Hartmut Heller

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Hartmut Heller (* 21. Mai 1941 in Heidelberg) ist ein Geograph, Germanist, Historiker, Volkskundler und emeritierter Professor für Landes- und Volkskunde an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Hartmut Heller
©: Bernd Böhner

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Schule und Studium

Hartmut Heller besuchte das Realgymnasium in Nürnberg (jetzt: Willstätter-Gymnasium) und bestand dort 1961 das Abitur. Anschließend studierte er von 1961 bis 1967 an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Tübingen die Fächer Geographie, Germanistik, Geschichte und Volkskunde. 1967 bestand er das Erste Lehramtsexamen für Gymnasien in Bayern.

Berufliche Laufbahn

Assistententätigkeit und Promotion

Von 1967 bis 1971 war Heller Wissenschaftlicher Assistent an den Geographischen Instituten der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Kiel. 1970 promovierte er an der Universität Erlangen-Nürnberg mit einer Doktorarbeit über „Die Peuplierungspolitik der Reichsritterschaft als sozialgeographischer Faktor im Steigerwald“.

Schuldienst

Nach seinem zweiten Lehramtsexamen war Heller von 1971 bis 1974 im Schuldienst an Gymnasien in Nürnberg, Würzburg und Fürth (Bayern) tätig.

Hochschuldienst

Ab dem Sommersemester 1973 hatte Heller nebenamtlich einen Lehrauftrag an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät (EWF) Nürnberg der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

An der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät (EWF) Nürnberg übernahm er von 1974 bis 1997 als selbständiger Fachvertreter für Landes- und Volkskunde Aufgaben in der Lehrerbildung in der Laufbahn eines Studienrats im Hochschuldienst (A 13), 1978 Oberstudienrat im Hochschuldienst (A 14), 1984 Akademischer Oberrat (= Überleitung in die Laufbahngruppe der Wissenschaftlichen Mitarbeiter), 1985 als Akademischer Direktor in A 15.

Professur für Landes- und Volkskunde

1997 wurde er in dieser Funktion auf eine neugeschaffene C 3-Professur für Landes- und Volkskunde an Erziehungswissenschaftlichen Fakultät (EWF) Nürnberg berufen.

Heller befassste sich mit Siedlungsgeschichte, Volksfrömmigkeit, Aberglauben, „Mumia“-Medizin, Höhlensagen, Schulfesten und Schülerbräuchen, mit dem fränkischen Landjudentum, der Migration lutherischer Exulanten sowie jüngst für die Bayerische Landesausstellung 2006 mit der Frage fränkischer Identität zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Seine Forschungsschwerpunkte sind insbesondere

  • Siedlungs- und Kulturlandschaftentwicklung Mitteleuropas seit dem 30jährigen Krieg
  • Beiträge zur Kulturethologie (= die Übertragung evolutionsbiologischer Erkenntnisse auf die Entwicklung von Kultur)
  • Erfahrung von Fremdheit durch Reisen, Bevölkerungsmigration und Akkulturationsprobleme
  • Türkisch-osmanischer Einfluss in der deutschen Kultur seit dem 15. Jahrhundert
  • Heimatbegriff
  • Bräuche, Feste, Vereinswesen
  • Schul-, Fach- und Universitätsgeschichte

Eine Besonderheit sind Hellers auf ganz Deutschland ausgedehnte „Beutetürken“-Forschungen. Sie zeigen, dass schon im 16. bis 18. Jahrhundert kriegsbedingt viele hunderte Muslime nach Deutschland verschleppt wurden und nach schneller Assimilation bis heute inmitten „unserer“ Bevölkerung fortleben. Seit 1980 wirkt Hartmut Heller in Österreich an den interdisziplinären „Matreier Gesprächen zur Kulturethologie“ mit. 2002 übernahm er deren wissenschaftliche Leitung.

Hartmut Heller betreute beinahe 400 Examensarbeiten, Zulassungsarbeiten im Fach Volkskunde zum 1. Lehramtsexamen für Grund-, Haupt- oder Realschule, die wertvolle Bausteine zur fränkischen Landeskunde sind.

Funktionen

  • 1999 Wahl zum Prodekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät. Dies Amt hatte er bis 2001 inne.
  • 2001 Wahl zum Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät. Dies Amt übte er bis 2003 aus.

