Günter Stössel

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Günter Stössel (* 2. August 1944 in Nürnberg) ist Liedermacher, Schriftsteller, Mundartdichter und Kabarettist. Er wuchs in Fürth auf, lebt aber seit 1971 wieder in Nürnberg. Regional bekannt wurde er durch seine fünf Bände „Nämberch English Spoken“ und als Funkplauderer bei Radio F.

Günter Stössel

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Jugend und Schulzeit

Vom vierten bis zum 26. Lebensjahr wohnte Günter Stössel in Fürth. Er besuchte dort die Pestalozzi-Schule und dann die Knaben-Oberrealschule an der Kaiserstraße in Fürth, heute Hardenberg-Gymnasium. Seine Begabung als Alleinunterhalter zeigte sich, als er bereits als 14jähriger bei seiner Konfirmation die Gäste mit Gitarre und Liedern von Harry Belafonte unterhielt. 1965 machte Stössel das Abitur.

Günter Stössels Deutschlehrer Herbert Maas

An der Oberrealschule in Fürth (seit 1966 Hardenberg-Gymnasium) war der Mundartforscher Dr. Herbert Maas Ende der 50er Jahre etwa in der 3./4. Klasse für zwei Jahre Stössels Deutschlehrer und Klassenleiter. Maas notierte sich auch während des Unterrichts ab und zu neue Mundartwörter. Das gefiel Stössel, sodass er ihm auch Jahrzehnte später gelegentlich neue Wörter für Maas’ Mundartwörterbuch lieferte - immer – wie von Maas gefordert – mit Angabe einiger Gewährspersonen. In sein Nürnberger Wörterbuch „Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn“, 4. Auflage 1983, schrieb Maas im Februar 1984 als Widmung hinein: „Herrn Günter Stössel mit herzlichem Dank für die Mithilfe.“ In der 6. Auflage 1992 führt Maas in seiner Danksagung für umfangreiche Beiträge auch Günter Stössel auf (S. 294). Umgekehrt durfte Stössel für sein kleines „Fränggisch' Wördderbichla“ (1991) aus „Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn“ 500 Mundartwörter übernehmen.

Studium und Beruf

1966/67 absolvierte Stössel ein Industriepraktikum bei der MAN AG in Nürnberg. Von 1967 bis 1970 studierte er am Georg-Simon-Ohm-Polytechnikum in Nürnberg Maschinenbau und schloss sein Studium als Diplom-Ingenieur (FH) ab. Von 1970 bis 1988 war Stössel als Projektingenieur bei der Siemens Kraftwerk-Union AG in Erlangen tätig, seit 1978 als Technischer Redakteur.

Liedermacher und Schriftsteller

Nebenberuflich trat Stössel seit 1974 öffentlich als Liedermacher mit Blues, Folk und Ragtime auf, unterlegt mit fränkischen Mundarttexten und Dialektliedern. Hierfür verfasste er eigene Lieder und Texte in der Art des Mundart-Kabaretts. Seine Stücke haben meist fränkische Texte, etwa: „Alde, lass dein Dopf an der Wend, wir genner heud ins Resdorend“ (nach der Melodie von Alices Restaurant).

Nach fast 20jähriger beruflicher Tätigkeit als Maschinenbau-Ingenieur machte Stössel sein Hobby zum Beruf und war seit 1989 selbständiger Liedermacher, Musiker und Schriftsteller mit öffentlichen Auftritten. Er tritt am liebsten im kleinen bis mittleren Rahmen auf, z.B. in Musikclubs, in Gasthäusern, Kulturläden, Kleinkunstbühnen und in nicht allzu großen Sälen. Zwischen seinen Songs trägt er gern eigene Gedichte und Texte vor und spontanes „Zwischendurch-Gschmarri, das meistens durch Zwischenrufe aus dem Publikum provoziert wird. - Stössel nahm achtmal am Nürnberger Bardentreffen teil.[1]


Der Schriftsteller und Mundartdichter

Bekannt wurde Günter Stössel durch seine Dialektdichtung in zahlreichen, auflagenstarken Veröffentlichungen in Broschüren- und Buchform als Langspielplatten, CDs und Musikkassetten. Seine fünf Bände „Närmberch English Spoken“, sein Mundart-Wörterbuch „Fränggisch' Wördderbichla“ und seine populärwissenschaftlich geprägte Streitgeschichte zwischen Nürnberg und Fürth „Nürnberg bei Fürth“ wurden Bestseller. Zu erwähnen sind außerdem fünf MCs und vier CDs, ein Gedichtband, ein Songbuch.

