Joseph Dorn

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Joseph Dorn (* 12. August 1759 in Kratz-Sambach; † 6. August 1841 in Bamberg) war Maler, Restaurator und Inspektor der Galerie in Schloss Weißenstein ob Pommersfelden.

Leben

Der Schneiderssohn Joseph Dorn, als Sohn eines Schneiders geboren, wurde Schüler bei Joseph Marquard Treu (Schüler von Johann Rudolf Byss) in Bamberg und ehelichte dessen Tochter Rosalia 1787.

Die durch den Bauherrn Franz Lothar von Schönborn eingerichtete Bildergalerie, die bereits unter ihm Weltruhm erlangte, stand Dorn seit 1802 als Inspektor vor. Er war für die Restaurierung der wegen kriegerischer Auseinandersetzungen ausgelagerten Bilder 1805 zuständig und erstellte in dieser Arbeit auch die Inventarliste.

In seiner Zeit war er ein geschätzter Maler. Die Städtische Galerie Bamberg besitzt von ihm 27 Gemälde, meist Genrebilder, die aus der Schellenbersgschen Stiftung über das Städtische Krankenhaus in die Galerie gelangten, die meisten bezeichnet und datiert. Das Bildnis des letzten Fürstbischofs von Bamberg, Christoph Franz von Buseck (1724–1805), wurde späterhin von C. W. Bock in Kupfer gestochen.

Seine erste Ehefrau Rosalie (* 18. Februar 1741 in Bamberg; † 19. Dezember 1830 in Bamberg), Tochter des Malers Jospeh Marquard Treu war ebenfalls Malerin. Die von ihr gemalten Bildnisse des Hofrats Johann Alberich Ignaz Böttinger (1722–1772) und des Grafen von Rotenhan wurden gerühmt.

Literatur

  • Thieme-Becker: Künstlerlexikon, Band IX, Seite 479
  • Saur: Allgemeines Künstlerlexikon, Band 29, Seite 86
  • Karl Sitzmann: Künstler und Kunsthandwerker in Ostfranken, Kulmbach 1957, S. 111

Weblinks