Gemälde- und Skulpturensammlung der Stadt Nürnberg

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Die Gemälde- und Skulpturensammlung der Stadt Nürnberg ist eine Einrichtung der Museen der Stadt Nürnberg und verwaltet den beweglichen Kunstbesitz der Stadt Nürnberg.


Verwaltung der Gemälde- und Skulpturensammlung
Foto: Museen der Stadt Nürnberg

Inhaltsverzeichnis

Leiterin

Zur Geschichte

Die Sammlungen haben ihren Ursprung im Kunstbesitz der Freien Reichsstadt Nürnberg und sind im Laufe der Zeit durch Ankäufe, Stiftungen und Schenkungen ergänzt worden. Sie gehören zu den ältesten und größten kommunalen Kunstsammlungen des deutschsprachigen Raumes. Da wichtige Teile der Bestände als Dauerleihgabe im Germanischen Nationalmuseum ausgestellt sind, betreibt die Stadt Nürnberg zur Zeit kein eigenes Kunstmuseum.

Aufgaben

Zu den Aufgaben der Gemälde- und Skulpturensammlung gehören die Verwaltung der Sammlungen, Leihverkehr, wissenschaftliche Erschließung, Ausstellungen aus den Beständen, Bearbeitung wissenschaftlicher Anfragen, die Depotverwaltung, Erwerb, das Führen des städtischen Kunstinventars. Seit 2006 ist hier das Projekt Generalrevision mit zwei Wissenschaftlern und einer Verwaltungskraft angesiedelt. Die Aufgabe ist die EDV-basierte Erfassung des städtischen Kunstbesitzes und die Bewertung der Bestände.

Bestände

Die Städtischen Kunstsammlungen umfassen etwa 4.000 Gemälde und 1.500 Skulpturen aus der Zeit vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart und unterteilen sich in mehrere Sammlungsbereiche: Rathausgalerie, Städtische Galerie, Fränkische Galerie, Sammlung "Internationaler Kunst", sogenannte Bürobilder. Hinzu kommen umfangreiche kulturhistorische Sammlungen: Goldschmiedearbeiten, Möbel, Münzen und Medaillen, Handwerksaltertümer, Textilien, Gläser, einige Spezialsammlungen, Asiatica (Sammlung Fuchs, ostasiatische Rollbilder und Zeichnungen), eine Sammlung polnischer naiver Kunst (Sammlung Orth). (Die beiden letzteren Sammlungen sind als Dauerleihgaben bei den Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.)

Herausragende Werke

Die Sammlungen enthalten sehr bedeutende Werke, darunter der sogenannte Vitzliputzli, eine aztekische Goldschmiedearbeit aus der 2. Hälfte des 16. Jh., die Kaiserbilder von Albrecht Dürer, der Sebastiansaltar von Hans Baldung Grien, der Tobias von Veit Stoß, der Kleinschwarzenloher Altar von Tilman Riemenschneider, das jugendliche Selbstbildnis von Rembrandt, das „Nürnberger Friedensmahl“ des Joachim von Sandrart, weiterhin Werke von Adam Kraft, Peter Flötner, Peter Vischer dem Älteren, Wenzel Jamnitzer, Paul Juvenell dem Älteren, Bernardo Bellotto, Johann Adam Klein, Anselm Feuerbach, Franz von Lenbach, Paul Ritter, Max Liebermann, Lovis Corinth, Wilhelm Trübner, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Christian Rohlfs, Ernst Barlach, Ernst Wilhelm Nay, Richard Lindner, Michael Mathias Prechtl.

Museen

Teile der Sammlungen sind in verschiedenen Nürnberger Museen ausgestellt, im Stadtmuseum Fembohaus, im Museum Tucherschloss, oder als Dauerleihgabe im Germanischen Nationalmuseum und im Neuen Museum Nürnberg. Der größte Teil der Sammlungen ist in verschiedenen Depots eingelagert.

Um der Öffentlichkeit dennoch den reichen Bestand der Sammlung vorzustellen, werden immer wieder Wechselausstellungen zu bestimmten Themenbereichen oder Einzelkünstlern in einem der Häuser der Museen der Stadt Nürnberg und anderen Einrichtungen präsentiert.

Kontakt

Gemälde- und Skulpturensammlung
Hausanschrift Gemälde- und Skulpturensammlung
Äußere Sulzbacher Straße 60 2.OG
90491 Nürnberg
Öffnungszeiten Die Verwaltung der Gemälde- und Skulpturensammlung der Stadt Nürnberg besitzt momentan keine regulären Ausstellungsflächen und keine feste Öffnungszeiten.

Der Besuch ist daher nur nach telefonischer Vereinbarung möglich.

Telefon 0911 231-5443
Fax 0911 231-4971
E-Mail museum@stadt.nuernberg.de
Website www.museen.nuernberg.de/skulpturen/index.html


Literatur

  • Wilhelm Schwemmer, Aus der Geschichte der Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 40 (1949), S. 97–206.
  • "Wunschbilder 1“, Ausstellungskatalog Museen der Stadt Nürnberg, Nürnberg 2002. 156 S., ISBN 3-921590-95-7
  • Ursula Kubach-Reutter, Nürnbergs Umgang mit seiner reichsstädtischen Vergangenheit. Die Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg um 1800, in: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 2002, S. 345–355.
  • Ursula Kubach-Reutter [Hrsg.]: Spätromantik im Industriezeitalter. Die Nürnberger Künstlerfamilie Ritter. (Ausstellungskatalog der Gemälde- und Skulpturensammlung der Stadt Nürnberg), bearb. v. Andreas Curtius, Ursula Kubach-Reutter und Ludwig Sichelstiel, mit Beiträgen von: Ruth Bach-Damaskinos, Ulrike Berninger u. a., Museen der Stadt Nürnberg, Nürnberg 2007

Siehe auch

Weblinks