In diese Zeit fiel die Gründung des Zentralinstituts für Lehr-/Lernforschung (ZiLL).

Sonstige Funktionen

  • Mitglied der kollegialen Leitung des Instituts für Anthropologisch-historische Bildungsforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
  • Mitglied des Zentralinstituts für Regionalforschung (Sektion Franken und Sektion Europa) der FAU
  • Mitglied des Interdisziplinären Zentrums für Dialektforschung an der FAU
  • Korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Landeskunde (Sitz Leipzig)
  • Wahlmitglied der Gesellschaft für fränkische Geschichte
  • Präsidiumsmitglied der Bayerischen Volksstiftung/Bayerische Einigung e.V. (Sitz München)
  • Stellvertretender Bundesvorsitzender im "Frankenbund e.V." (Sitz Würzburg)
  • Mitglied diverser wissenschaftlicher Beiräte, so im Förderverein Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim, in der Fränkischen Geographischen Gesellschaft oder dem Kulturbeirat der Stadt Nürnberg.

Im Stadtlexikon Nürnberg wurden als Quellen zahlreiche Zulassungsarbeiten im Fach Volkskunde zum 1. Lehramtsexamen Grund-, Haupt- oder Realschulen ausgewertet, die von Hartmut Heller vergeben und betreut worden waren. Aber obwohl Hartmut Heller ein orts- und fachkundiger Fachgelehrter ist, wurde er nicht zur Mitarbeit am Stadtlexikon Nürnberg herangezogen.[1]

Im Oktober 2006 trat Hartmut Heller in den Ruhestand.