Zuletzt übersetzte Stössel im Rahmen der Asterix-Mundartreihe zwei Bände in den fränkischen Dialekt und Texte von Wilhelm Busch und des Nürnberger Mundartdichters Johann Conrad Grübel in den heutigen Nürnberger Stadtjargon. Günter Stössel hielt am 14. Mai 2003 beim Pegnesischen Blumenorden einen Vortrag über Johann Conrad Grübel. Grübel trat dem Pegnesischen Blumenorden am 7. November 1808 als 284. Mitglied bei, also vor rund 200 Jahren.

Stössel arbeitete mehrere Gedichte Grübels dergestalt um, dass er den heutigen Lautstand des „Nürnberger Stadtjargons“ anstelle des stark nordostbairischen Grübel-Dialekts herstellte und ungebräuchlich gewordene Wendungen ersetzte. Stössel bezeichnete Grübel als Erfinder der schriftlichen Mundartdichtung überhaupt, noch früher als Johann Peter Hebel. (Nicht gerechnet werden dabei Aufzeichnungen von Liedern und Geschichten, die bereits mündlich im Umlauf waren, und dialektbeeinflusste Dichtungen früherer Epochen.)[2]

Sprachkritik und Sprachpflege

Werner Kügel beurteilt Günter Stössel als „einen jahrzehntelang geschätzten Künstler der prägnanten Sprüche, einen Mundart-Liedermacher mit vielen zitablen Einfällen auf der Grundlage scharfer Beobachtung seiner Mitmenschen“. Günter Stössel erweise sich in seiner über 600mal ausgestrahlten Rundfunk-Kolumne „Schmarrer-Egg“ und als Mitarbeiter im Sprachpflegeausschuss des Pegnesischen Blumenordens immer wieder als genauer Kritiker unbedachter Sprachschlampereien.[3] In einer Sprachausschusssitzung „Zur Sprachpflege“ ging es um die verbreitete Einstellung, in der Sprachgeschichte sei ohnehin „alles im Fluss“. Günter Stössel glossierte dies, man könne das auch so ausdrücken, dass „alles den Bach hinuntergeht“.[4] Zur Getrenntschreibung habe Günter Stössel ein „herausforderndes Beispiel“ gebracht: Wenn man schon „Land auf, Land ab“ schreiben solle, warum dann nicht „über Haupt“ statt „überhaupt“? [5]

Günter Stössel unterstützt zusammen mit Renate Schmidt, Oscar Schneider, Hermann Glaser und Godehard Schramm das Sprachbündnis Franken, eine gemeinsame Initiative des Vereins Deutsche Sprache e.V. (VDS) und der Senioren-Initiative Nürnberg e.V. (SIN). Das Sprachbündnis Franken kritisiert, dass die deutsche Sprache vor allem in Wirtschaft, Medien und Wissenschaft, sogar im Inland, zunehmend durch Englisch ersetzt werde. Günter Stössel sagte dazu: „Fremdwörter sind wie Schlaglöcher auf Straßen: Man sollte sie kennen, um ihnen elegant ausweichen zu können. Ein passendes deutsches Wort gibt es (fast) immer.“

Kolumnist im Rundfunk

Stössel ist ein Rundfunkliebhaber. Wenn er als Liedermacher und Schriftsteller arbeitet, trägt er gern Funkkopfhörer. Selbst Fernsehsendungen „hört“ er, wie er sagt. Er brauche keine Bilder.

Stössel war und ist freiberuflicher Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks. Schon in den 1990er-Jahren war er u.a. auch in einer der beliebtesten Unterhaltungssendereihen des Bayerischen Rundfunks: „Das Bairisch Herz. Heiteres und Besinnliches in Worten und Liedern“ mit Beiträgen in den fränkischen Ausgaben vertreten.[6]

Bei dem Privatsender Radio F gestaltet Stössel als Funkplauderer das Schmarrer-Eck mit schon weit über 600 Folgen. Diese eigene regelmäßige Kolumne „Schmarrer Egg“ ist in eine zusammenhängende Sendefolge eingebaut und wird seit vielen Jahren regelmäßig zwischen 8 und 9 Uhr an Samstagen und Sonntagen von Radio F gesendet. Auch dort hat Günter Stössel schon öfter Beobachtungen zur Sprachpflege angestellt. Zum Beispiel erhielt Günter Stössel am 29. Januar 2004 aus der Hand des Nürnberger Oberbürgermeisters Ulrich Maly den Sonderpreis der Mittelfränkischen Medienbetriebsgesellschaft mbH für seinen Beitrag „Okay“ als 442. Sendung seiner Serie „Schmarrer Egg“ in Radio F.

