Erich Mulzer

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Erich Mulzer (* 13. Januar 1929 in Nürnberg; † 9. Oktober 2005 in Nürnberg) war ein deutscher Lehrer und 30 Jahre lang Vorsitzender der Altstadtfreunde Nürnberg e.V..

Erich Mulzer
© Hagen Gerullis/NZ

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jugendzeit

Mulzer wuchs in der Nürnberger Südstadt im Stadtteil Galgenhof auf. Schon als Kind und Jugendlicher hielt er mit seiner ersten Kamera die alte Nürnberger Altstadt im Bild fest. Im Rückblick auf die Vorkriegszeit sagte Mulzer:
Das „Nürnberg der Vorkriegszeit war eine der schönsten Städte der Welt“, und fuhr fort: „...alle Nürnberger [waren] stolz auf dieses einmalige türmereiche und burggekrönte Stadtbild mit seinen verschatteten Gassen und wohnlichen Plätzen, mit seinen Brunnen und Höfen, Erkern und Madonnen und den tausenden alter Häuser, die alle zusammen die deutsche Ausprägung europäischer Kultur und Kunst zum Ausdruck brachten wie etwa Florenz und Venedig die italienische.“ (Altstadtmacher, S. 7)

Im 2. Weltkrieg erlebte Erich Mulzer die totale Zerstörung der Nürnberger Altstadt durch 59 angloamerikanische Luftangriffe. Diese schmerzhafte Erfahrung prägte ihn und beschäftigte sein künftiges Denken und Handeln zum Erhalt der Reste der Nürnberger Altstadt.

Beruflicher Werdegang

Erich Mulzer bestand 1948 das Abitur. Von 1949 bis 1955 studierte er an der Universität Erlangen und legte 1955 das Erste Staatsexamen für das höhere Lehramt in Geschichte, Deutsch und Erdkunde ab. Danach war er Studienreferendar in Nürnberg, Marktredwitz und Schwabach. Nach dem Zweiten Staatsexamen 1957 unterrichtete er ab 1958 als Studienrat am Gymnasium Fridericianum Erlangen in seinen Studienfächern Geschichte, Deutsch und Erdkunde. 1965 kam das Fach Sozialkunde hinzu. 1966 wurde er zum Oberstudienrat und 1972 zum Gymnasialprofessor befördert. 1971 promovierte Erich Mulzer neben seiner beruflichen Tätigkeit an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen bei Otto Berninger am Erlanger Institut für Geographie mit einer Doktorarbeit über „Die Veränderungen der Altstadt in Nürnberg durch den Wiederaufbau 1945 bis 1970“. Als die Doppelbelastung durch die Leitung des schnell wachsenden Vereins der „Altstadtfreunde Nürnberg“ zu groß wurde, beantragte Erich Mulzer Teilzeitarbeit. 1991 trat er mit 62 Jahren in den Ruhestand.

Familie

1958 heiratete Erich Mulzer die Studienrätin Hedwig Stirner. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Vom Pädagogen zum Stadthistoriker und Chef der Altstadtfreunde

Wissenschaftliche Arbeit und Mitarbeit in Vereinen

Im Jahr 1950 war in Nürnberg um Dr. Hellmut Kunstmann die „Vereinigung der Freunde der Altstadt Nürnberg e.V.“ entstanden, die den Wiederaufbau der Nürnberger Altstadt, insbesondere des Rathauses, der Kaiserburg und der Kirchen fördernd begleitete.

