Freie Bouler Aschaffenburg Pétanque

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Freie Bouler Aschaffenburg Pétanque
Vereinstyp Spielgemeinschaft für Boulesport (Pétanque)
Sitz Aschaffenburg
Gründungsjahr 1986
Vorstand bewusst ohne
Adresse Dalbergstraße 2, 63739 Aschaffenburg
Website http://www.freiebouler.de


Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Die Freien Bouler Aschaffenburg Pétanque sind eine lockere Gemeinschaft von Leuten, denen das französische Nationalspiel am Herzen liegt. Beheimatet sind sie auf dem Schlossplatz und dem angrenzenden Kastanienhain vor dem Kornhäuschen in der malerischen Aschaffenburger Altstadt.

Bei den Freien Boulern Aschaffenburg kann jeder mitmachen, ein paar Mitspieler und ein freier Satz Kugeln finden sich fast immer. Gespielt wird wochentags bei schönem Wetter ab ca. 17:00 Uhr, am Wochenende und an an Feiertagen auch schon einmal ab 15:00 Uhr!

Geschichte

Die Freien Bouler Aschaffenburg

Das Boulespiel kann bereits auf eine lange Tradition in Aschaffenburg zurückblicken. Eine wichtige Rolle hatten dabei immer auch schon Spieler(innen), die - ohne direkt einem Boule-/Petanque-Verein anzugehören - sich in lockerer Runde in Ottels Biergarten, der Villa Luna oder einfach auf irgendeinem Platz in der Stadt zusammen fanden und dem französischen Nationalspiel fröhnten. So war es denn auch folgerichtig, dass einer der grössten freien Plätze in Aschaffenburg, der Theaterplatz, bald nach seiner Einschotterung von den Boulern erobert wurde und sich zu einem lebendigen Treffpunkt inmitten der malerischen Altstadt entwickelte. Zeitweise mehr als sechzig aktive Spieler tummelten sich dort, um sich im Sommer beinahe täglich im - nicht immer Bierernstem aber manchmal schon Bierseligem - Wettkampf zu messen. Der Theaterplatz avancierte zum Boulezentrum in der Innenstadt und bot eine besondere Kulisse für die aus vielen Nationalitäten und Bildungsschichten zusammengewürfelten Boulisten. Leider konnte es nicht so bleiben.

Der Umzug zum Schlossplatz/Kastanienhain vor dem Kornhäuschen

Es war klar, dass der Theaterplatz umgestaltet werden würde, da die Stadt den Platz nicht weiter ungenutzt sehen wollte und um ein Konzept zur Umgestaltung arbeitete. Dabei sollten - nach dem Willen des Oberbürgermeisters Klaus Herzog - nicht noch einmal die gleichen Fehler gemacht werden, die unter seinem Vorgänger den Aschaffenburgern an eben dieser Stelle einen - von vielen Bürgern als Schandfleck empfundenen - Wohn- und Geschäftsgrossbau beschert hatten. Diesmal wurden die Bürger an den Planungen in einem bis dahin beispiellosen Verfahren an den Planungen beteiligt und so wandelte sich die reine Freizeitgemeinschaft der Bouler zeitweise in die Initiative lebendiger Theaterplatz mit dem Ziel, den Boulisten eine Heimat dort zu erhalten. Das grosse Echo von Medien und Bürgern auf die Initiative machte die Bouler in der Innenstadt schnell zu einem Faktum, an dem die Planer eines mediterranen Flairs für Aschaffenburg schwer vorbeikamen ohne unglaubwürdig zu erscheinen. Trotz einer geschickten Medienarbeit, viel persönlichem Einsatz aber auch der Unterstützung durch Stadtplaner und Oberbürgermeister zeichnete sich schon bald ab, dass die Planungen für den Theaterplatz kaum mehr Raum für einen akzeptablen Spielverlauf lassen würde. So wurde, gegen zunächst noch bestehenden Widerstand der staatlichen Schlösser- und Seen-Verwaltung, der Schlossplatz sowie der Weg zwischen diesem und dem historischen Kornhäuschen unter dem Kastanienhain als Boulespielfähige Fläche hergerichtet und zum Probespielbetrieb freigegeben und seit März 2006 ausgiebig genutzt. Das schon traditionelle Drei-Königs-Boule-Turnier der Schlossplatz-Bouler, an dem befreundete Spieler vom offiziellen Boule-Club, 1. BCP Aschaffenburg, ebenso teilnehmen, wie Spieler aus der näheren und weiteren Umgebung, fand erstmals am 6. Januar 2007 an der neuen Spielstätte statt.

So weit, so gut?

Das Boulespiel konnte seinen Standort in der Aschaffenburger Altstadt behaupten und erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit. Die Spieler geben der Stadt einen Hauch des Flairs, dessen sie sich gerne berühmt: Touristen bleiben stehen und schauen dem Treiben auf dem Schlossplatz und auf den Wegen zu, Kinder interessieren sich und mancher zufällige Passant wird vom Virus Boulensis erwischt, wirft einige Kugeln und kommt bei nächster Gelegenheit mit einem Satz eigener Kugeln zum Spiel. Nach wie vor verstehen sich die freien Bouler als Botschafter des französischen Nationalsports und bieten eine Plattform für menschliche Begegnungen jenseits von Standes- und Altersunterschieden. Dies macht einen grossen Teil der Faszination des Geschicklichkeitsspiels aus, bei dem praktisch jeder Erfolgserlebnisse erzielen kann. Nicht zuletzt hat das Petanque-Spiel von Anfang an einen integrativen Hintergrund: Die Regeln wurden ursprünglich entwickelt, um einem an den Rollstuhl gefesselten Franzosen das faire Spiel mit seinen Kameraden zu ermöglichen. Obwohl viele Spieler inzwischen zu Vollmitgliedern des örtlichen Bouleclubs geworden sind, bleibt die Atmosphäre am Schloss dennoch etwas besonderes und unverzichtbares.

Weblinks