Heinrich von Pierer

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Heinrich von Pierer

Heinrich von Pierer (* 26. Januar 1941 in Erlangen) ist ein deutscher Manager. Er war Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Heinrich von Pierer studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft in Erlangen und promovierte 1968 zum Dr. jur.

1969 trat er bei Siemens in die Rechtsabteilung ein. 1989 wurde er Leiter des Unternehmensbereichs KWU und Mitglied des Vorstands, Ende 1990 trat er in den Zentralvorstand von Siemens ein.

1992 wurde von Pierer als Nachfolger von Karlheinz Kaske Vorstandsvorsitzender und führte den Konzern bis 27. Januar 2005. Am gleichen Tag wurde er von der Hauptversammlung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, obwohl es zuvor Kritik - unter anderem von Belegschafts-Aktionären - an dem übergangslosen Wechsel von der Unternehmensleitung in das Aufsichtsgremium gegeben hatte. Am 25. April 2007 trat von Pierer von seinem Aufsichtsrats-Posten zurück - Anlass war die Korruptionsaffäre bei Siemens, die ein umfangreiches System von Schmiergeldzahlungen zum Vorschein brachte. Obwohl er eine Mitverantwortung abstritt, akzeptiere er Schadenersatzforderungen der Siemens AG in Höhe von 5 Mio € und ein Bußgeld der Staatsanwaltschaft.

Literatur

  • Heinrich von Pierer: "Gipfel-Stürme", Berlin: Econ Verlag 2011 (Autobiografie)
  • Gabi Wald-Hauf: Aufstieg und Niederlagen des „Mister Siemens“: Auszüge aus "Gipfel-Stürme" in der NZ vom 16.1.11
  • Wolf-R. Scharff: Von Pierer gibt den schönsten Job ab- NZ vom 28.1.05
  • Klaus Wonneberger: Siemens erklärt Korruptionsaffäre für beendet aus NN vom 27.1.10

Siehe auch

Weblinks