Hullewaatsch

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Die Ursprünge der "Hullewaatsch"-Figur enstammen dem "Frau Holle"-Mythos.

Die Hullewaatsch ist die fränkische Entsprechung der "Frau Holle" oder nach anderer Lesart eine übernatürliche Figur aus deren Umfeld, die vor allem in den zwölf Rauhnächten ihr Unwesen treibt.


Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Darstellung

Der Ausdruck ist vor allem im Coburger Raum geläufig, andere Bezeichnung dieser gesamtfränkischen Sagengestalt sind "Hullerbärbel" und "Hullefraa". Sie ist in erster Linie als Schreckensgestalt geläufig, mit der man unartige Kinder zur Räson bringt. Nach einem Volksglauben kontrolliert die Hullewatsch in der Weihnachtszeit, ob die Kinder brav ihre Linsen gegessen haben - das Linsenessen soll angeblich dazu beitragen, dass einem im nächsten Jahr das Geld nicht ausgeht. Dargestellt wird die Hullewaatsch als alte Bäuerin mit Sichel und Eisenkette.

Die Hullewaatsch wird den Gestalten zugerechnet, die die zwölf Rauhnächte unsicher machen. Angeblich nutzt sie ihre Ausflüge auf die Erde, um unachtsame und nachlässige Knechte und Mägde sowie unartige Kinder mit ihrer Erscheinung und Streichen zu schrecken. In anderen Sagen ist sie auch im Umfeld des Nikolaus und seiner Begleiter zu finden.

"In Franken und Thüringen ist Frau Holle noch recht lebendig, wie anderswo die Bercht oder Berta, steht sehr häufig im Mittelpunkt von Sage und Brauch und wird als Wilde Holle - Hollebuz - Hollerfraa - Hullewaatsch - Hullepöpel oder Hullebärbl bezeichnet. Martin Luther benennt sie als Fraw Hulde mit der potznasen. Die Hullewaatsch - in der Spätherbst- und Winterzeit als Kinderschreck in Erscheinung tretend - hielt im Coburgischen die Kinder in Schach, klopfte immer dann mit der Sichel ans Fenster, wenn die Großen im Stall waren und die Kinder in der Stube einen Heidenlärm machten." [1]

Literatur

  • Anneliese Hübner: Die Hullewaatsch im Dorf - eine Erzählung aus dem Coburger Land PDF

Siehe auch:


Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. aus dem Programm der Volkshochschule Coburg 2008


Weblinks