Kulmbach

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Kulmbach
Ortstyp Stadt
Land Deutschland
Bundesland Bayern
Regierungsbezirk Oberfranken
Landkreis Kulmbach
Höhe
Fläche
Einwohner
Bevölkerungsdichte
Kfz-Kennzeichen KU
Gemeindekennzahl
Anschrift
Telefon
Telefax
E-Mail
Webseite http://www.kulmbach.de
Oberbürgermeister Henry Schramm

Die Stadt Kulmbach liegt im Landkreis Kulmbach, im Regierungsbezirk Oberfranken, im Freistaat Bayern. Das Wahrzeichen Kulmbachs ist die Plassenburg. Sie thront über der Altstadt und beherbergt verschiedene Museen; Veranstaltungen werden dort ausgeführt.

Inhaltsverzeichnis

Geographisches

Kulmbach liegt am Fuße von Frankenwald und Fichtelgebirge am Zusammenfluss des Roten und des Weißen Mains.

Nachbarorte

Politik

Oberbürgermeister von Kulmbach ist Henry Schramm (CSU).

Wirtschaft

Berühmt ist die Stadt auch wegen der hier ansässigen Brauindustrie, deren Erzeugnisse den Namen der Stadt über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt gemacht haben. Aber auch weltweit führende Unternehmen im Gewürz- und Backmittelsektor haben ihren Sitz in der Bierstadt, genauso wie ein führender Kälteanlagenbauer.

Infrastruktur

  • Klinikum der Versorgungsstufe 3.
  • Stadtbibliothek direkt am Stadtpark, lädt ein zum Lesen und schauen.

Ortsteile

Affalterhof, Aichig, Altenreuth, Ammeisloch, Bärnhof, Baumgarten, Biegersgut, Blaich, Burghaig, Donnersreuth, Dörnhof, Eggenreuth, Einsiedel, Esbach, Forstlahm, Frankenberg, Frischenmühle, Gelbe Weiden, Gemlenz, Gößmannsreuth, Grafendobrach, Grünbaum, Grundhaus, Herlas, Hitzmain, Höferänger, Höfstätten, Holzmühle, Katschenreuth, Kauernburg, Kessel, Kirchleus, Lehenthal, Leuchau, Lindig, Lösau, Mangersreuth, Melkendorf (Kulmbach), Metzdorf, Neufang, Niederndobrach (Kulmbach), Oberauhof (Kulmbach), Oberdornlach (Kulmbach), Oberkodach (Kulmbach), Oberndorf, Oberpurbach, Oberzettlitz, Petzmannsberg, Plassenburg ob Kulmbach, Plosenberg, Pörbitsch (Kulmbach), Priemershof (Kulmbach), Ramscheid (Kulmbach), Rosengrund (Kulmbach), Rothenhügl (Kulmbach), Rother Hügel (Kulmbach), Sackenreuth (Kulmbach), Schwarzholz (Kulmbach), Seidenhof (Kulmbach), Steinenhausen, Steinhaus (Kulmbach), Tiefenbach (Kulmbach), Unterkodach (Kulmbach), )Unterndornlach, Unterpurbach (Kulmbach), Unterzettlitz, Venetianischer Stadel Wadel (Kulmbach), Wehrhaus, Weiher (Kulmbach), Weinbrücke), Welzmühle (Kulmbach), Wickenreuth (Kulmbach), Windischenhaig (Kulmbach), Ziegelhütten (Kulmbach)

Chronik der Stadt Kulmbach (Auszug)

  • Um 900 enstanden erste Keimzellen Kulmbachs an der Grünwehr und im Spiegel.
  • 1035 "kulma" wird erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1057 Nach dem Aussterben der Schweinfurter Grafen fiel der Kulmbacher Landbesitz an :den Grafen von Dießen - Andechs.
  • 1231 Kulmbach erhält die Stadtrechte und wird mit einer Stadtmauer befestigt.
  • 1340 regieren die Zollern - Burggrafen von Nürnberg. (ab 1417 Markgrafen von :Brandenburg - Kulmbach).
  • 1363 Die Burggrafen von Hohenzollern werden Reichsfürsten.
  • 1398 Nach dem Tode des Burggrafen Friedrich V. werden die fränkischen Besitzungen der :Hohenzollern getrennt. Ein in diesem Jahr angelegtes Urbar gibt Auskunft über die :Wirtschaftsstruktur Kulmbachs. Kulmbach war Münzprägestätte.
  • 1495 Eine Verordnung verbietet Bayreuther Bürgern die Wallfahrt nach Mangersreuth, da in Bayreuth die Pest ausgebrochen war. