Eitel Klein

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Der Nürnberger Künstler Eitel Klein in seiner Erfolgszeit in den 50er Jahren als Ausführender von Kunst am Bau.

Eitel Friedrich August Heinrich Klein (* 27. April 1906 in Hörlbach bei Ellingen; † 12. November 1990 in Nürnberg) war ein Maler und Grafiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Geboren als Sohn eines Lehrerehepaares. Der Vater als Volksschullehrer und die Mutter bildet in Handarbeit aus. Als Eitel 16 Jahre war wurde sein Vater nach Nürnberg versetzt. Klein besucht und beendet die Realschule in Nürnberg.

Nimmt 1924 an der staatlichen Kunstgewerbeschule bei den Professoren Rudolf Schiestl das Studium der Ornamentzeichnung und bei Max Körner für Gebrauchsgraphik auf.

Im Jahr 1929 zieht er München der Stadt BerLin vor und studiert Malerei er an der Akademie der bildenden Künste in München bei Prof. Carl Caspar.

Zieht 1929 als freischaffender Künstler nach Nürnberg zurück und bleibt bis 1932. In Nürnberg wohnt er in Buchenbühl und unterhält sein Atelier in der Flaschenhofstraße.

Wird 2. Preisträger bei der Ausschreibung zu einen Gefallenendenkmal in Nürnberg. Die Stadt Nürnberg kauft das Bild „Verblühende Sonnenblumen“. Dieses Bild ist verschollen.

In den Jahren 1932 bis 1933 nahm er Wohnung in Hetzles. Anschließend nach Beendigung seines Kunststudiums geht er zurück nach Nürnberg und nimmt Wohnung in der Wurfbeinstraße behält aber seine Wohnung in Hetzles bei wo er sich dann auf die Thematik, „Bäuerlich Szenen“. Trotzdem, dass ihm dieses Thema durch die Politik beinahe vergällt ist.

Das von der Stadt Nürnberg 1929 angekaufte Gemälde „Sonnenblumen“ wird von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und beinahe wäre Klein als entarteter Künstler eingestuft worden, dies hätte auch ein Ausstellungsverbot nach sich gezogen. Durch die Fürsprache von Prof. Fritz Griebel 1934 bei dem Leiter der Kunstakademie in Nürnberg Hermann Gradl und dem Kunstgauführer Emil Stahl wurde dies verhindert. Klein sandte dann zu Ausstellungen nur unverdächtige Landschafts-Bilder ein.

1937 erhält er von der Stadt Hersbruck den Auftrag den Rathausturm mit einen Fresko zu zieren.

1939 nimmt er an der Ausstellung „Die Schaffenden aus dem Kreis der Staatsschule für angewandte Kunst“ in Nürnberg teil, die Stadt kauft das Bild „Leibl-Zimmer“ an.

Im gleichen Jahr reist er reist mit Schwester und Schwager nach Jugoslawien, zeichnet und aquarelliert in Sarajewo, Mostar und Dubrovnik.

Er wird 1940 zum Militär eingezogen nimmt an Feldzüge in Frankreich teil und wird, später nach Russland versetzt. Im Krieg zeichnet und und aquarelliert er und schickt diese Arbeiten nach Hause, die ein Vater dann einschickt zur „150 Jahre Nürnberger Kunst“; auf dieser Ausstellung ist Klein mit 5 Bildern vertreten.

Gerät in Rumänien 1944 in russische Gefangenschaft, von der er erst 1950 zurückkehrt. Dank seiner künstlerischer Ader überlebt die Zeit mit einer „antifschistischen Kulturgruppe“ organisiert ein 60 Mann starkes Orchester. Unterhält mit weiteren Künstlern eine Werkstatt, in der die lebenslüfe Lenin und Stalin, den Fünfjahresplan wie auch politische Transparente für Veranstaltungen und Theaterkullisen malt.

Nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1950 kehrt er nach Nürnberg zurück. Unternimmt anschließend Reisen nach Frankreich, Italien, Ibiza und Österreich. Seinen beruflichen Neuanfang 1951 konnte er mit vielen Aufträgen zu „Kunst am Bau“ starten.

Wird in den 1947 gegründeten Künstlerverein „Der Kreis“ in Nürnberg 1951 aufgenommen. Baut sich im elterlichen Garten ein eigens Atelierhaus, wo farbintensive Bilder in Tempera-Technik entstehen. Im gleichen Jahr entsteht das Wandbild an der Gaststätte „Tiroler Höhe“

Ehelicht 1952 Barbara Klein. Tochter des Grafikers und Zeichner für den Simplicissimus Josef Sauer, sein Freund aus Studienzeiten.

Im Jahrt 1953 tritt er in die „Neue Münchner Künstlergenossenschaft“ ein.

Seit 1960 unternahm er Reisen nach Südtirol, ins bayerische Voralpenland, nach Österreich in westliche Franken, Wien, Kärnten, an die französische Atlantikküste die Entwürfe die auf seinen Reisen entstanden setzte daheim in Gemälde um. Ab Ende der 1960er Jahren gibt es zunehmend weniger Aufträge aus öffentlicher Hans.

1970 beginnt Klein das Zeichnen und Radierungen, dazu schafft er sich 1974 oder 1976 eine Druckerpresse an.

1977 beginnen eine Reisen in die Normandie, nach Paris, Südtirol, an den Chiemsee

Sein hohes Alter hinderte Klein nicht, täglich zu arbeiten. Eitel Klein stirbt in Nürnberg 1990 im Alter von 84 Jahren.

Arbeiten

1937 erster großer Wandauftrag: Gestaltung der Rathausfassade in Hersbruck; intensive Beschäftigung mit Fresko-Malerei und „Kunst am Bau“ Das Fresko in Hersbruck erledigte er mit Erich Kohut

1958 Auftrag für die Gestaltung des Wasserwerks in Siegburg

Ausstellungen

1929 erste Ausstellungen in der Fränkischen Galerie/Nürnberg

1939 Ausstellung „Die Schaffenden aus dem Kreis der Staatsschule für angewandte Kunst“ in Nürnberg teil, wird positiv kritisiert, und die Stadt kauft ein Bild an: „Leibl-Zimmer“.

1940 wer Klein mit fünf Bildern welche er im Krieg zeichnete und nach sandte nahm er an der Ausstellung „150 Jahre Nürnberger Kunst“ teil.

  • Ausstellungsbeteiligungen im Haus der Kunst/München sowie u. a.in Nürnberg und Bayreuth u. a.

1970 beginnen seine Einzelausstellungen in Altdorf, Weißenburg, Roth, Erlangen, Nürnberg,Marburg.

1988 Ausstellung im Palais Stutterheim in Erlangen

Ehrungen

1984 Kulturpreis des Bezirks Mittelfranken