Auszeichnungen

  • 2001 „Wolfram-von-Eschenbach-Kulturpreis“ des Bezirks Mittelfranken[2]
  • 2002 Großes Goldenes Bundesabzeichen des Frankenbundes
  • 2002 Medaille „Für vorbildliche Heimatpflege“ des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege[3]
  • 2007 Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland[4]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Hrsg.: Exkursionen in Franken und Oberpfalz. - Erlangen 1971, 2. Aufl. 1976, 392 S., darin:
    • Der Steigerwald. Historische und moderne Züge in einem ländlichen Raum, S. 39-62
    • Herzogenaurach - Höchstadt an der Aisch - Schlüsselfeld. Entwicklungsstufen fränkischer Kleinstädte, S. 63-72
    • Nürnberg. Außenviertel und Stadtrandbereich, S. 163-176
    • Karstlandschaft und Industriegasse an der Pegnitz, S. 223-240
    • Vom Nürnberger Becken zur Mittleren Frankenalb. Ein natur- und sozialräumliches Profil, S. 241 - 256
  • Die Peuplierungspolitik der Reichsritterschaft als sozialgeographischer Faktor im Steigerwald. Zugleich: Universität Erlangen-Nürnberg, Naturwiss. Fakultät, Dissertation vom 15. Juli 1970. Erlangen: Fränkische Geographische Gesellschaft, 1971, 120 S., ISBN 3-920405-29-3 (Erlanger geographische Arbeiten; Heft 30)
  • Mit Horst-Günter Wagner: Untersuchungen zur Entwicklung des Fremdenverkehrs auf der Nordseeinsel Föhr unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Wyk. In: Schriften des Geographischen Instituts der Universität Kiel 37. 1971, S. 185-217
  • „Ein sehr berühmter Gesundbrunnen in loco Brunn“. Geschichte der Hoffnungen auf eine mineralische Heilquelle im mittelfränkischen Keuperland. In: Geologische Blätter Nordostbayern 26. 1976, S. 55-65
  • Jüdische Landgemeinden im 18./19. Jahrhundert. Ansiedlung, Erwerbsleben, Mobilität. In: Zs. Frankenland Sonderheft 1978, S. 6-13
  • Mit Konrad Tyrakowski: „Unsere Landesvätterliche Sorgfalt“. Merkantilistischer Landesausbau durch Bevölkerungsvermehrung. Ein geographisches Unterrichtsprojekt zum Thema „Die historische Situation als Bedingung raumwirksamer Entscheidungen' für die Sekundarstufe II. - Raumwissenschaftl. Curriculum-Forschungsprojekt des Zentralverbandes der deutschen Geographen (RCFP). - Im Manuskript vervielfältigt Nürnberg 1979, 104 S.
  • Eine Zukunft für das Knoblauchsland? Trendbeobachtungen im stadtnahen Gemüseanbaugebiet von Nürnberg-Fürth. - In: Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft 25/26 für 1978/79. Erlangen 1980, S. 115-145
  • Ein Schlesier in Franken. Prof. Dr. Helmut Fuckner zum 65. Geburtstag. In: Zeitschrift Frankenland. 32. Jg. 1980, S. 37-39.
  • Nicht nur Pizzabäcker und Eisverkäufer! Selbständige Gewerbetreibende aus den sog. Gastarbeiterländern in der Großstadt Nürnberg. In: Zeitschrift Lernen in Deutschland 1981. Heft 4, S. 149-158
  • Mit Elisabeth Fuchshuber: Siedlungsgeschichte und administrative Entwicklung im Übergangsbereich zwischen Hochstiften und Markgraftümern. In: Kreisheimatbuch Neustadt an der Aisch / Bad Windsheim. - Scheinfeld 1982, S. 333-361
  • Hinaus ins Nürnberger Land! Die Entwicklung des Tourismus im Gebiet „Frankenalb“. In: Nürnberger Land, hrsg. E. Pfeiffer. Hersbruck 1982, S. 179-192
  • Die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Oder: Der Wille zum Modellfall. In: Pädagogische Rundschau 37. 1983, S. 373-381
  • Zur Trachtenerneuerung in Franken. In: Verhaltensforschung in Österreich. Festschrift Konrad Lorenz 80. Jahre, hg. Otto Koenig. Wien/Heidelberg 1983, S. 375-385
  • Der Nürnberger Dutzendteich. Reichsstädtische, bayerische und deutsche Vergangenheit. - Nürnberg 1983, 80 S.
  • Über den Umgang mit Tradition auf Trödelmärkten. In: Otto Koenig 70 Jahre. Kulturwissenschaftliche Beiträge zur Verhaltensforschung. Wien/Heidelberg 1984, S. 199-210
  • Gartenstädte als Teil deutscher Großstädte. In: Großstadt. Aspekte empirischer Kulturforschung. 24. Deutscher Volkskundekongreß Berlin 1983. Schriften des Museums für Volkskunde Berlin Band 13. 1985, S. 49-59
  • Stadtentwicklung und Planung in geschichtlich profilierten Fremdenverkehrsorten: Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber. In: Franken. Planung für eine bessere Zukunft? Ein Führer zu Objekten der Raumplanung, hg. Hans Hopfinger. Nürnberg 1986, S. 233-255
  • Siedlungsgeschichte Mitteleuropas 1600-1800. In: Handbuch der Siedlungsgeschichte Mitteleuropas, Band II Inneres Mitteleuropa, Kapitel 4, konzipiert von Kl. Fehn (Manuskript fertig 1986, Gesamtprojekt gescheitert 1994)
