Jugend-Fußball

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Im vierten Jahr nehmen Mannschaften so genannter Junioren-Förder-Gemeinschaften (JFG) am Jugendspielbetrieb des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) teil. Dieser hatte die Möglichkeit zur Gründung von JFGs als Ergänzung zu den seit vielen Jahren existierenden Spielgemeinschaften von Vereinen eingeführt, die allerdings mit dem Handicap behaftet sind, dass sie zeitlich befristet und nur eingeschränkt aufstiegsberechtigt sind.

JFGs sind eigenständige Vereine, die beim Registergericht und Finanzamt eingetragen anerkannt werden müssen. In ihnen können mindestens zwei benachbarte „Stammvereine“ ihre Großfeld-Jugendabteilungen zusammenführen. Um am regulären Spielbetrieb teilnehmen zu können, müssen JFGs mindestens je eine U19-, U15- und U13-Mannschaft melden. Der Befürchtung vieler Vereine, dass starke Spieler am Ende ihrer Juniorenzeit nicht mehr zurückkommen, versucht der BFV dadurch entgegenzuwirken, dass das Passrecht der Spieler beim „Stammverein“ bleibt, was auch im Pass dokumentiert ist. Die „Stammvereine“ können A-Jugendliche für ihre Erwachsenenteams vorzeitig freimachen und entsprechend den üblichen Verbandsvorschriften einsetzen.

Als größtes Problem im Vorfeld der Gründung von JFGs erweisen sich langjährige Rivalitäten zwischen Nachbarvereinen. Anderseits stellen die JFGs vor allem (aber nicht nur) auf dem Land für viele Vereine die einzige Möglichkeit dar, einen kontinuierlichen Jugendspielbetrieb aufrecht zu erhalten, weil sie häufig über nicht genügend Nachwuchs verfügen, um alle Jahrgänge altersgerecht zu besetzen. Andere Vereine gründen JFGs, um das spielerische Niveau ihrer Kinder und Jugendlichen zu verbessern, indem sie nach Leistungsstärke gestaffelte Mannschaften des gleichen Jahrgangs aufbauen und entsprechende Trainer verpflichten, um schon von der U13 an umfassende technische Ausbildung zu ermöglichen.

JFG-Mannschaften spielen nur auf dem Großfeld (Ausnahme: U13, die als D7 noch Kleinfeld spielen kann).

Weblinks

  • Bayerischer Fußball-Verband e.V. - im Netz