Konrad Ehmann

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Konrad Ehmann (* 7. Dezember 1919 in Buch) ist ein Nürnberger Künstler, Kunstmaler, Grafiker und Kirchenrestaurator.

Datei:Konrad Ehmann.jpg
Konrad Ehmann, 6. März 2008
© T. Voekler / [1]

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Konrad Ehmann ist ein Sohn des Malermeisters Michael Ehmann. Konrad Ehmanns Vater war in Buch bereits in der dritten Generation seiner Familie Malermeister.

Nach dem Schulabschluss ging Konrad Ehmann vier Jahre bei seinem Vater in eine Malerlehre. Gleichzeitig volontierte er dreieinhalb Jahre bei dem Nürnberger Kunst- und Kirchenmaler Georg Kraemer.

Konrad Ehmann erhielt eine Ausnahmegenehmigung, bereits im Alter von 17 Jahren mit dem Studium an der Kunstakademie beginnen zu dürfen. Von 1937 bis 1944 studierte Konrad Ehmann acht Semester Malerei und Fresken bei Professor Otto Michael Schmitt (1904-1992) an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und in München vier Semester angewandte Kunst bei Professor Karl Heinz Dallinger (1907-1997) an der Staatsschule für angewandte Kunst. (1)

Seit 1946 war er freischaffend als Maler und Restaurator tätig. Als Kunst- und Kirchenmaler arbeitete Konrad Ehmann in ganz Franken. Seine Arbeitsgebiete umfassen figürliche Malerei, Porträts, Landschaften in Öl- und Mischtechnik, Aquarelle, Stilleben, Zeichnungen, Al- und Seccofresko, Sgrafitti, Mosaiken, Wandmalerei, Bühnenbild und Objekte. Er führte auch zahlreiche Arbeiten an sakralen und profanen Gebäuden aus.

15 Jahre lang unterrichtete er als Dozent für Malen und Zeichnen an der Volkshochschule im Landkreis Fürth. So hielt er Malkurse an der VHS Roßtal und unternahm Exkursionen mit Schülern in die Toskana.

Er nahm an Künstlerwettbewerben u.a. in Bayreuth, Berlin, Nürnberg, Würzburg teil.

Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für den Wiedereinzug der Künstler in das Künstlerhaus.

»Nürnberger Malerlegende wird 90«

So titelte die NZ am 5. Dezember 2009 auf Seite 1 und schrieb: „Konrad Ehmann hat in seinem Leben schon unzählige Bilder gemalt, Kirchen restauriert und einen großen Teil zum Wiederaufbau Frankens beigetragen. Jetzt feiert der Ausnahmekünstler seinen 90. Geburtstag.“ (Nürnbergplus 1)

Konrad Ehmann, Foto: Ferdl Schüller

Ausstellungen

Konrad Ehmann nahm an Ausstellungen im In- und Ausland teil, im Ausland u.a. in Zürich, Nancy und Salzburg, im Inland in Baden-Baden, Bad Godesberg, Würzburg, München, Kulmbach, Schloß Ellingen, Kunsthaus Nürnberg, Kunsthalle und Norishalle Nürnberg, Novotel, Roßtal, Poppenreuth, Großhabersdorf, Mehrzweckhalle; im Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg, Nürnberg, Bucher Str. 30; in der Karlshalle Ansbach (Kultusministerium München), in der Oberpostdirektion Nürnberg, Rathenauplatz und im Patrizierschloss Almoshof. (2)

  • 2005 Kunsthaus Nürnberg, Königstraße 93: Kunstausstellung zum Thema - Total abgefahren - 6. Dezember 2005 bis 8. Januar 2006. Alle Sparten der Bildenden Kunst. Vernissage: Dienstag, 6. Dezember 2005 um 19 Uhr [3]
  • 2006 Kunsthaus Nürnberg: Die Künstlervereinigung Erlenstegen stellt aus. [4] [5]

Mitgliedschaften

Konrad Ehmann ist Ehrenmitglied im Berufsverband der Bildenden Künstler (BBK) Nürnberg. Außerdem ist er Mitglied in der Künstlervereinigung Nürnberg-Erlenstegen.