In diesem Beitrag war er auf sympathisch mundartliche Weise der Frage nachgegangen, worauf diese weltweite Zustimmungsfloskel „Okay“ zurückgehe. Dabei hatte er seine genaue Nachforschung mit unaufdringlicher, humorvoller Aufklärung des Publikums verbunden, so dass sein „lustiger Beitrag“ zu einer „amüsanten Vermittlung von Wissenwertem, oft vergeblich Nachgefragtem“ wurde.

Auszeichnungen

  • 2002 Kulturpreis des Kulturforums Franken
  • 2004 Medienpreis der mittelfränkischen Medienbetriebsgesellschaft: Comedy-Preis für sein „Schmarrereck“ bei Radio F[7]
  • 2005 Hörfunkpreis der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) für den besten Beitrag in der „Kategorie Unterhaltung/Comedy“, Sprachglosse „Schmarrer-Egg“, Funkhaus Nürnberg (Radio F)[8]
  • 2009 Ehrenkreuz des Pegnesischen Blumenordens

NZ-Fränkisch-Video mit Günter Stössel

Die Nürnberger Zeitung hat im November 2010 eine Video-Serie zum fränkischen Humor gestartet, in der auch Günter Stössel vertreten ist.

NZ-Fraenkisch.jpg

<flvplayertwo width="280" height="210">Stosselfertig.FLV</flvplayertwo> NZ-Fränkisch mit Günter Stössel


Werke

Bücher

  • Nämberch English spoken. Sprachbasteleien für Hiesige und Zugereiste. Nürnberg: Böckel
    • Teil 1: 9. Auflage, 1975, 10 Bl. (Autoren in der Plakaterie; Nr. 19)
    • Teil 2: 1976, 20 S. (Autoren in der Plakaterie; Nr. 22)
    • Teil 3: 1. Auflage, 1981, 51 S., ISBN 3-88469-026-4 (Autoren in der Plakaterie; Nr. 46); 6. veränderte Neuauflage, Verlag Matthias Böckel, 1990, 44 S., ISBN 3-87191-136-4 (Nürnberger Schriften; 3)
    • Teil 4: Helmut Seubert Verlag, 1993, 93 S., ISBN 3-87191-188-7 (Nürnberger Schriften; 7)
  • The best of Nämberch English spoken. Cadolzburg: Ars Vivendi, 2002, 99 S., ISBN 3-89716-372-1; 2. Auflage, 10/2003
    • Rezension von st (= Gerhard Stapf): Wall uns is Gschmarri so schnell nedd ausgehd. In: Nürnberg Heute, Zeitschrift für alle, die Nürnberg mögen, Hrsg.: Stadt Nürnberg, Heft Nr. 73, November 2002, Winter 2002/03, S. 76
  • Wenns der's glabsd. Gedichte, Texte und Sprüche im Nürnberger Dialekt und Stadtjargon. Collagen von Jürgen Ritter. Nürnberg: Plakaterie GmbH, 1977, 60 S. (Autoren in der Plakaterie; Nr. 31); 2. Auflage, 1979
  • Songbuch. [Liedersammlung aus den Langspielplatten „Schdrohwidwer-Blues“, „Globetrottel-Rag“, „Franken Song“]. Nürnberg: Plakaterie, 1979, 68 S., ISBN 3-88469-015-9 (Reihe Plakaterie: Songbuch)
  • Fränggisch' Wördderbichla. 500 Ausdrücke aus dem Nürnberger Raum. München: Ludwig, 1991, 63 S., ISBN 3-7787-3389-3
  • Maximilian Kerner, Günter Stössel: Max und Moritz / Die fromme Helene, aff fränggisch. Illustrator: Wilhelm Busch. 2. Auflage. Cadolzburg: ars vivendi, 2001, 160 S., ISBN 3-89716-220-2
  • Günter Stössel und Christian Groß: Di Haibtling' raffm's raus! Der Kampf der Häuptlinge, Asterix aff fränggisch. Asterix Mundart, fränkische Ausgabe. 6. Auflage. Mundart-Büchle 9. Berlin: Egmont Ehapa Verlag GmbH, 2002, 48 S., ISBN 3-7704-2253-8
  • Günter Stössel, Christian Groß, Manfred Groß: Asterix und es Gscheiderlä - Asterix und Maestria. Asterix aff fränggisch 2. Asterix Mundart, fränkische Ausgabe. Mundart-Büchle 29. Berlin: Egmont Ehapa Verlag GmbH, 2002, 48 S.
  • Nürnberg bei Fürth. Eine städtegeschichtliche Zoff-Sammlung unter dem Blickwinkel: „Soochermal - du bisgwieß vo Färdd?“. Mit Illustrationen von Toni Burghart. Nürnberg: Böckel, 1992, 117 S., ISBN 3-87191-173-9 (Nürnberger Schriften); 4., überarb. Auflage. Nürnberg: Verlag Edelmann, 2004, 192 S., ISBN 3-87191-323-5; Verlag Matthias Böckel
  • Wilhelm Busch aff fränggisch. Zweisprachige Ausgabe: Max und Moritz, Lausbubenstreiche; Die fromme Helene; Hans Huckebein, der Unglücksrabe. Umschlagentwurf: Toni Burghart. Nürnberg: Verlag Edelmann, 2007, 404 S., 325 Abb., ISBN 978-3-87191-332-7.

