ist deshalb nicht editierbar.
Inhaltsverzeichnis |
Auf den Spuren von Wein und Wiedehopf
Von Alfred Bachmann
- Der Rebstock ist „die „Pforte zum Leben“ und im „Wein liegt Wahrheit“. Auch Goethe machte sich Gedanken über den Wein, die sich in dem Spruch: „Ohne Wein und ohne Weiber, der Teufel hol unsere Leiber“ widerspiegeln. Wer diese Weisheiten nachprüfen möchte, dem sei die nachfolgend beschriebene Rundwanderung von ungefähr 17 Kilometern Länge zum mittelfränkischen Weinort Krassolzheim empfohlen.
- Wir starten zu unserer herbstlichen Steigerwald-Wanderung am Bahnhof von Markt Bibart, mit der VGN-Linie R1 und mit dem Auto auf der B8 über Neustadt/Aisch erreichbar.
- Vom Bahnhof gehen wir durch den Tunnel auf die südliche Seite des Bahnkörpers und schwenken nach links ab. Dann treffen wir auf ein Fahrsträßchen und gleich linker Hand auf einen kleinen Parkplatz.
- Nun laufen wir das Sträßlein entlang bis zu einer scharfen Linkskurve. Hier verlassen wir die Straße und gehen geradeaus weiter, dem Schild „Aussichtsturm“ und der Markierung „Blauer Flieger“ folgend, Richtung Waldrand. In Kürze erreichen wir den idyllisch gelegenen Wolfsee, umgeben von Bäumen und Buschwerk, wo wir kurz innehalten.
- Wir setzen unseren Weg fort und verlassen den See nach rechts, bis wir an einen Baum mit Bank stoßen. Dort nehmen wir den linken Weg unter die Füße und mühen uns im Wald bergauf, immer der „Fliegermarkierung“ folgend, bis wir die Hochfläche erreichen. Dort gehen wir nach rechts am Waldrand entlang und stoßen nach wenigen Metern auf einen aus Holz gebauten Aussichtsturm.
- Wer gerne Treppen steigt, kann hier die Sicht vom Turm genießen. Danach entfernen wir uns vom Turm nach links auf einem Feldweg und folgen dem Schild Neundorf.
- Rebstöcke, so weit das Auge reicht
- Ab hier drängen sich die ersten Weinberge linker Hand ins Blickfeld. Wir wandern weiter leicht bergab dem Weg folgend, der sich durch die Landschaft schlängelt.
- Nach wenigen Kilometern erreichen wir Neundorf und treffen auf die Hauptstraße des Ortes. Bei der Orientierungstafel biegen wir scharf rechts ab und folgen der Markierung „SU3“, rechts einen Dorfweiher streifend.
- Nach kurzer Zeit weist uns die Markierung nach links ab auf einen Feldweg. Gleich darauf leitet uns die SU3-Markierung scharfwinklig nach links ab, Richtung Waldrand, wo wir auf einen kleinen Weiher treffen. Nun wandern wir, immer die SU3-Markierung im Blick, durch den Wald.
- Nach wenigen Kilometern verlassen wir den Waldschirm und erblicken links voraus Ingolstadt und rechts Krassolzheim. Der Weg führt nun einige Zeit über freies Gelände und trifft später dann auf ein Quersträßlein. Wir wandern nach links ab und erreichen bald darauf den kleinen Weiler Ingolstadt. Gleich nach dem Brücklein biegen wir rechts ab und setzen unsere Wanderung am Bach entlang fort.
- Nach wenigen Minuten müssen wir wieder nach rechts abbiegen. Über den Talauenweg Nr. 6 erreichen wir direkt Krassolzheim. Bekannt wurde der Ort durch den Volksschauspieler Günter Strack, der sich hier einige Zeit niedergelassen hatte. Bekannt ist vor allem der Fernsehfilm, der in dieser Gegend mit ihm gedreht wurde.
- In Krassolzheim ist eine Rast angesagt, wo wir uns im Gasthaus stärken können.
- Natürlich lassen wir uns dort auch einen „gscheidn Schobbn Franggn“ munden und erholen uns bei den köstlichen fränkischen Spezialitäten von den bisherigen Strapazen der Wanderung.
- Der Wein als Jungbrunnen
- Loblieder über den Jungbrunnen Wein gibt es genügend, trotzdem sollten wir uns in weinseliger Gesellschaft — wenn zum Abschluss der Weinpokal des Wirtes die Runde macht - etwas mäßigen, zumindest wenn wir mit dem Auto unterwegs sind.
- Gestärkt und den Kopf weinumwölkt, verlassen wir den Ort der Weinseligen auf der Hauptstraße Richtung Nenzenheim. Kurz nach dem Ortsende vertrauen wir uns wieder der SU3-Markierung an. Wir schnaufen den Berg hoch und streifen einige Weinberge, die jetzt schon ihr buntes herbstliches Kleid anlegen.
- Nach Erreichen der Hochstraße orientieren wir uns am besten an der Markierung „Blauer Flieger“.
- Sie leitet uns später wieder an dem uns bereits bekannten Aussichtsturm vorbei und bringt uns zurück zum Bahnhof Markt Bibart, wo wir unsere vom Wein und dem bunten Herbstlaub geprägte Wanderung beenden.
Literatur
- Alfred Bachmann: Durch den herbstlichen Steigerwald. Auf den Spuren von Wein und Wiedehopf. In: Nürnberger Zeitung Nr. 237 vom 13. Oktober 2007 -[1]
Querverweise
Anmerkungen, Fotos und Erfahrungsberichte
Das Franken-Wiki freut sich über Anmerkungen, Fotos und Erfahrungberichte zu dieser Wanderung, die auf der Unterseite Durch den herbstlichen Steigerwald/Anmerkungen gerne eingefügt werden können.
Weblinks
Wanderkarte
(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)
