Kloster Plankstetten

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kloster Plankstetten

Das Kloster Plankstetten ist ein Kloster in der Diözese Eichstätt. Es liegt im Sulztal südlich von Neumarkt in der Oberpfalz im gleichnamigen Ort Plankstetten, einem Ortsteil von Berching.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ursprung des Klosters Plankstetten geht auf das Grafengeschlecht derer von Grölingen zurück. Im Jahre 1129 gründete Graf Ernst VI., unterstützt von seinen Brüdern Gebhard II. von Eichstätt und dem Eichstätter Hochstiftsvogt Hartwig, dieses Benediktinerkloster als bischöfliches Eigenkloster. Erste Mönchen kamen aus Würzburg und Kastl. Die erste Kirche wurde 1138 geweiht.

Nach einem geistigen und wirtschaftlichen Aufschwung unter Abt Ulrich Dürner (1461 - 94) kam es im Bauernkrieg 1525 und im Dreißigjährigen Krieg 1632 zu Beschädigungen und Plünderungen. Zwischen 1695 und 1767 erfolgte in mehreren Phasen der Neubau der Klostergebäude unter weitgehender Beibehaltung der mittelalterlichen Kirche. Nach der Klosteraufhebung infolge der Säkularisation 1806 wurde erst 1904 wieder ein Benediktinerpriorat eingerichtet, das 1917 zur selbständigen Abtei erhoben wurde.

Unter Abt Gregor Maria Hanke (seit Dezember 2006 Bischof von Eichstätt) wurde 1994 die gesamte Klosterökonomie auf organisch-biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Die Produkte aus Landwirtschaft, Gärtnerei, Metzgerei, Bäckerei, sowie die im Brauhaus Riedenburg hergestellten Klosterbiere, werden im Klosterhofladen angeboten. Weiterhin betreibt die Abtei eine Klosterschenke, eine Buchhandlung und einen Missionsbasar, bietet Kurse und Seminare zu den Themenbereichen Spiritualität, Gesundheit/Lebensführung und Kreativität an. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer kam schon auf Einkehr nach Plankstetten.[1]

Weblinks

Literatur

  • Kloster Plankstetten, = Plankstettener Beiträge, Bd. 5: Frömmigkeit und Glaube, Petersberg: Michael Imhof Verlag, 2. Aufl., 2013.

Einzelnachweise

  1. Nürnberger Nachrichten, 19. Juli 2013: „Die Zeit in Plankstetten hat mir Kraft gegeben.“