Felix Magath

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Felix Magath während seiner Zeit in Nürnberg

Felix Magath (* 26. Juli 1953 in Sailauf bei Aschaffenburg) ist ein deutscher Bundesligatrainer, Sportmanager und ehemaliger Fußballprofi.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Jugend und Karriere als Fußballspieler

Der Sohn eines US-Soldaten und einer ostpreußischen Mutter trat als erste Station in seiner sportlichen Laufbahn im Alter von sieben Jahren dem VfR Niklheim bei. Ab 1972 spielte er bei Victoria Aschaffenburg, 1974 wechselte er zum 1. FC Saarbrücken und damit in die 2. Bundesliga. 1976 wechselte er zum HSV. 1977 wurde er in die Nationalmannschaft berufen. Insgesamt absolvierte er hier 43 Einsätze, 1980 wurde er mit der Mannschaft Europameister. Als Spieler gewann er mit dem HSV den Europapokal der Landesmeister, den Europapokal der Pokalsieger und dreimal die deutsche Meisterschaft. Für den HSV, bei dem Magath bis 1986 blieb, erzielte er in 306 Spielen 46 Tore.

Karriere als Trainer und Vereinsfunktionär

Nach seiner aktiven Sportlerzeit war Magath zunächst als Manager beim HSV aktiv, danach beim 1. FC Saarbrücken und bei Bayer Uerdingen. Im Jahr 1992 startete er seine Trainerlaufbahn beim FC Bremerhaven in der Verbandsliga. 1993 wurde er Trainer der 2. HSV-Mannschaft und Trainerassistent der Bundesligamannschaft. In der Saison 1995/96 stieg er zum Coach der 1. Mannschaft auf. Anfangs mit großem Erfolg: Schon in seiner zweiten Saison gelang ihm der Einzug ins Achtelfinale des UEFA-Cups. Differenzen mit den Spielern und schlechte Ergebnisse führten aber dazu, dass Magath im Mai 1997 kurz vor dem Saisonende beurlaubt wurde.

Im Herbst 1997 heuerte Magath dann beim 1.FC Nürnberg an. Sein Vorgänger Willi Entenmann hatte es zwar geschafft, den Club von der Regionalliga Süd zurück in die 2. Bundesliga zu bringen, legte mit der Mannschaft dort aber einen sehr schwachen Start hin. Magath gelang es, die Clubmannschaft von den Abstiegs- zu den Aufstiegsrängen zu führen. Die Erfolgsgeschichte setzte sich aber nicht fort, weil Magath mit dem Club-Präsidium keine Einigung über seine Verlängerungs-Modalitäten erzielen konnte. Sein Nachfolger beim FCN wurde Willi Reimann.

Die nächste Trainerstation Magaths war im Oktober 1998 Werder Bremen. Bereits ein halbes Jahr später stieg Magath allerdings wieder aus dem Vertrag aus. Immerhin aber hatte er die Bremer ins DFB-Pokalfinale geführt, das sie anschließend gewannen.

Im Winter 1999 kam Magath als Nachfolger von Jörg Berger zu Eintracht Frankfurt und sicherte dort den Klassenerhalt. Ende Januar 2001 wurde er dort wieder entlassen, der Verein war mittlerweile wieder in die unteren Tabellenregionen abgerutscht.

Von Februar 2001 bis Juni 2004 war Magath in Personalunion Teammanager, Trainer Manager des VfB Stuttgart. Anfangs schien es sich auch um einen der Magath-typischen "Feuerwehrjobs" zu handeln, aber im Jahr 2003 gelang es ihm, die Mannschaft zur Vizemeisterschaft und in die Champions League zu führen. Magath brachte Spieler in die Mannschaft, die später großer Karrieren machten, wie etwa Kevin Kuranyi und Mario Gomez.

Vom Juli 2004 bis Januar 2007 trainierte Magath den FC Bayern München. Hier gelang es ihm, in zwei aufeinanderfolgenden Saisons sowohl den Meistertitel wie auch den DFB-Pokal zu gewinnen.

Im Juli 2007 wurde er zum einen Nachfolger von Klaus Augenthaler beim VfL Wolfsburg als auch Geschäftsführer des Vereins mit einem riesigen Macht- und Aufgabenapparat. Seine erste Saison beendete die Mannschaft mit dem 5. Platz, ein Jahr später wurde sogar der Meistertitel errungen. Während seiner "Alleinherrschaft" investierte Magath rund 55 Millionen Euro in die Mannschaft und baute sie mit insgesamt 30 neuen Spielern mehrfach radikal um.

Zum Juli 2009 wechselte Magath zu Schalke 04. Dort erhielt er einen Vertrag als Trainer, Manager und Vorstandsmitglied. In der ersten Saison wurde die Mannschaft Vizemeister und erreichte das DFB-Pokal-Halbfinale. Zur Saison 2010/2011 legte die auch hier komplett umgekrempelte Mannschaft allerdings mit nur einem Sieg in den ersten zehn Spielen einen historisch schlechten Saisonstart. Als Reaktion auf heftige Kritik von Fanverbänden an seinem Führungsspiel versuchte Magath den Kontakt zur Basis mit einer Facebookseite [1] zu verbessern. Er erreichte in der Saison noch das DFB-Pokal-Endspiel und zog mit der Mannschaft ins Viertelfinale der Champions League ein, wurde aber im März 2011 von seinen Aufgaben entbunden.

Im März 2011 kehrte Magath als Sport-Geschäftsführer und Trainer zum VfL Wolfsburg zurück. Dort gelang es ihm, die massiv abstiegsbedrohten "Wölfe" vor dem Gang in die 2. Bundesliga zu bewahren.

Privates

Felix Magath ist mittlerweile zum zweiten Mal verheiratet, insgesamt hat er sechs Kinder. Eines seiner ausgeprägtesten Hobbys ist die Liebe zum Schachspiel.


Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Facebook-Seite von Felix Magath