Tonträger

Schallplatten

  • I mechd ned wissn ..... Drei Nürnberger Dichter lesen aus eigenen Werken: Klaus Schamberger, Günter Stössel und Fitzgerald Kusz. Stuttgart: Intercord, 1980, 1 Schallplatte: 33 UpM, Stereo

CDs

  • Schdrohwidwer Blues, 1975
  • Globetrottel-Rag, 1976
  • Franken-Song, 1979
  • Rudi Madsius & Streetlife: »Düsenclipperhocker«. Songtexte & Rap: Günter Stössel, 1984
  • Lebend im Konzert, 1986
  • Af Nämberch nei, 1990
  • Radio Schmarrer-Egg, ausgewählte Rundfunkglossen bei Radio F, 1989-97
  • Günter Stössel änd fränds: Af Nämberch nei: 1. Af Nämberch nei, 2. Lou'mer's läiber gäih-! 3. Haus vom Meier's Gerchla, 4. Muggnbaddscher, Sunnabrand, 5. Globetrottel Rag, 6. Aus Nämberch naus, 7. Dou schdäihd a Haus in Gost'nhuf, 8. A Liebeslied wär's beinoh worn, 9. Sooch - des is ned woahr, 10. Du sollsd a braver Bärcher sai, 11. Kardang'lenk und Ausbuffdupf. - CD
  • Das Beste aus meinen 3 LPs. Eine Auswahl aus den LPs „Schdrohwidwer Blues“, „Globetrottel Rag“ und „Franken Song“: 1. Alde, laß dein Dopf an der Wend, 2. Goldbach City, 3. Weihnachtslied, 4. Kandidaten Blues, 5. Globetrottel Rag, 6. Leg mer an Strohsack vur dei Tür, 7. Manchmol könnt i greina wäi a Sau, 8. Dei Nachbar, 9. Cocaine, i glaab i spinn, 10. Nachtgiger strolling along, 11. A Liebeslied wärs beinah worn. – CD
  • Franken-Song. Ein etwas anderes Frankenlied, 1806-2006, CD
  • Wilhelm Busch «aff fränggisch», Doppel-CD, 2008, Edelmann-Verlag