Aber zum Bild einer Stadt gehören auch die einfachen Wohn- und Geschäftshäuser, deren Wiederaufbau Erich Mulzer ein Anliegen war. Noch als Student trat Erich Mulzer 1951 der „Vereinigung der Freunde der Altstadt Nürnberg e.V.“ bei. Der Verein unterstützte den damaligen Baureferenten Heinz Schmeißner mit Spendenaktionen und Werbung beim Wiederaufbau der Altstadt.[1] Um die Nürnberger Bürger und Politiker wachzurütteln, war Mulzer mit seiner Kamera dokumentierend unterwegs und veröffentlichte 1954 ein Büchlein „Nürnberger Bürgerhäuser“, das durch die Regierung von Mittelfranken und den Nürnberger Stadtrat gefördert wurde. Mulzer stützte sich auf zahlreiche Vorkriegsliteratur. Infolge der verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg bedurfte es einer neuen Bestandsaufnahme mit gründlicher fachlicher Bearbeitung und Klärung des Stoffes. Diese Lücke füllte Erich Mulzer. Dr. Wilhelm Schwemmer, der Direktor der städtischen Kunstsammlungen Nürnberg, unterstützte ihn und beantwortete ihm als Fachmann viele Fragen. Zahlreiche weitere Publikationen und Aufsätze Mulzers über die Geschichte der Stadt Nürnberg, Kunst und Architektur und eine beachtliche Zahl bedeutender profaner Baudenkmäler folgten.

In seinem Band „Vor den Mauern Nürnbergs“ dokumentierte Mulzer 1961 auch die Kunst und Geschichte der Vorstädte, d.h. der Stadtteile Nürnbergs außerhalb der Stadtmauer. 1965 zeigte er den Nürnbergern mit seinem Band über Nürnberger Erker und Chörlein die einstige Pracht Nürnberger Bürgerhäuser.

Dr. Mulzer trug mit seinen über 80 wissenschaftlichen Werken und Aufsätzen wesentlich zur Erforschung der Geschichte der alten Reichsstadt Nürnberg bei. Dank seines fundierten Wissens galt er als die Autorität bei Fragen zur Geschichte der Stadt Nürnberg, insbesondere der Altstadt. Als profunder Kenner seiner Vaterstadt verfasste Mulzer mehrere Nürnberger Stadtführer, die auch in die englische und französische Sprache übersetzt wurden, und prägte so das Nürnbergbild vieler Touristen. Zu seinen Werken gehört der 1986 wesentlich erweiterte Stadtführer Baedeker Nürnberg, der mittlerweile in neunter Auflage vorliegt.

1956 trat Erich Mulzer in den Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg ein und war dort ab 1967 auch im erweiterten Vorstand als Beirat tätig. 1971 zog Mulzer in seiner Dissertation eine Bilanz über Die Veränderungen der Altstadt in Nürnberg durch den Wiederaufbau 1945 bis 1970. In der „Vereinigung der Freunde der Altstadt Nürnberg“ protestierte er 1972/73 vergeblich gegen den geplanten Abriss der Sieben Zeilen, einer 1489 bis 1524 errichteten Webersiedlung. Nachdem der Abriss dieses einmaligen historischen und wirtschaftspolitischen Kulturdenkmals beschlossen war, trat der Vorstand der Altstadtfreunde im Oktober 1973 zurück, und Erich Mulzer wurde zum Vorsitzenden der „Vereinigung der Freunde der Altstadt Nürnberg“ gewählt.

Vorsitzender der Altstadtfreunde

Mulzers Führungsarbeit als Vorsitzender der Altstadtfreunde richtete sich an seiner Erinnerung an die historisch gewachsene Nürnberger Altstadt aus. „Für ihn entscheidend war, nicht nur ein Mahner und Kritiker zu sein, sondern zu zeigen, dass Bürgersinn und Bürgerwille etwas leisten können.“ (Inge Lauterbach) Er formte aus der kaum bekannten „Vereinigung der Freunde der Altstadt Nürnberg“ die aktive Bürgerinitiative „Altstadtfreunde Nürnberg“.

Altstadtspaziergänge

Um diese Erinnerung an die unzerstörte Nürnberger Altstadt in die Bürgerschaft hineinzutragen, begann Mulzer mit regelmäßigen Altstadtspaziergängen. Hierfür arbeitete er Handreichungen bis ins Detail aus. Er hielt Kurse und Probeführungen für die ehrenamtlichen Altstadtführer. Manche Nürnberger Fremdenführer wurden so von Mulzer ausgebildet. Mit den jedesmal von Tausenden besuchten Altstadtspaziergängen stieg der Bekanntheitsgrad der Altstadtfreunde.