  • Hrsg. mit Gerhard Schröttel: Glaubensflüchtlinge und Glaubensfremde in Franken. 26. Seminar des Frankenbundes 1986 in Schloss Schney. Würzburg: Selbstverlag des Verfassers, 1987, 284 S., darin:
    • Einwanderungsland Franken, S. 115-119
    • Berchtesgadener Holzschnitzer in Altdorf, S. 215-226
    • Türkentaufen um 1700, ein vergessenes Kapitel der fränkischen Bevölkerungsgeschichte, S. 255-271
      • Rezension von Werner Wilhelm Schnabel: Hartmut Heller, Gerhard Schröttel (Hrsg.): Glaubensflüchtlinge und Glaubensfremde in Franken. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN), Band 75, 1988, S. 273-274 - MVGN
  • Der Heimatbegriff und seine historisch gewachsene Vielschichtigkeit. In: Fürther Heimatblätter NF 37, 1987, Heft 4, S. 85-97
  • Knoblauchsland - Gemüsebau / Großraum Nürnberg - Siedlungsentwicklung 16.-20. Jahrhundert. - Zwei thematische Karten im Diercke-Weltatlas. Neubearbeitung 1987. Braunschweig 1988. S. 51 und 65. Dazu: Erläuterungen im Handbuch zum Diercke-Atlas.
  • Epilog auf Männerbünde. Volkskundliche Untersuchungen an vermeintlich geschlechtsspezifischen Gruppen: Kriegervereine und Fußball-Fanclubs. In: Interdisziplinäre Kulturforschung. Walter Hirschberg 85 Jahre (= Matreier Gespräche 1984-1986). Wien/München 1989, S. 80-89
  • Volkskunde und Lehramtsstudenten. Der Kreuzweg der Volkskunde an der Universität Erlangen-Nürnberg. In: Bayerische Blätter für Volkskunde, 16. Jg. 1989, S. 238-255
  • Sammeln als Freizeithobby. Ebd. S. 234-244
  • Zur Luxurierung der Historienspiele in Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber. In: Zs. Frankenland 42. 1990, S. 228-237
  • Verschleppt, getauft und eingedeutscht. Eine erste Türkenwelle im Sog der Kriege um 1700. In: Stuttgarter Zeitung Nr. 228 vom 2. Oktober 1990
  • Dreimal Fatmeh: Frauenschicksale aus der Türkenzeit. - In: Frauen in der einen Welt. Sonderband 1 Flucht-Vertreibung-Exil-Asyl. Frauenschicksale im Raum Erlangen, Fürth, Nürnberg, Schwabach. - Nürnberg 1990, S. 14-21
  • Einbürgerung von Türken vor 300 Jahren. Archivmaterial aus Franken. In: KEA. Zeitschrift für Kulturwissenschaft 1. Heft 1, 1990, S. 69-85
  • „Türken in Nürnberg“. Fränkische Mundartgedichte aus dem Jahre 1867 und ihr kulturgeschichtlicher Hintergrund. - In: Volkskultur - Geschichte - Region. Festschrift für Wolfgang Brückner zum 60. Geburtstag, hg. D. Harmening u. E. Wimmer. Würzburg 1990, S. 689-704
  • Janitscharenmusik für Kinderhände. Aus Nürnberger Spielzeugmusterbüchern des 19. Jahrhunderts. In: Zs. Frankenland 43. 1991, S. 336-347
  • Seidenraupen auf fränkischen Maulbeerbäumen. Agrarpolitische Experimente im 18./19. Jahrhundert. - In: Zs. Frankenland 43. 1992, S. 74-87
  • Die kulturelle Verarbeitung des Krieges nach dem Krieg. In: Krieg-Friede-Konflikt. Matreier Gespräche 1989, hg. Otto Koenig, S. 69-82
  • Indianer in Vier-Kontinente-Allegorien auf fränkischen Kirchenkanzeln und Deckenfresken, an Brunnen und Gartenwegen. Zur Wahrnehmung Amerikas im 16. Jahrhundert. In: Zs. Frankenland 43, 1992, S. 363-374
  • Denk mal! Unscheinbare Narben im Stein. Steinmetzzeichen, Zangenlöcher, Zieglermaße, Graffiti, Hochwassermarken und Wetzrillen. In: Zs. Frankenland 44. 1993, S. 218-232
  • Nürnberger Jerusalempilger in Kairo. Bemerkungen zur historischen Fremdenverkehrs- und Stadtgeographie in den Reiseberichten des Hans Tucher (1479) und Christoph Fürer (1565). In: Festschrift 65. Geburtstag Wigand Ritter. Nürnberger Wirtschafts- und Sozialgeographische Arbeiten 46. 1993, S. 201-233
  • Akademische Schulbank künftiger Lehrer und Standort für Bildungsforschung. Die Erziehungswissenschaftliche Fakultät in Nürnberg. In: 250 Jahre Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Festschrift, hg. Henning Kößler. Erlanger Forschungen, Sonderreihe Band 4, 1993, S. 759-792
  • Conrad Scherzer (1893-1965) - Zeichner und Volkskundler für Franken. In: Franken unter einem Dach. Schriftenreihe d. Vereins Fränkisches Freilandmuseum Heft 16. 1994, S. 29-48
  • Die Aufklärung des 18. Jahrhunderts im Konflikt mit Volksfrömmigkeit und Aberglauben. Ein Pfarrer und Schulmann als Herausgeber des „Journals von und für Franken“ und des „Fränkischen Merkur“. - In: Religiöse Erziehung und Religionsunterricht, hg. M. Liedtke.. Schriftenreihe zum Bayerischen Schulmuseum Ichenhausen Band 13, 1994, S. 195-205
  • Kultobjekt Auto. Kulturethologische Betrachtungen über das „Leitfossil des 20. Jahrhunderts“. - In: Kulturethologie. Über die Grundlagen kultureller Entwicklungen, hg. M. Liedtke. - München 1994, S. 181-204
