Hochschule für Musik Nürnberg

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Das Gebäude der Musikhochschule.
Foto: Harald Sippel/NZ

Die Hochschule für Musik Nürnberg ist im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss des Meistersinger-Konservatoriums in Nürnberg und des Leopold-Mozart-Konservatoriums in Augsburg entstanden.

Zum 1. Januar 2008 wechselt die Hochschule mit ihren zwei Standorten von der städtischen in die staatliche Trägerschaft und wird aufgesplittet in einen Nürnberger und einen kleinen Augsburger Teil, der allerdings der Universität Augsburg zugeschlagen wird. Insbesondere die Bläserausbildung soll in Augsburg erhalten bleiben. Das hat der Freistaat Bayern mit den Trägern des Zweckverbandes, den Bezirken Mittelfranken sowie Schwaben und den Städten Nürnberg sowie Augsburg, ausgehandelt und besiegelt.

Inhaltsverzeichnis

Struktur

Der Träger der Musikhochschule ist bis 31. Dezember 2007 ein Zweckverband, der aus den Bezirken Mittelfranken und Schwaben sowie den Städten Nürnberg und Augsburg besteht. Der Freistaat Bayern beteiligt sich bereits an der Finanzierung und übernimmt die Hochschule zum 1. Januar 2008 vollständig. Die Stadt Nürnberg hat sich für die dann nur noch in Nürnberg befindliche Hochschule verpflichtet, für eine Erstausstattung mit Instrumenten sowie Räume zu sorgen.

Hochschulleitung

Geleitet wird die Hochschule von Prof. Dr. Martin Ullrich, seine beiden Stellvertreter sind Prof. Renate Reitinger und Alfons Brandl.

Gebäude

Die Nürnberger Abteilung der Musikhochschule Nürnberg ist in einem ehemaligen Altersheim am Wöhrder See untergebracht. In dem Gebäude an der Veilhofstraße 34, das in den nächsten Jahren komplett saniert wird und daher geräumt werden muss, sind außerdem derzeit noch verschiedene städtische Einrichtungen untergebracht, darunter der SportService der Stadt Nürnberg unter Leitung von Jürgen Thielemann. Ein Nachbargebäude, das eigens für die Musikhochschule saniert worden ist, wird im Jahr 2008 abgerissen. Dafür ziehen die anderen städtischen Einrichtungen aus dem Haupthaus aus und überlassen die Räumlichkeiten bis zur Sanierung komplett der Musikhochschule.

Studium

Impressionen von der Musikhochschule
Foto: Harald Sippel/NZ
Impressionen von der Musikhochschule
Foto: Harald Sippel/NZ
Von den rund 30 Professoren werden etwa 530 Studenten unterrichtet.


In Nürnberg können Studenten aus 16 Orchesterinstrumenten für ihr Studium wählen: Es werden Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Saxophon, Harfe, Pauke und Schlagzeug. Ferner wird an den Tastinstrumenten Klavier und Orgel gelehrt. Daneben gibt es ebenfalls als grundständige Studiengänge Gesang, Elementare Musikpädagogik, Jazz, Akordion und historische Musikinstrumente (Blockflöte, Traversflöte, Barockfagott, Barock-Oboe, Barockvioline, Viola da Gamba, Cembalo, Hammerklavier sowie Laute).


Ein Studium kann nur nach einer erfolgreich bestandenen Eignungsprüfung begonnen werden. Link zur Eignungsprüfung

Literatur

  • Fritz Schleicher: Nachwuchs für die Meistersinger. Bundesweiter Wettbewerb für junge Talente. In: Nürnberg Heute, Zeitschrift für Bürger und Freunde der Stadt, Hrsg.: Stadt Nürnberg, Heft 46, Dezember 1989, S. 51-53 [Zweiter Nürnberger Meistersänger-Wettbewerb]
  • Markus Kaiser: 18,2 Millionen für Umbauten. Stadt saniert die Musikhochschule. In: Nürnberger Zeitung vom 17. Oktober 2007
  • th: Musikhochschule. Nun auch in Neumarkt. In: Nürnberger Zeitung vom 7. November 2008 - NZ
  • Thomas Heinold: Siegfried Jerusalem wird 70. Weltstar mit festem Standbein in Bayreuth. In: Nürnberger Zeitung Nr. 86 vom 15. April 2010, S. 31 - NZ

Siehe auch

Weblinks


Berichte in der NZ

  • Originaltext! Dieser Text stammt aus der Nürnberger Zeitung, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht editierbar. Das Anlegen weiterer Abschnitte ist aber durchaus erwünscht!

"18,2 Millionen für Umbauten
Stadt saniert die Musikhochschule
Die Musikhochschule Nürnberg- Augsburg ist auf dem Weg zu ihrer Verstaatlichung einen Schritt vorangekommen: Der Ausschuss des Zweckverbands hat am Freitag der Übernahmevereinbarung mit dem Freistaat einstimmig zugestimmt.
Jetzt müssen noch die beiden Stadträte sowie die Bezirke Mittelfranken und Schwaben als Träger des Zweckverbands die Übernahmevereinbarung absegnen. Heute befasst sich der Nürnberger Stadtrat mit dem Thema. Anschließend bringt die Staatsregierung ein Errichtungsgesetz in den Landtag ein. Angelika Kaus, die Sprecherin des Wissenschaftsministeriums, geht davon aus, dass die künftige Musikhochschule Nürnberg dann pünktlich zum 1.Januar 2008 in staatlicher Trägerschaft sein wird.
In Augsburg bleibt die Bläserausbildung erhalten; diese soll allerdings an die Universität Augsburg angegliedert werden. Vor Ort hatte man sich gegen den ursprünglichen Vorschlag des Wissenschaftsministers Thomas Goppel ausgesprochen, eine Leopold-Mozart-Akademie zu errichten, in der die besten Studenten bayernweit in den Semesterferien gefördert werden. In Nürnberg soll es künftig bis zu 400 Studienplätze geben. „Unter dem Strich spart die Stadt durch die Verstaatlichung jährlich bis zu 1,5 Millionen Euro“, teilte die Stadt Nürnberg gestern mit.
Stadt sorgt für das Mobiliar und Flügel
Die Übernahmevereinbarung, die in den vergangenen Wochen ausgehandelt worden ist, sieht unter anderem vor, dass die Stadt Nürnberg die notwendigen Gebäude zur Verfügung stellt und für eine hochschulgerechte Erstausstattung mit Flügeln, Medien, Mobiliar und Ähnlichem sorgt. „Deshalb schafft die Stadt auf ihre Kosten im Gebäude an der Veilhofstraße 34 durch Umbauten ausreichend Räume“, teilte die Stadt weiter mit.
Für die erforderlichen Umbauarbeiten sind im Entwurf des mittelfristigen Investitionsplans für die Jahre 2008 bis 2011 18,21 Millionen Euro vorgesehen. Nach dem Abschluss der Umbaumaßnahmen, die voraussichtlich bis zum Jahr 2011 dauern, übereignet die Stadt dem Freistaat das Gebäude.
Markus Kaiser"
(Aus: Nürnberger Zeitung vom 17. Oktober 2007)