Nürnberger Altstadtberichte

Im März 1976 wurde der Verein griffig in „Altstadtfreunde Nürnberg e.V.“ umbenannt. Als wissenschaftliche Grundlage der Arbeit der Altstadtfreunde gründete Mulzer 1975 die jährlich erscheinenden „Nürnberger Altstadtberichte“, die heute in rund 6.000 Exemplaren einmal jährlich von ehrenamtlichen Austrägern an die Mitglieder verteilt werden.

Rettung von Altstadthäusern

Unter Mulzers Führung halfen die Altstadtfreunde mit ihrer Baugruppe bei der Renovierung sanierungsbedürftiger Häuser. Mulzer motivierte Ehrenamtliche zum Schutttragen, Putzabklopfen und Steineschleppen. Unter Mulzers Verantwortung gelang es den Altstadtfreunden, 22 Altbauten mustergültig zu renovieren.

Die Altstadtfreunde sorgten seitdem in vielen Fällen dafür, dass die Reste der historischen Bauten innerhalb der Stadtmauer nicht mehr weiter abgerissen wurden. Mulzer sorgte mit seinen Altstadtfreunden u.a. dafür, dass 1978 vier historische Häuser am Unschlittplatz nicht abgerissen, sondern saniert wurden. Mit dieser Rettungsaktion der vier schon aufgegebenen Häuser begann der Aufstieg der Altstadtfreunde. Insgesamt sammelte der Verein bis zu Mulzers Tod 15 Millionen Euro an Spenden für den Erhalt der Nürnberger Altstadt. In seinen 30 Jahren als Vereinschef stieß Mulzer die Sanierung von über 200 Altstadthäusern an. An fast 40 Gebäuden wurde das Fachwerk freigelegt. 24 Dacherker und 15 Chörlein gehen auf Mulzers Engagement zurück.

Mulzer organisierte u.a. 1996 ein Bürgerbegehren gegen das Augustinerhofprojekt des Stararchitekten Helmut Jahn. Kritiker warfen ihm daraufhin vor, jegliche Modernisierung des altstädtischen Charakters Nürnbergs zu verhindern.

Die Altstadtfreunde entwickelten sich unter Mulzer zu einem schlagkräftigen und engagierten Verein mit rund 6.000 Mitgliedern.

Ehrungen

Erich Mulzer erhielt für seine Arbeit 1993 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, und die Stadt Nürnberg würdigte Mulzers Engagement für den Denkmalschutz 1996 mit der Bürgermedaille. Im Jahre 2002 erhielten die Altstadtfreunde den „Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung“.

Anlässlich eines Festaktes zum 75. Geburtstag Erich Mulzers im historischen Rathaussaal Anfang 2004 sagte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly: „Mit ihren Aktivitäten haben die Altstadtfreunde der Stadt ein Stück ihres Herzens, ein Stück großstädtische Identifikationsmöglichkeit, ein Stück Stolz wiedergegeben.“

Von seiner Vaterstadt Nürnberg wurde Mulzer die Bürgermedaille verliehen.

2013 wurde die Gasse zwischen Egidienplatz und Tetzelgasse nach Erich Mulzer benannt.[2]

Krankheit und Tod

Von einer schweren Krankheit heimgesucht, trat Erich Mulzer nach über 30 Jahren Führungsarbeit im Jahr 2004 nicht mehr zur Wiederwahl an. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden der Altstadtfreunde ernannt.

Nach dem Tode Erich Mulzers am 9. Oktober 2005 wurde Mulzer von Oberbürgermeister Ulrich Maly gewürdigt: „Ohne Mulzer sähe die Nürnberger Altstadt nicht so aus, wie sie heute aussieht.“ Mit Erich Mulzer sei ein großer Nürnberger Bürger gestorben. „Die Stadt verliert mit Dr. Erich Mulzer auch einen wichtigen Wissenschaftler, der mit seinen Forschungen zum Wissen um die Vergangenheit Nürnbergs beigetragen hat.“ In einer Trauerfeier in der Johanniskirche auf dem Johannisfriedhof nahmen die Altstadtfreunde und die Nürnberger Bürger Abschied von Erich Mulzer. Erich Mulzer wurde auf dem Johannisfriedhof beerdigt.

