Horst Faigle

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Horst Faigle (* 1966 in Nürnberg) ist Diplom-Musikpädagoge, Instrumentallehrer, Schlagzeuger, Marimbaphonist, Vibraphonist, Arrangeur und Komponist. Er wohnt in Nürnberg.

Horst Faigle mit seinem Schlagzeug
© Dirk Kampa
Horst Faigle mit Marimba
© Dirk Kampa

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Horst Faigle besuchte das Hardenberg-Gymnasium in Fürth bis zum Abitur 1985.

Im Alter von 13 Jahren begann er autodidaktisch mit dem Schlagzeugspiel und war hiermit bald darauf im Bereich der „Unernsten Musik“ (Unterhaltungsmusik) tätig.

Erste Unterrichtsstunden nahm er bei Yogo Pausch. Seit 1988 absolvierte er eine zweijährige Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl. Unter Anleitung von Joachim Sponsel setzte er sich mit dem Schlagwerk im Bereich der Ernsten Musik (E-Musik) auseinander und wurde mit den Instrumenten Vibraphon, Marimba und Pauke bekannt.

Seit 1990 unterrichtete er an verschiedenen Musikschulen Schlaginstrumente. Zugleich studierte er von 1990 bis 1992 am Nürnberger Meistersinger-Konservatorium bei Roland Schmidt und Hermann Schwander. Durch einen Wechsel in die Jazz-Abteilung des Meistersinger-Konservatoriums kehrte er wieder zur „Unernsten Musik“ zurück. Seit 1990 studierte er daneben Jazz-Mallets[1] bei Bill Molenhof und Jazz-Drums bei Hans-Günther Brodmann.

Im Sommer 1996 bestand Horst Faigle mit einer Diplomarbeit über das Nürnberger Jazz-Festival Jazz Ost-West das Examen zum Diplom-Musikpädagogen. Seine Diplomarbeit fand Eingang in das Stadtlexikon Nürnberg in den Artikel „Jazz Ost-West“.

Neben seiner Unterrichtstätigkeit ist Horst Faigle in den verschiedensten musikalischen Formationen nicht nur als ausführender Musiker, sondern auch als Komponist und Arrangeur tätig.

Horst Faigle ist regelmäßig auf den Bühnen in Nordbayern und darüber hinaus zu hören. Im Januar 2002 hatte er sein 20jähriges Bühnenjubiläum. Im November 2002 erhielt er mit der Gruppe FEINTON - für deren Marimba-Part und Arrangements er zuständig ist - den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg.

Musikgruppen

Horst Faigle spielt in verschiedenen musikalischen Gruppierungen, u.a. in:

Feinton

The houserockin’ nightcats

  • Besetzung: Peter Pelzner (g, voc), Marcus Grundmann (hp, voc), Johnny Pickel (b, voc), Horst Faigle (dr, voc).
  • Programm / Jazz-Stil: Fifties West Coast Jump & Chicago Blues

„Sie spielen Blues, wie er in den 1940er und 1950er Jahren hauptsächlich in Chicago und an der Westcoast von Musikern wie Little Walter oder Tiny Grimes entwickelt wurde: hier rauh, hart und stampfend, dort elegant und swingend. Die Band lässt den damaligen Sound, die Roots von Rock ’n’ Roll und Rockabilly auf der Bühne wieder lebendig werden.“[2]

Sigi Lee Project

  • Besetzung: Sigi Lee Nachreiner - trumpet, perc. & vocals, seit 2008 Filip Wisniewski - (vorher:Peter Pelzner) - guitar, Johnny Pickel - bass, Horst Faigle - drums
  • Programm / Jazz-Stil: Old & New Jazz, Arrangements und Eigenkompositionen

Jazzkrement

  • Programm / Jazz-Stil: Horst Faigles Jazzkrement ist ein Hardbop zwischen Charlie Mingus und Jimi Hendrix. Die Musik von Jazzkrement setzt sich überwiegend aus Kompositionen des Bandleaders und Schlagzeugers Horst Faigle, sowie von ihm arrangierten Adaptionen aus dem Bereich der Popmusik zusammen, welche hierdurch in einen groovigen Jazzkontext übertragen werden. Der Charakter der Melodien pendelt zwischen „schön“ und „schräg verbogen“.