  • „Zehn Schultüten“. Brauchgeschichtliche Betrachtungen. In: Zs. Frankenland 47.Jg. 1995, S. 257-262
  • Offenes Land Franken. Heimat als Schnittpunkt von Weltbeziehungen - Aspekte regionaler Volkskultur (Festvortrag an der Universität Bamberg zum 75. Geburtstag Prof. Dr. Elisabeth Roth). In: Zeitschrift Schönere Heimat 85.Jg. 1996, S. 17-24
  • Heimweh im Schützengraben? Feldpost 1914/18 von der Westfront nach Baudenbach (Landkreis Neustadt an der Aisch. In: Franken unter einem Dach. Zeitschrift für Volkskunde und Kulturgeschichte, hg. Verein Fränkisches Freilandmuseum Heft 18, 1996, S. 65-73
  • Kerzenschein. Die Elektrifizierung der Wachslichter. - In: Kulturethologische Aspekte der Technikentwicklung. Matreier Gespräche 1994, hg. M. Liedtke. Graz 1996, S. 142-161
  • Muslime in deutscher Erde. Frühe Grabstätten des 14. bis 18. Jahrhunderts. In: In fremder Erde. Zur Geschichte und Gegenwart islamischer Bestattung in Deutschland, hg. G. Höpp u. G. Jonker. - Zentrum Moderner Orient. Geisteswissenschaftl. Zentren Berlin e.V., Arbeitshefte 11. 1996, S. 45-62
  • Beutetürken. Deportation und Assimilation im Zuge der Türkenkriege des 16. und 17. Jahrhunderts. - In: Fremde Erfahrungen. Asiaten und Afrikaner in Deutschland, Österreich und in der Schweiz bis 1945. - Zentrum Moderner Orient. Geisteswissenschaftl. Zentren Berlin e.V., Studien 4. Berlin 1996, S. 159-167
  • „Mit klingendem Spiel“. Der Siegeszug der Janitscharenmusik vom Schlachtfeld ins Kinderzimmer. - In: Spiel und Spielen. Matreier Gespräche 1991, hg. M. Liedtke. Graz 1996, S. 53-68
  • Der „Wunderberg in der Oberpfaltz“. Vom Expeditionsbericht zur Sage - Geschichte einer Rezeption. - In: Festschrift Dr. Kurt Töpner zum 60. Geburtstag, hg. H. Schötz. - Bergatreute 1997, S. 11-24
  • Türkengassen in Franken. Methodenvariable Entfaltung eines kleinen Themas zwischen Ortsnamentrivialität und Stereotypenforschung. In: Jahrbuch für fränkische Landesforschung 57. 1997, S. 321-338
  • Schulfeste und Schülerbräuche. In: Handbuch der Geschichte des bayerischen Bildungswesens, hg. M. Liedtke. Bd.4. Bad Heilbrunn/Obb. 1997, S. 244-272
  • Heiliger Jakob, wahrer Jakob, billiger Jakob. Rekonstruktion als Antriebskraft neuer Volkskultur. -In: Zeitschrift für Volkskunde 94. 1998, S. 208-232
  • Hat der bürgerliche Kulturverein noch Bedeutung und Chancen im 21. Jahrhundert. In: Zs. Frankenland 51. Jg. 199, S. 65-69
  • Straßenmusikanten. Ein Zusammenspiel von Begabung und Not im geschichtlichen Wandel. In: Ton, Gesang, Musik. Natur- und kulturgeschichtliche Aspekte. Matreier Gespräche 1997. Graz 1999, S. 118- 139
  • Serielle Quellen in Bayern: Physikatsberichte und Pfarrbeschreibungen des 19. Jahrhunderts. - In: Gemeindebeschreibungen und Ortschroniken in ihrer Bedeutung für die Landeskunde, hg. E. Reinhard. - Werkhefte der Staatlichen Archivverwaltung in Baden-Württemberg, Serie A. H.12. Stuttgart 1999, S. 199-214
  • Das „Schullehrerseminar“ in Altdorf. Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität Erlangen- Nürnberg blickt zurück auf ihre Anfänge. In: „Der Bote“, Zeitung für Nürnberg Land 166. Jg. 1999, Nr. 168 vom 24. Juli 1999, S. 3-8
  • Gastronomie und heimische Küche. Langzeitbeobachtungen zu Interferenzen zwischen Globalisierung und Regionalisierung. In: Kultur und Region im Zeichen der Globalisierung. Wohin treiben die Regionalkulturen?, hg. S.A. Bahadir. - Schriften des Zentralinstituts für Regionalforschung der Universität Erlangen-Nürnberg Bd. 36. Neustadt aan der Aisch 2000, S. 455-464
  • Vereine 2000 - Generationenvertrag zwischen Alt und Jung? In: Zs. Frankenland 52.Jg. 2000, S. 23-35
  • Um 1700: Seltsame Dorfgenossen aus der Türkei. Minderheitenbeobachtungen in Franken, Kurbayern und Schwaben. In: Fremde auf dem Land, hg. H. Heidrich, R. Heimrath u.a. - Schriften Süddeutscher Freilichtmuseen Band 1. Neustadt an der Aisch 2000, S. 13-44
  • Zur kulturellen Evolution von Pelikan und Adler. Relikte in der Bildersprache von Heraldik und Hausrat, Brauch und Werbung. In: Relikte. Der Mensch und seine Kultur. Matreier Gespräche 1998, hg. M. Liedtke. Graz 2000, S. 209-232
  • Hrsg.: Neue Heimat Deutschland. Aspekte der Zuwanderung, Akkulturation und emotionalen Bindung. - Erlanger Forschungen Reihe A - Geisteswissenschaftlichen Band 95. - Erlangen 2001
  • Außerdem Rundfunk- und Fernsehbeiträge, Buchbesprechungen, über 200 Vorträge