Auszeichnungen und Ehrungen

  • 1978 Denkmalschutzmedaille des Bayerischen Kultusministeriums
  • 1980 Silberne Halbkugel, „Deutscher Preis für Denkmalschutz“ des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz für die Erhaltung des baulichen Erbes
  • 1983 Presse-Ente „Nora“ des Bezirksverbandes Franken/Nordbayern des Bayerischen Journalistenverbandes
  • 1983 Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
  • 1986 Wolfram-von-Eschenbach-Preis des Bezirks Mittelfranken, dotiert mit 10.000 Mark, für Verdienste um die Erhaltung der historischen Bausubstanz in Nürnberg
  • 1987 Bayerischer Verdienstorden des Freistaates Bayern
  • 1993 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1996 Bürgermedaille der Stadt Nürnberg
  • 2009 Erich-Mulzer-Haus

Veröffentlichungen

Werke

(Text und Bilder von Erich Mulzer)

  • Nürnberger Bürgerhäuser. Nürnberg: Spindler, 1954, 68 S.; 2. Auflage, 1964
    • Rezension Wilhelm Schwemmer: Erich Mulzer: „Nürnberger Bürgerhäuser“. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, Band 46, 1955, S. 585
  • Vor den Mauern Nürnbergs. Kunst und Geschichte der Vorstädte. Nürnberg: Spindler, 1961, 229 S.
    • Rezension Friedrich Bock: Erich Mulzer: „Vor den Mauern Nürnbergs. Kunst und Geschichte der Vorstädte“. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, Band 51, 1962, S. 495
  • Nürnberger Erker und Chörlein. Ihr Wesen und ihre Entwicklung, dargestellt an den noch vorhandenen Beispielen. Nürnberg: Spindler, 1965, 274 S.
  • Nürnberg. Hundert Bilder und hundertmal Geschichte. Nürnberg: Carl, 1970, 119 S., 100 S.; 2. Auflage 1974
  • Die Veränderungen der Altstadt in Nürnberg durch den Wiederaufbau 1945 bis 1970. Dissertation, Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Erlangen, Nürnberg, 1971
  • Der Wiederaufbau der Altstadt von Nürnberg 1945 bis 1970. (= Erlanger geographische Arbeiten, Heft 31) Erlangen, 1972. Auch in: Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft, Band 19 für 1972, Seite 5-225. Dazu jeweils 23 Kartenbeilagen in einem gesonderten thematischen Atlas. (Als Sonderdruck der Fränkischen Geographischen Gesellschaft, Erlangen, bei Palm & Enke, 1972, ISBN 3920405307)
  • Dr. Erich Mulzer: Der Wiederaufbau zwischen Lob und Kritik. Dr. Erich Mulzer gibt eine kurze Zusammenfassung seines Buches „Der Wiederaufbau der Altstadt in Nürnberg“. In: Nürnberg Heute. Eine Halbjahreszeitschrift. Hrsg.: Stadt Nürnberg, Heft 17, Dezember 1973, S. 3-9. Wiederabdruck in
    • Das Beste aus Nürnberg Heute. 55 Berichte, Reportagen und Dokumentationen aus dem Magazin „Nürnberg Heute“ von 1966 bis 1983. Nürnberg: Gruber & Raabe, Rachlitz, 1983, 350 S., S. 60-65
  • Die Nürnberger Altstadt. Das architektonische Gesicht eines historischen Großstadtkerns. Nürnberg: Carl, 1976, 144 S., ISBN 3-418-00444-X, (2. Auflage 1981)
    • Rezension von Helmut Häußler: Erich Mulzer: Die Nürnberger Altstadt. Das architektonische Gesicht eines historischen Großstadtkerns.. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN) Band 64, 1977, S. 384

