Jugend-Fußball Profis

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Talentschmieden sollen die Jugendabteilungen von hochklassigen Fußballvereinen sein, allen voran von solchen, die in Profi-Ligen spielen. Dort soll der Nachwuchs für die Profi-Teams ausgebildet werden, aber auch der finanzielle Aufwand der Vereine, der oft im sechsstelligen Bereich pro Jahr liegt, soll sich bezahlt machen, indem Eigengewächse an andere Teams verkauft werden.

Wie für Bundesligisten vorgeschrieben, betreiben der 1. FC Nürnberg und die SpVgg Greuther Fürth Nachwuchs-Leistungszentren samt angeschlossenem Internat. Die Erfolge beider Vereine fielen in der ersten Hälfte des neuen Jahrtausends unterschiedlich aus. Über 20 Jahre ist es her, dass der Club seinen letzten Meistertitel holte: Aus der Jugend, die 1974 erstmals Deutscher Jugendmeister wurde, spielten sich Talente wie Norbert Eder, Bertram Beierlorzer, Horst Weyerich, Peter Stocker und Reinhold Schöll ins Profi-Team, das 1978 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Doch derzeit ist der Club nicht im Jugend-Oberhaus vertreten: 2007 stieg die A-Jugend aus der Bundesliga ab und kämpft in der Bayernliga um die Rückkehr ins Oberhaus.

Im heutigen Profi-Kader sind von den Eigengewächsen lediglich Andreas Wolf und Dominik Reinhardt Stammspieler, nachdem Stefan Kießling 2006 zu Bayer 04 Leverkusen gewechselt ist. Im Profi-Kader steht mit Chhunly Pagenburg nur ein weiterer Spieler, der der eigenen A-Jugend entstammt. Hoffnungen setzt man im Verein derzeit vor allem auf die U17-Junioren, die nach der Rückkehr von Trainer Wolfgang Schellenberg (davor zuletzt beim TSV 1860 München) in der Bundesliga Süd vorne mitspielen. Wobei der Club immer noch über herausragende Talente verfügt: So stand beispielsweise Torhüter Rene Vollath bei der U17-Weltmeisterschaft 2007 im Tor der deutschen Auswahl.

Zum Leistungszentrum des Club gehören - von der U12 bis zum Amateurteam - acht Mannschaften mit 170 Spielern, die von 13 Trainern betreut werden. Die U14 und die U16 spielen dabei in ihren Altersklassen gegen den jeweils älteren Jahrgang, um die sportliche Entwicklung zu fördern.

Augenscheinlich erfolgreicher hat in den letzten Jahren die Nachwuchsabteilung der SpVgg Greuther Fürth gearbeitet: Der Verein sicherte sich zuletzt durch Transfers von selbst ausgebildeten Spielern Einnahmen in siebenstelligen Größenordnung: Björn Schlicke (zum Hamburger SV), Roberto Hilbert (VfB Stuttgart) Heiko Westermann (Arminia Bielefeld, heute Schalke 04) oder Christian Eigler (Arminia Bielefeld).

Die Fürther U19 spielt aktuell in der Bundesliga, wohin auch die U17-Junioren am Ende der Saison 2007/2008 hin wollen. Schließlich soll der Nachwuchs des Zweitligisten an Erfolge der jüngeren Vergangenheit anknüpfen: 2004 scheiterte die Fürther U19 beim Kampf um die Deutsche Meisterschaft erst im Halbfinale am VfL Bochum (0:3, 3:4). Im Jahr darauf war die Vertretung des späteren Meisters VfB Stuttgart (mit dem heutigen Fürther Profi Bern Nehrig) Endstation in der Vorschlussrunde für das Fürther U19-Team um die heutigen Profi-Stammspieler Juri Judt und Daniel Adlung (1:1, 4:6 nach Elfmeterschießen).


Weblinks

Offizielle Homepage des 1.FC Nürnberg
Offizielle Homepage der Spielvereinigung Greuther Fürth Video: Interview mit FCN-Nachwuchshoffnung Niklas Hörber Niklas Hörber in der NZ NZ über die Jugendarbeit beim 1. FC Nürnberg NZ: Fürth genießt den Ruf eines Ausbildungsvereins