Ehrenämter

  • Gutachterausschuss für die steuerliche Anerkennung freischaffender Künstler im Berufsverband bildender Künstlerinnen und Künstler Nürnberg e.V. [6]

Auszeichnungen

  • Konrad Ehmann erhielt ein Erfolgsstipendium an der Akademie München und einen Akademiepreis.
  • 1982 Verleihung der Euro-Goldmedaille und Ehrenkette „Ami de l'Europe" anlässlich des 10jährigen Bestehens des Europäischen Kulturpreises Baden-Baden

Werke (Auswahl)

Bilder

  • 1944 »Ellingen«, 58x42 cm (Ölstudie) [7]
  • 1946 »Adam und Eva«, Auktionshaus Weidler, 16. Februar 2006, 550 EU
  • 1993 »Totentanz«, Möhrendorf, Laurentiuskirche: Gemälde, 152x190 cm, Emulsionsmalerei auf Leinwand [8]
  • 1998 »Licht und Bewegung«, 105x152 cm, Mischtechnik auf Leinwand
  • 2000 »Feuerwerk«, 140x110 cm, Mischtechnik auf Leinwand [9]

Kunst im öffentlichen Raum

Literatur

  • Who's Who in the Arts and Literature, 1979
  • KONRAD EHMANN - geb. 1919 in Nürnberg, lebt in Nürnberg. Licht und Bewegung (1998), 105 x 152 cm Mischtechnik auf Leinwand. In: Nürnberger Nachrichten vom 3. September 2003 - NN
  • Konrad Ehmann: Kunstmalerei und Restaurierung. Hinter den (Kunst-)Kulissen. Stadtverführungen Nürnberg. Der vielseitig interessierte Kunstmaler und Restaurator Konrad Ehmann führt durch sein Atelier und erzählt aus seinem großen Erfahrungsschatz. Treffpunkt: Erfurter Straße 36, 90427 Nürnberg-Buch
    • 20.06.2009: 11:00 Uhr, 16:00 Uhr
    • 21.06.2009: 11:00 Uhr, 16:00 Uhr
  • Heute lesen Sie: Nürnberger Malerlegende wird 90. Konrad Ehmann ... In: Nürnberger Zeitung Nr. 282 vom 5. Dezember 2009, S. 1
  • Julia Vogl: Auch mit 90 Jahren voller Schaffensdrang. Maler Konrad Ehmann: Kein Motiv ist vor ihm sicher. In: Nürnberger Zeitung Nr. 282 vom 5. Dezember 2009, Nürnberg plus, S. + 1 - NZ

Siehe auch

Weblinks

  • Konrad Ehmann bei „Künstler in Bayern.de“ - im Netz
  • Video: Konrad Ehmann und der Wiederaufbau Nürnbergs. Interview von Ferdl Schüller. In: Ferdl Schüller: „Heimat und Brauchtum“ - Form und Farbe Ehmann GmbH
  • Anita: Künstlerische Arbeiten meines Schwiegervaters Konrad Ehmann - im Netz
  • Form & Farbe Ehmann GmbH, Fürth - im Netz

Einzelnachweise und Anmerkungen

(1) Karl Heinz Dallinger (1907-1997) studierte bei Julius Diez an der Münchner Kunstakademie. Dallinger war als Hochschulgruppenführer des „Nationalsozialistischen Studentenbundes“ aktiv. Dementsprechend gestaltete sich seine Karriere während der NS-Zeit erfolgreich. Nach Abschluß seines Studiums bei Julius Diez übernahm er 1937 die Leitung einer Malklasse an der Nürnberger Staatsschule für angewandte Kunst, von wo er 1938 nach München an die Staatsschule für angewandte Kunst (vormals: Kunstgewerbeschule) zuerst als Vertragslehrer, dann ab 1939 als Professor für Dekorationsmalerei wechselte. Am 31. Oktober 1945 wurde er „wegen früherer Verbindung mit den NSDAP-Organisatoren“ seines Dienstes enthoben. Die Kunstgewerbeschule bzw. Staatsschule für angewandte Kunst wurde mit der Akademie der Bildenden Künste zusammengelegt.

  • Sabine Brantl: „Wir erlauben uns auf den uns bekannten Wunsch des Führers hinzuweisen ...“. Zum Verhältnis von „Haus der Deutschen Kunst“ und Münchner Kunstakademie. In: Nikolaus Gerhart, Walter Grasskamp und Florian Matzner (Hrsg.): 200 Jahre Akademie der Bildenden Künste München. „... kein bestimmter Lehrplan, kein gleichförmiger Mechanismus“. Ernst-von-Siemens-Kunstfonds. München: Hirmer, 2008, 589 S., ISBN 978-3-7774-4205-1; hier: S. 88-95

(2) Etliche ergänzende Daten beruhen auf zwei privaten Lebensläufen von Konrad Ehmann.