Karl Bär (Unternehmer)

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl Bär war ein Ulmer Süßwarenhersteller, der sich in Nürnberg niederließ.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Im Jahr 1913 übernahm er das Fabrikgelände der in Konkurs gegangenen Isis-Werke von Walter Scherf. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage stellte Bär zunächst nur karamellisierte Gewürzmischungen her, die er vom Nürnberger Stadtteil St. LeonhardSchweinau aus auch ins Ausland verkaufte. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges erlebte die Süßwarenproduktion einen Aufschwung. Bär stellte Lebkuchen und Schokolade her und ließ sich für seine Lakritze Patente eintragen. Der Begriff „Bärendreck“ (im Fränkischen „Bärndregg“) hat sich bis heute bewahrt.

Im Laufe des zweiten Weltkrieges wurde das Zucker-Bär-Areal in Mitleidenschaft gezogen, jedoch von Bär wieder weitgehend aufgebaut.

Der Betrieb wurde 1974 aus Altersgründen stillgelegt. Der Erbe Karl L. Bär wollte das Areal zunächst anderweitig nutzen, besaß jedoch nicht die nötigen Mittel.

Siehe auch

Anmerkungen

Die P&P-Gruppe Bayern saniert das Zucker-Bär-Gelände mit der historischen Zuckerbär-Villa im Augenblick, nachdem das Gelände nach seiner Stilllegung lange Zeit ungenutzt blieb.

Weblinks

Die Geschichte des Zucker-Bär-Areals: Zucker-Bär – Nürnberger Lebkuchen- und Zuckerwarenfabrik