Auszeichnung

  • 2002 Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg mit der Gruppe FEINTON

Kontakt

Horst Faigle
Schweinauer Straße 54
D-90439 Nürnberg
Tel. 0911 612366 oder 0173 3931982
Fax: 0721 151339897
E-Mail: mail@horst-faigle.de
Webseite: http://www.horst-faigle.de
Horst Faigle: Unterrichtsvertrag - PDF-Datei

Veröffentlichungen

Diplomarbeit

  • 30 Jahre Jazz Ost-West. Geschichte eines Festivals vor dem Hintergrund politischer Veränderungen. Diplomarbeit zur Erlangung des Grades eines Diplom-Musikpädagogen, Meistersinger-Konservatorium Nürnberg, Jazz-Abteilung, Sommer 1996, Nürnberg, 1996, 99 S.

Diskographie (LP und CD)

  • Windfall Percussion Group („Windfall“), 1990
  • Nürnberger Gospelchor, 1991
  • Det`s Consideration („Soulfire`s Different Blue Flames“), 1993
  • Overspyzed („Overspaced“), 1994
  • Merlin („The Fish“), 1996
  • Ralf Huwendiek („Abenteuer des Alltags“), 1998[3]
  • Roland Schrüfer Trio („I’m Thru With Love“), 1998
  • Horst Faigle´s Jazzkrement („Gans normal“), Audio CD, Label: Jazz4ever (Leicom), 27. November 2000
    • Friedrich / Hebert / Moreno (Voyage Out): Horst Faigle's JAZZKREMENT - Gans normal - im Netz
  • Horst Faigle: Über Unter Wasser. CD mit Petra Nacke. Record Label: Horst Faigle, Bamberg: C.A.B. Records - CAB - cdbaby.com

Literatur

  • cls: Ein fruchtiger Klang-Cocktail aus Jazz, Pop und Latino. Die Beatles, Tom Waits und Elvis Costello neu interpretiert: Das Konzert der Nürnberger Band «Feinton» in der Tafelhalle. In: Nürnberger Nachrichten vom 3. April 2007 - NN
  • Lothar Röhrl: „Feinton“: Dieser Name ist eine Untertreibung. Konzertdebüt der Extraklasse dieses fränkischen Quartetts in der Oberweilinger Kneipenbühne. In: Mittelbayerische Zeitung vom 5. April 2007 - im Netz im Netz
  • stm: «Sex in Obertrubach»: Das Lied «Sex in Obertrubach» des 2004 verstorbenen Nürnberger Künstlers Ralf Huwendiek darf weiterhin erklingen. In: Nürnberger Zeitung Nr. 227 vom 1. Oktober 2009, S. 9 - NZ

Siehe auch

Weblinks

  • Horst Faigle, Drums, Gesang. Band: The houserockin' nightcats - im Netz
  • Horst Faigle – Marimba, Arrangements. Feinton Kammerpop - im Netz
  • Horst Faigle / Schlagwerk. Sigi Lee Project - im Netz
  • Horst Faigle, Lehrkraft im Fachbereich Schlagwerk, Musikschule Stein - im Netz
  • Förderungspreis der Stadt Nürnberg für „Feinton“ - im Netz
  • Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg für „Feinton“ - Wikipedia
  • Die Kontrabassdiva Lizzy Aumeier und der Marimbaphonist Horst Faigle - im Netz

Einzelnachweise

  1. Das Vibraphon wird mit Schlägeln (Mallets) angeschlagen, deren oberes Ende aus einem garnumwickelten Gummikopf besteht. Die Schlagklöppel für ein Marimbaphon heißen Marimba-Mallets und werden aus Rattan oder Ahornholz, seltener aus Plastik hergestellt.
  2. Jazz Society - PDF-Datei
  3. Ralf Huwendiek: Abenteuer des Alltags. Geschichten vom Sinn und Blödsinn des Lebens. Zusammengestellt von Petra Nacke. Cadolzburg: Ars Vivendi, 2004, 186 S., ISBN 3-89716-522-8