Literatur

  • Max Liedtke: Kulturwandel. Herrn Professor Dr. Hartmut Heller zur Vollendung des 60. Lebensjahres. Matreier Gespräche. Im Auftrag des Matreier Kreises hrsg. von Max Liedtke [Otto-Koenig-Gesellschaft]. Graz: Austria-Medien-Service, 2001, 360 S. (Schriftenreihe der Otto-Koenig-Gesellschaft, Wien)
  • Prof. Dr. Hartmut Heller zum 65. Geburtstag. Dr. Hartmut Heller, Inhaber der Professur für Landes- und Volkskunde der Universität Erlangen-Nürnberg, feiert am 21. Mai 2006 seinen 65. Geburtstag. In: Mediendienst FAU-Aktuell Nr. 4652 vom 15. Mai 2006 - im Netz

Siehe auch

Weblinks

  • Volkskunde als Teil der Lehrerbildung in Bayern - im Netz

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Im Stadtlexikon Nürnberg wird z.B. im Artikel Dutzendteich die Abhandlung Hartmut Hellers „Der Nürnberger Dutzendteich“ (1983) zitiert. Den Essay über „Brauchtum“ übertrug man jedoch einem nicht ortskundigen Wissenschaftler. In dessen Essay über „Brauchtum“ fehlt das einschlägige Buch des Direktors der Stadtbibliothek Nürnberg:
  2. Prof. Dr. Hartmut Heller, Fachvertreter für Landes- und Volkskunde, Mitglied der Sektion "Franken" im Zentralinstitut für Regionalforschung der FAU und Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, wurde im November 2001 der Kulturpreis des Bezirks Mittelfranken verliehen. Dieser „Wolfram-von Eschenbach-Preis“ war mit 20.000 Mark dotiert. In: Auszeichnungen aus der FAU 2002. MediendienstAktuell Nr. 2661 vom 16. Januar 2002 - im Netz
  3. Prof. Dr. Hartmut Heller, Professur für Landes- und Volkskunde, wird vom Bayerischen Landtag die Medaille „Für vorbildliche Heimatpflege“ für seine Bemühungen um den Erhalt des Faches Volkskunde in der bayerischen Lehrerbildung verliehen. In: Mediendienst FAU-Aktuell Nr. 2849 vom 2. Juli 2002 - im Netz
  4. Prof. Dr. Hartmut Heller, Professur für Landes- und Volkskunde an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, ist mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. In: Auszeichnungen und Funktionen 2007. Zentrale Universitätsverwaltung, Pressestelle, Mai 2007 - im Netz