Georg Wilhelm Friedrich Hegel

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Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. August 1770 in Stuttgart; † 14. November 1831 in Berlin) war ein Philosoph. Hegel war von 1808 bis 1816 Rektor des Egidiengymnasiums in Nürnberg.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Inhaltsverzeichnis

Zum Leben

Als die Reichsstadt Nürnberg in das Königreich Bayern eingegliedert wurde, wurde das Egidiengymnasium 1808 verstaatlicht. Friedrich Philipp Immanuel Niethammer, protestantischer Zentralschulrat und Verfasser der Schulreform von 1808, übertrug Hegel die Leitung des neu aufzubauenden Egidiengymnasiums bzw. Aegidianums, das später „Altes Gymnasium“ genannt und 1933 in Melanchthon-Gymnasium umbenannt wurde. Als Rektor bewältigte Hegel die Probleme der Neuorganisation und reformierte das Gymnasium 1810 im Zuge der großen humanistischen Erneuerung des 19. Jahrhunderts.

1813 wurde er zum Lokalschulrat berufen, so dass er nun für alle Nürnberger Schulen zuständig war. Er erreichte 1814, dass ein Lehrerseminar geschaffen wurde. In Nürnberg verfasste er sein bedeutendstes Werk „Die Wissenschaft der Logik“, das 1812/16 bei dem Nürnberger Verleger Johann Leonhard Schrag erschien.

In Nürnberg heiratete er Marie v. Tucher. Dennoch nahm er 1816 einen Ruf an die Universität Heidelberg an.

Ehrungen

Werke (Auswahl)

  • Wissenschaft der Logik. [Die vorliegende Ausgabe beruht auf dem Text der kritischen Edition G. W. F. Hegel, Gesammelte Werke, herausgegeben von Friedrich Hogemann und Walter Jaeschke] / Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Neu hrsg. von Hans-Jürgen Gawoll. Neuausgabe. Hamburg: Meiner
    • Band 1: Die objektive Logik. Nach dem Text G. W. F. Hegel, Gesammelte Werke, Band 11 / mit einer Einleitung von Friedrich Hogemann und Walter Jaeschke. Buch 1. Das Sein (1812). 1985, LIII, 317 S., ISBN 3-7873-0630-7 (Philosophische Bibliothek; Band 375)

Literatur

  • Kurt Hussel: Hegel als Rektor und Lehrer am Gymnasium in Nürnberg. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 48, 1958, S. 306-313 - MVGN
  • Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Rektor in Nürnberg 1808 - 1816; Festschrift zur Hegelfeier des Melanchthon-Gymnasiums am 15. Oktober 1966. Nürnberg: Melanchthon-Gymnasium, 1966, 48 S.
  • Georg Wilhelm Friedrich Hegel in Nürnberg 1808 - 1816. Mit Beiträgen von Wilhelm Raimund Beyer u.a. Nürnberg: Stadtbibliothek, 1966, 46 S. (Beiträge zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg; Band 13)
  • Wilhelm Raimund Beyer (Hrsg.): Die Logik des Wissens und das Problem der Erziehung. Nürnberger Hegel-Tage 1981. Hamburg: Meiner, 1981, X, 274 S., ISBN 3-7873-0537-8
  • Hegel in Franken. Im Gedenken an seinen 150. Todestag. Ausstellung der Stadtbibliothek im Zusammenhang mit den Nürnberger Hegel-Tagen vom 30. Januar bis 1. Februar 1981 in der Eingangshalle der Zentralbibliothek. Ausstellung und Katalog: Rolf Hörndlein. Nürnberg, 1981, 48 S. (Ausstellungskatalog der Stadtbibliothek Nürnberg; 92)
  • Friedrich Wilhelm Bautz: HEGEL, Georg Wilhelm Friedrich, Philosoph. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon Band II (1990), Spalten 643-649 - BBKL
  • Hermann Glaser: Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Weltgeist in Franken. Gunzenhausen am Altmühlsee: Schrenk, J., 2008, 144 S., ISBN 978-3-924270-53-7 (Reihe: Auf den Spuren der Dichter und Denker durch Franken; 7)
  • Ursula Tannert: Hegels Nürnberger Ehefrau spendete ihrem Gatten viel Lob: Der Fürst der Denker war ein perfekter Ehemann. In: Nürnberger Zeitung Nr. 248 vom 23. Oktober 2008, Nürnberg plus, S. + 1 - NZ

Siehe auch

Weblinks