Bücher (nur Text)

  • Impressionen Nürnberg. Eindrücke von Erich Mulzer. Bebildert von Friedrich Mader. [Übersetzt ins Englische von V. Gail Newnham-Ehrler und ins Französische von Gilles Buscot]. 1. Auflage, Freiburg im Breisgau: Rombach, 1987, 122 Seiten, ISBN 3-7930-0503-8 (Mit 138 Farbabbildungen und 1 Stadtchronik); 2. Auflage, 1990, ISBN 3-7930-0503-8
  • Karl Diehl, Mäzen der Nürnberger Altstadt. Privatdruck der Firma Diehl 1992, 32 Seiten.
  • Nürnberger Luftaufnahmen 1944. Erich Mulzer. Idee und Mitarbeit: Hartmut Beck und Herbert Bäuerlein. Einführung von Hartmut Beck. Nürnberg: Carl, 1995, 119 S., ISBN 3-418-00373-7 (Bild und Erinnerung)
    • Rezension von Helmut Beer: Nürnberger Luftaufnahmen 1944. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 83, 1996, S. 369

Stadtführer

  • Kurzinformation Nürnberg. Gegenwart, Geschichte, Stadtbild. Erich Mulzer. 5. Auflage. Nürnberg: Carl, 1983, 96 S., ISBN 3-418-00469-5; 4. Auflage 1980
  • Nuremberg. today, history, townscape. Erich Mulzer. [Transl. from the German by Rita Eichelbaum]. 3., rev. ed., Nürnberg: Carl, 1978, 96 S., ISBN 3-418-00453-9 (Deutsche Ausgabe: Erich Mulzer, Nürnberg)
  • Stadtführer Nürnberg. Stadtrundgang mit Hinweisen auf die Sehenswürdigkeiten, Tips und Informationen. Freiburg: Rombach 1984, 104 S., ISBN 3-7930-0376-0; 4. erneuerte Auflage. Freiburg im Breisgau: Rombach, 1987
  • Guide to Nürnberg. A sight-seeing tour with pointers for places of interest. Tips and information; 94 colour photos plus a city map; 3rd edition, Freiburg im Breisgau: Verlag Rombach, 1986, 104 S., ISBN 3-793003-77-9
  • Nürnberg. guide de la ville, Erich Mulzer, 4. éd. améliorée. Freiburg im Breisgau: Rombach, 1987, 104 S., ISBN 3-7930-0378-7 (Deutsche Ausgabe: Mulzer, Erich: Stadtführer Nürnberg)
  • Baedeker Nürnberg, Stadtführer. Ostfildern-Kemnat: Baedeker, 1986, 6. Auflage 1996; 9. Auflage 1996, Nachdruck: 2000, 134 S., ISBN 3-87954-024-1

Aufsätze (Auswahl)

  • Geographische Gedanken zur mittelalterlichen Entwicklung Nürnbergs, in: Festschrift für Otto Berninger. Fränkische Geographische Gesellschaft: Erlanger Geographische Arbeiten, Band 18, 1963, IV, 358 S., ISBN 3-920405-17-X, hier: S. 237–265
  • Ein verkanntes Nürnberger Steinchörlein (Adlerstraße 19). In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 53 (1965), Seite 414-423
  • Der Nürnberger Fachwerkbau. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 55 (1967/68), Seite 300-331
  • Giebelmännlein, Schlöte, Hahnenkämme und andere Einzelheiten der Nürnberger Dacharchitektur. Mit einer kurzen Geschichte der Schlotfeger in Nürnberg bis 1806. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, Band 56 (1969), Seite 384-421 * Das Jamnitzerhaus in Nürnberg und der Goldschmied Wenzel Jamnitzer, Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 61 (1974), Seite 48-89
  • Der Tod fiel in den Wald, Nürnberger Nachrichten vom 30. März 1974, Seite 11 (Zu den Luftangriffen auf Nürnberg)
  • Das Haus zum Schwan auf der Füll [Füll 12]. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, Band 65 (1978), Seite 275-310
  • Die Zerstörung der Nürnberger Altstadt im Luftkrieg. In: Nürnberger Altstadtberichte, Hrsg.: Altstadtfreunde Nürnberg e.V., Nr. 4 (1979), Seite 45-74
  • Denkmalpflege und Wiederaufbau in der Nürnberger Altstadt. In: Baukultur. Wiesbaden: Wiederspahn, Jahrgang 1996, Heft 3, Thema: Nürnberg, 154 S.
  • Maria Sibylla Merian und das Haus Bergstraße 10. In: Nürnberger Altstadtberichte, Hrsg. Altstadtfreunde Nürnberg e.V., Nr. 24 (1999), Seite 27-56