Literatur

  • Der Barde Günter Stössel: Nürnbergs Er-Volkssänger. In: Nürnberger Nachrichten vom 8. September 1976
  • cbl: Stössel empfiehlt Renate Künast die Bauernfeindstraße. In: Hilpoltsteiner Kurier vom 26. September 2003
  • wr: Mundartsänger Günter Stössel strapazierte die Lachmuskeln seiner Zuhörer. Amüsanter Sprachunterricht. Die ‚Übersetzungen’ vom Fränkischen ins Englische kamen im „Zwinger“ bestens an. In: Roth-Hilpoltsteiner Kurier vom 27. September 2003, S. 4
  • Eva Kettler: Günter Stössels 600. Sprachglosse. „Gschmarri“ für die grauen Zellen. In. Nürnberger Zeitung vom 25. Februar 2006
  • Birgit Nüchterlein: Kommoder Filzpantoffel der Sprache. „Aff fränggisch“: Günter Stössel über Wilhelm Busch und die Spielwiese Mundart. In: Nürnberger Nachrichten vom 15. November 2006
  • Clemens Helldörfer: Günter Stössel erfand das legendäre „Närmberch-Englisch“. „Zoo a blade sin - des buggy fie net!“ In: Nürnberger Zeitung Nr. 28 vom 3. Februar 2007, Nürnberg plus, S. + 1 - NZ mit Fotografie
  • eB: Günter Stössel bei den »Kirchehrenbacher Kulturwochen«. In: Wiesentbote vom Mittwoch, 7. November 2007 - im Netz
  • Clemens Helldörfer: Wilhelm Busch auf Fränkisch: Bei Ärger hilft «Schnabbs». In: Nürnberger Zeitung Nr. 276 vom 29. November 2007, Nürnberg plus, S. + 1 - NZ
  • ch [= Clemens Helldörfer]: Stössel spricht Wilhelm Busch: Fränkische Bubenstreiche. In: Nürnberger Zeitung Nr. 281 vom 2. Dezember 2008, Nürnberg plus, S. + 1 - NZ [„Die originalen Busch-Verse werden von Anja Seidel gesprochen.“]

Siehe auch

Weblinks

Einzelverweise und Anmerkungen

  1. Konzert mit Lokalmatador Günter Stössel beim Ersten Nürnberger Bardentreffen 1976 (3 Fotos)
    • Günter Stössel, Mitglied Nr. 1716. In: Stammliste des Pegnesischen Blumenordens - PBlO
    • Günter-Stössel-Abend im Pegnesischen Blumenorden. Chronik 2002, Dienstag, 15. Januar 2002, und Zuwahl von Günter Stössel in den Pegnesischen Blumenorden, Mittwoch, 15. Mai 2002 - PBlO
    • Pegnesischer Blumenorden: Erinnerung an Johann Konrad Grübel, den Begründer der Nürnberger Mundartdichtung, Bericht über den Vortrag von Günter Stössel vom 14. Mai 2003 - PBlO
  2. Werner Kügel: Vorwort aus Günter Stössel: ’Wilhelm Busch aff fränggisch, 2007, S. 12 f.
  3. Zur Sprachpflege, Sprachausschusssitzung am 28. Januar 2004 - im Netz
  4. Zur Sprachpflege. Sprachausschusssitzung am 17. März 2004 (Auszug) - im Netz
  5. Andreas Scherrer: Findbuch. Das Bairisch Herz, Bayerischer Rundfunk, Historisches Archiv, 1. August 2006 - PDF-Datei
  6. Medienpreis 2004 der mittelfränkischen Medienbetriebsgesellschaft - im Netz
  7. BLM-Hörfunk- und Lokalfernsehpreis 2005: Günter Stössel, Funkhaus Nürnberg (Radio F) - im Netz

Artikel in der NZ

  • Ute Wolf: A scheene Sach, Herr Dichter! - Audioführung mit Günter Stössel im Fembohaus, NZ vom 3.6.2009 - online


  • Originaltext! Dieser Text stammt aus der Nürnberger Zeitung, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht editierbar. Das Anlegen weiterer Abschnitte ist aber durchaus erwünscht!

Vorlage:NZ:Günter Stössel


Dass Stössel als "Prophet im eigenen Lande" am Anfang mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, belegt dieser Beitrag von NZ-Redakteur Peter Viebig von den Anfängen des Bardentreffens:

"Kaum noch bekannt sind diejenigen, die 1976 in die Saiten griffen, um jene Mittelmeerreise zu gewinnen, die als erster Preis bei der Premiere des Bardentreffens ausgelobt war.
Gerade einmal 7000 Mark standen anfangs als Etat zur Verfügung. Dass man dafür keine Profis bekommen würde, war klar. Das wollte man auch gar nicht. Einer der teuersten Gäste war somit ein Juror: der aufstrebende Moderator Thomas Gottschalk bekam ein Honorar von 500 Mark.
Die Jury schickte schließlich den aus dem Schwarzwald stammenden Liedermacher Klaus-Gerhard Rau auf die 1200 Mark teure Urlaubsreise. Dem Lokalmatador Günther Stössel konnte sie dagegen weniger abgewinnen, sein Globetrottel-Rag sei eigentlich kein Gesang, sondern bloß gesprochen, befand sie. Um das aufgebrachte Publikum zu besänftigen gab's dann einen Sonderpreis für Stössel."--Vip 17:02, 8. Okt. 2007 (CEST)