Günther Beckstein

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Günther Beckstein
Günther Beckstein (* 23. November 1943 in Hersbruck) ist ein CSU-Politiker. Er war 14 Jahre lang bayerischer Staatsminister des Innern.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung, Studium und Beruf

Beckstein bestand 1962 am Willstätter-Gymnasium in Nürnberg die Reifeprüfung. Anschließend studierte er an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und in München Rechtswissenschaft. Von 1971 bis 1988 war Beckstein Rechtsanwalt in Nürnberg. 1975 promovierte er in Erlangen mit der Doktorarbeit Der Gewissenstäter im Strafrecht und Strafprozeßrecht im Fach Rechtswissenschaften zum Dr. jur..Von 1971 bis 1988 betrieb er seine Kanzlei in Nürnberg. 2009 kehrte er zurück und ist wieder in der Kanzlei als aktiver Anwalt gelistet, zusammen mit seinen engsten Freund und Kollegen Peter Jungnickl. Schwerpunkte sind Verwaltungsrecht, Verfassungsrecht und auch Vergabe- und Wettbewerbsverfahren.

Beckstein kam aus der Jugendarbeit der evangelischen Kirche in Nürnberg und ist Mitglied der Landessynode.

Politik

Beckstein kandidierte bereits 1970 im Alter von knapp 27 Jahren für den Landtag, wurde jedoch nicht gewählt. 1974 wurde er erstmals Landtagsabgeordneter.

1987 kandidierte Beckstein in Nürnberg zum Oberbürgermeister, musste sich jedoch seinem Gegenkandidaten Dr. Peter Schönlein geschlagen geben. Bald darauf wurde er Innenstaatssekretär und nach der Wahl des vorherigen Innenministers Dr. Edmund Stoiber dessen Nachfolger.

Am 9. Oktober 2007 wurde er zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt.

Beckstein gewann zuletzt bei der Landtagswahl 2008 als Spitzenkandidat der CSU den Stimmkreis 502 Nürnberg-Nord. Nachdem die CSU nach starken Stimmenverlusten keine absolute Mehrheit im Landtag mehr erhielt, kündigte Beckstein an, bei der bevorstehenden Abstimmung nicht mehr als Ministerpräsident zu kandidieren.

Ehe und Familie

Günther Beckstein heiratete 1973. Seine Ehefrau Marga ist Lehrerin. Als Seminarrektorin bildet sie Referendare für das Grundschullehramt aus. Das Ehepaar hat drei Kinder.

Veröffentlichungen

  • Der Gewissenstäter im Strafrecht und Strafprozeßrecht. Dissertation Universität Erlangen-Nürnberg, Fachbereich Rechtswissenschaften, 1975, XXXVI, 274 S.
  • Kay Hailbronner und Eckart Klein (Hrsg.): Flüchtlinge - Menschenrechte - Staatsangehörigkeit. Menschenrechte und Migration. Beiträge anläßlich des Symposiums am 9./10. Oktober 2000 in Potsdam. Mit einem Beitrag von Günther Beckstein .... - Heidelberg: Müller, 200, VIII, 268 S., ISBN 3-8114-5109-X (Motive, Texte, Materialien; Band 93)
  • Hans Zehetmair (Hrsg.): Bilanz eines erfüllten Lebens. Alfons Goppel zum 100. Geburtstag. Hanns-Seidel-Stiftung. Mit Beitrag von Günther Beckstein .... München: Hanns-Seidel-Stiftung, 2005, 94 S., ISBN 3-88795-295-2
  • Schwerpunkt: Islamismus. Autoren: Günther Beckstein .... Nürnberg: Gesellschaft für Kritische Philosophie, 2007, 352 S. (Aufklärung und Kritik: Sonderheft; 13)
  • ' 'Günther Beckstein: „Die Zehn Gebote – Anspruch und Herausforderung“, 192 Seiten, ISBN: 978-3-7751-5191-7 Pick It!; SCM Hänssler Verlag Holzgeringen, 17,85 Euro

Literatur

  • Sharon Chaffin, NZ: Beckstein wirft türkischem Premier Anti-Integrationspolitik vor. „Mit Erdogan ist es schwer“. In: Nürnberger Zeitung Nr. 36 vom 12. Februar 2008, S. 3 (Günther Beckstein zu Besuch in der NZ-Redaktion)
  • Ewald Hertrodt: Günther Beckstein. Die Biographie. Lahr/Schwarzwald: Johannis, 2008, 182 S., ISBN 978-3-501-05185-6
  • Walter Grzesiek: Biografie des Ministerpräsidenten. Becksteins Hersbrucker Anekdoten. In: Nürnberger Zeitung Nr. 162 vom 14. Juli 2008, S. 14 - NZ

Siehe auch

Weblinks