Franz von Montgelas

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Franz von Montgelas, eigentlich Franz von Sales Maria Eduard Anton Maximilian Joseph Karl von Montgelas (*18. Januar 1882; † 6. April 1945 in Nürnberg) war ein Opfer des Nationalsozialismus aus Schloss Kreuth bei Heideck (Landkreis Roth).

Inhaltsverzeichnis

Zum Leben

Graf Franz von Montgelas lebte auf Schloss Kreuth. Das Schloss aus dem 18. Jahrhundert liegt nördlich von Heideck. Franz von Montgelas wurde im April 1945 in Nürnberg von einem Sondergericht zum Tod durch Erschießen „verurteilt“. In der „Fränkischen Tageszeitung“ hieß es:

„Das Standgericht für den Verteidigungsbezirk Franken hat zum Tode verurteilt: den Grafen Franz von Montgelas auf Schloß Kreuth; […] Franz von Montgelas hat den Führer in unflätigster Weise beschimpft, ihn verächtlich gemacht und mit seiner böswilligen und zersetzenden Kritik die Kampfkraft des Volkes zu untergraben versucht. […] Die Urteile sind vollstreckt.“

An diesem Beispiel sieht man, in welcher Gefahr Regimekritiker schwebten.

Literatur

  • „… eines schimpflichen Todes“. Das Standgericht fällte drei Todesurteile. In: Fränkische Tageszeitung vom 14. April 1945. In: Geschichts- und Kulturkreis Schwaig-Behringersdorf e.V. (Hrsg.): Behringersdorf, Malmsbach, Schwaig - Bilder aus dem Leben einer Gemeinde im Nürnberger Land - einst und jetzt. Schwaig: Geschichts- und Kulturkreis Schwaig-Behringersdorf, 2005, 230 S., ISBN 3-00-016895-8; hier: S. 25

Siehe auch

Weblinks