Artikel im Stadtlexikon Nürnberg

  • Bromig, Schreiner-, Holzschnitzer- und Bildhauerfamilie; Chörlein; Erker; Fachwerkhaus; Hausfiguren; Sebalder Chörlein; Tritonbrunnen. In: Michael Diefenbacher; Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. Nürnberg: W. Tümmels Verlag, 1999, 1.247 S., ISBN 3-921590-69-8 (2. Aufl., Nürnberg: W. Tümmels Verlag 2000)

Wichtige Rezensionen (Auswahl)

  • Das alte Nürnberger Rathaus. Baugeschichte und Ausstattung des großen Saales und der Ratsstube. Band 1; [Ausstellung vom 16. Juni - 20. August 1978 im großen Saal des Nürnberger Rathauses]. Hrsg. von der Stadt Nürnberg, Stadtgeschichtliche Museen. Bearbeitet von Matthias Mende. - Nürnberg: Stadtgeschichtliche Museen, 1979, 444 S. (Ausstellungskataloge der Stadtgeschichtlichen Museen Nürnberg; Nr. 15). In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, Band 67, 1980, S. 210 – 213
  • Rudolf Reiser: Alte Häuser - große Namen. Nürnberg mit Fürth und Erlangen. München: Verlag Bruckmann, 1990, 255 S., ISBN 3-7654-2204-5, Buchbesprechung von Erich Mulzer in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg Band 78, 1991, S. 284 * Matthias Mende: Das Albrecht-Dürer-Haus in Nürnberg. Geschichte und Gegenwart in Ansichten von 1714 bis 1990 = The Dürer house in Nuremberg. Eingeleitet und kommentiert von Matthias Mende [Präsentiert von Sandoz AG Nürnberg und Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung e.V. Nürnberg. Übers. ins Englische: Sarah C. D. Slenczka]. Nürnberg: Carl, 1991, 151 S., ISBN 3-418-00354-0 Ausstellungskatalog. - Text deutsch und englisch. Buchbesprechung von Erich Mulzer in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, Band 80, 1993, S. 271

Filme

  • Michael Aue: „Heute vor 50 Jahren - Bomben auf Nürnberg“. Länge: 40 Min. Medienwerkstatt Franken e.V. Nürnberg. Februar 1995.

In dieser Sondersendung erinnert die Medienwerkstatt Franken an den verheerenden Bombenangriff, der am 2. Januar 1945 den Großteil der Nürnberger Altstadt vernichtete. „Live im Studio erläutert Dr. Erich Mulzer von den Altstadtfreunden die Hintergründe und Umstände des Angriffs und das Ausmaß der Zerstörung.“

  • Filmteam Wilfried Jäger, VideoFilm Club Nürnberg 50plus e.V.: „Altstadtfreunde Nürnberg e.V.“ - Ein Portrait. 11 Kapitel, Laufzeit 1 Std. 14 Minuten. Medium: DVD+R. Nürnberg 2004.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Michael Diefenbacher: Dr. Erich Mulzer † (13. Januar 1929 - 9. Oktober 2005). In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, Band 92, Nürnberg: Selbstverlag, Dezember 2005, S. XIII
  2. Nürnberger Nachrichten, 7. Juni 2013, S. 9: Ehrung für Erich Mulzer; Nürnberger Nachrichten, „Mehr Nürnberg“, S. 35: Straße für Mulzer