Eichenkreuz

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Eichenkreuz (EK) ist die Sportarbeit der Evangelischen Jugend mit Angeboten in zahlreichen Sportarten: Neben populären wie Fuß-, Hand- oder Volleyball, Leichtathletik und Tischtennis sind auch eher abseitige Sportarten vertreten, beispielsweise Intercross oder Indiaca. Bundesweit sind die Eichenkreuzgruppen unter dem Dach des CVJM Gesamtverbands organisiert, auf Landesebene im Eichenkreuz Bayern.

Zu den größten Eichenkreuz-Gruppen im Freistaat gehört Eichenkreuz Nürnberg. Dort arbeiten die Gemeindejugendarbeit, die Jugendverbände Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM), der Christliche Jugendbund (CJB, der Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC), die Evangelische Jugend- und Sozialarbeit (EJSA) und der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) zusammen, ebenso die evangelischen Schulen, die Jugendhilfe und die Behindertenarbeit. Während die EK-Mitgliederzahlen bundesweit teils stark rückläufig sind, umfasst Eichenkreuz Nürnberg derzeit insgesamt 60 Gruppen mit rund 1500 Mitgliedern. Am Marienberg verfügt Eichenkreuz Nürnberg über ein eigenes großzügiges Sportgelände mit Fußballplätzen und einer Laufbahn.

Bundesweite Beachtung erhielt EK Nürnberg im Herbst 2007, als der Deutsche Fußballbund (DFB) die Nürnberger mit dem Julius-Hirsch-Preis auszeichnete. Seit 2005 zeichnet der DFB damit Vereine und Initiativen aus, die sich für Toleranz und den Schutz der Menschenwürde, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren. Gewürdigt wurden damit verschiedene EK-Aktionen und Initiativen der letzten Jahre: So richten die Nürnberger evangelischen Sportler seit 2005 alljährliche „Fußballfeste gegen Rassismus“ aus. Im Sommer 2007 sammelten sie Spenden für Friedensprojekte in Israel und Palästina, indem sie auf dem Reichsparteitagsgelände unter dem Motto „Schwitzen für den Frieden“ einen „Friedenslauf“ veranstalteten. Wenige Wochen davor hatten 1100 Kinder und Jugendliche aus 62 Ländern in 240 Teams an einem Streetsoccer-Cup teilgenommen. Und für 2008 ist ein europaweites Turnier für afrikanische Flüchtlinge geplant.

Eichenkreuz bewegt sich in Konkurrenz zu verschiedensten Vereinen und Trendsportangeboten. Warum gerade in Nürnberg die EK-Arbeit immer noch mit beachtlichem Erfolg läuft, begründet der EK-Vorsitzende Thomas Mönius so: „Der Jugendliche engagiert sich bei uns in seinem direkten Umfeld, in seinem Sport. Er kann auf Grund unserer basisdemokratischen, offenen Struktur etwas direkt bewirken und konkret Veränderungen anstoßen. Er wird zeitlich nicht überfordert, nicht sofort voll vereinnahmt.“

Eine gewisse Zugkraft üben sicher auch die Grundsätze aus, die für Eichenkreuz gelten:

  1. Die Menschenwürde in Training und Wettkampf achten.
  2. Dafür eintreten, dass christlich-ethische Werte höher geachtet werden als sportliche Erfolge.
  3. Durch die Verkündigung des Evangeliums ermuntern, das Angebot Jesu Christi zur Lebensgestaltung in seiner Nachfolge anzunehmen.
  4. Eichenkreuz betreibt Sport mit und ohne Wettkampfcharakter.


Kontakt

Eichenkreuz Nürnberg Burgstraße 1 90403 Nürnberg

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