Geocaching in Franken

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Aufwendig gestalteter Cache-Behälter in der Nähe von Markt Erlbach.
Foto: Helldörfer/NZ

Geocaching ist eine moderne Form der Schnitzeljagd, bei der sowohl das satellitengestützte GPS-Ortungssystem als auch das Internet eine große Rolle spielen. In Franken hat dieses Freiluft-Hobby eine große Zahl von Anhängern.

Inhaltsverzeichnis

Das Grundprinzip des Geocachings:

Als Cache wird ein kleiner Behälter bezeichnet, in dem sich verschiedene kleine Gegenstände befinden. Meist handelt es sich um Dinge wie Schlüsselanhänger, Spielzeugfiguren, Anstecker, Aufkleber oder andere kleine Souvenirs. Der Finder eines Caches darf einen dieser Gegenstände mitnehmen, wenn er dafür einen mindestens gleichwertigen Ersatz hineinlegt. Dieser Handel ist keine Pflicht, auf jeden Fall aber sollte sich der Finder in das Logbuch eintragen, das in der Cachebox ebenfalls enthalten ist. Wieder zuhause, sollte er außerdem noch einen Eintrag in das Internet-Log des Geocaches verfassen.

Wie wird ein Cache versteckt?

Der Behälter (meistens handelt es sich um eine wasserdichte Plastikbox) wird an einem Platz versteckt, der nicht allzu leicht zu finden sein soll. Allerdings lautet eine Vorschrift, dass zum Auffinden kein Werkzeug notwendig sein sollte. Aus diesem Grund sollte ein Cache auf keinen Fall eingegraben werden. Tabu sind auch Verstöße gegen geltendes Recht beim Platzieren eines Caches. Beliebte Verstecke sind etwa Baumstümpfe, Felsspalten, Mauernischen oder andere geeignete Orte. In dem Behälter befindet sich meistens auch ein Hinweis darauf, dass es sich hier um ein Spiel handelt, verbunden mit der Bitte an zufällige Finder, die Dose nicht mitzunehmen.

Nach dem Verstecken beschreibt der Cacher die Koordinaten auf einer der Geocaching-Plattormen im Internet (siehe Weblinks). Als Anhaltspunkte hinterlegt er eine Beschreibung sowie die genauen Koordinaten des Versteckortes. Der Eintrag wird von einem Administrator geprüft und ins Netz gestellt. Dann kann die Suche losgehen.

Wie wird ein Cache gefunden?

Wer ein Cache finden will, benötigt vor allem ein mobiles GPS-Gerät (normale Auto-Navis sind dafür ungeeignet). Er gibt die Koordinaten ein und macht sich auf den Weg. Je nach Art des Caches (siehe unten) kann sich die Suche mehr oder weniger anstrengend gestalten. Um die genaue Beschreibung des Cache-Standorts zu erhalten, muss man sich bei den meisten Geocache-Portalen vorher anmelden.

Welche Arten von Caches gibt es?

Traditional

Hier werden die Koordinaten des Caches ohne Umschweife preisgegeben.

Multi

Wie bei der klassischen Schnitzeljagd müssen hier mehrere Stationen bewältigt werden. An den jeweiligen „Stages“ findet der Cacher einen Hinweis zur nächsten Station, bis er schließlich zum Ziel, dem sogenannten „Final“, kommt. Üblicherweise muss er auf dem Weg dorthin Informationen sammeln, Rechenaufgaben lösen oder Rätsel knacken.

Micro

Hier ist der Behälter so klein, dass außer einem Mini-Logbuch meist nichts hineinpasst. Wird gerne für Verstecke in der Innenstadt verwendet.

Nightcache

Bei dieser besonderen Form des Geocachings, die nachts ausgeübt wird, weisen etwa reflektierende Folien in Augenhöhe den Weg zum Versteck. Aus diesem Grund wird auch noch eine Stirnlampe benötigt.


Wie wird man zum Cacher?

Notwendig ist eine Anmeldung bei einem Geocaching-Portal (Ausnahme: opencaching.de). Dort erhält man das nötige Grundwissen und technische Tipps über den Umgang mit GPS-Geräten. Die Anmeldung ist vor allem dann wichtig, wenn man selbst einmal eine Dose verstecken will.


Die fränkische Cacherszene

Geocaching ist in Franken extrem beliebt. Das mag zum einen an der hervorragend geeigneten Landschaft liegen (so etwa die Fränkische Schweiz), aber auch an der sehr aktiven Szene im Großraum Nürnberg. So existiert ein Geocaching-Stammtisch in Cadolzburg, der sich jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr in der „Burgschänke“ trifft.

Aufregung im Oktober 2009 um eine „Bombe“ in Nürnberg

Die Abendzeitung Nürnberg berichtete in ihrer Ausgabe vom 17. Oktober 2009 über den Fund eines verdächtigen Metallbehälters in der Nürnberger Innenstadt in der Nähe das Hauptmarktes. Wegen des Verdachtes, dass er sich um einem Sprengkörper handeln könne, sei daraufhin die Winklerstraße von Polizei und Feuerwehr abgesperrt worden. Wie sich im Nachhinein herausstellte, handelte es sich aber um eine Cache-Dose.

Weblinks