Günther Koch

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Günther Koch
©: Hagen Gerullis/NZ
Günther Koch (* 22. November 1941 in Posen) ist ein Lehrer, namhafter Nürnberger Radioreporter, insbesondere Fußballreporter, und freier Journalist. Er lebt seit 1964 in Nürnberg.

Inhaltsverzeichnis

Zum Leben und Wirken

Bundesweit bekannt wurde Günther Koch vor allem durch seine Hörfunkreportagen aus dem Nürnberger Stadion, die ihm den Spitznamen „Die Stimme Frankens“ bescherten.

Über 30 Jahre lang berichtete Koch für den Bayerischen Rundfunk und für die ARD hauptsächlich über die Spiele des 1. FC Nürnberg. „Ich stehe zu dieser Liebe zum Club, die ja unüberhörbar ist, betone aber, dass ich in meinen Beurteilungen trotzdem neutral bin“, sagte der mehrfach mit dem „Herbert-Zimmermann-Preis“ ausgezeichnete Reporter einmal im Gespräch mit der „Nürnberger Zeitung“.

Parallel zur Reporter-Tätigkeit übte er auf einer halben Stelle seinen eigentlichen Beruf als Pädagoge aus. Diese jahrzehntelange Tätigkeit als Religions-, Deutsch- und Englischlehrer und Seminarrektor an einer Nürnberger Realschule bezeichnete der im oberbayerischen Traunstein aufgewachsene Koch stets als „den wichtigeren Job“.

Den Einstieg in die Medienbranche schaffte er in den 1970er-Jahren, nachdem er sich beim BR über so manche Reportage beschwert hatte. Der damalige Sportchef Fritz Hausmann bot ihm daraufhin an, es doch besser zu machen. Das Ergebnis war eine über 30-jährige Zusammenarbeit. 2003 kandidierte Koch als langjähriges SPD-Mitglied für den bayerischen Landtag und wurde mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis gewählt. Als der Bayerische Rundfunk darauf hinwies, dass eine Tätigkeit als MdL mit der eines BR-Sportreporters unverträglich sei, nahm er das Landtagsmandat nicht an. Im Sommer 2006 wechselte Koch dann zum Pay-TV-Sender Arena, der sich für ein Jahr die Bundesliga-Rechte gesichert hatte. Koch ist immer noch freiberuflich für verschiedene Medien tätig. Hobbymäßig jagt der Vater zweier Töchter und Großvater ebenfalls mit großer Leidenschaft dem runden Leder hinterher.

Veröffentlichungen

  • Jürgen Roth (Hrsg.): Ausgewählte Radioreportagen [Tonträger]. Herne: Rough Trade, CDs; 12 cm
    • Wir rufen Günther Koch!, 1997. 1 CD + Beilage (10 S.)
    • Wir hören Günther Koch!, c 1998. 1 CD + Beilage (10 S.), ISBN 3-933505-00-3
  • Der Ball spricht. Fußballgeschichten. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag, 2005, 219 S., ISBN 3-596-16839-2 (Fischer; 16839)
  • Günther Koch liest Günther Koch, Der Ball spricht [Tonträger]. Regie: Dirk Schwibbert. Autorisierte Lesefassung. Berlin: Argon-Verlag, 2006, 2 CDs; 12 cm, in Mappe 13 x 14 cm, ISBN 3-87024-432-1 (Argon-Hörbuch)

Literatur

  • ILS: SPD: Wir rufen Günther Koch! Den wegen seiner markanten fränkischen Stimme bundesweit bekannten Hörfunk-Fußballreporter Günther Koch zieht es in die Politik. In. DIE WELT vom 22. November 2002 - WELT
  • Social Networks: Mikro statt Mandat. Günther Koch darf wieder ins Stadion. In: SPIEGEL ONLINE vom 25. September 2003 - SPIEGEL ONLINE
  • Günther Koch, Sportreporter, im Gespräch mit Axel Robert Müller. In: Alpha-Forum. Bayerischer Rundfunk, BR-ONLINE, Sendung vom 14. Februar 2006, 20.15 Uhr, 14 Seiten - PDF-Datei
  • Johannes Boss: „Ich gehe in keine Box“. Reporter-Legende Günther Koch über Arena, sein erstes Jahr im Fernsehen und den Kollegen Klinsmann. In: Der Tagesspiegel vom 19. Mai 2007 - im Netz
  • David Bernreuther: 1200 Fußballer setzten mit "Bunt ist cool" ein Signal. Alt-Cluberer kickten mit jungen Behinderten. In: Nürnberger Zeitung vom 6. Juli 2009 - NZ

Siehe auch

Weblinks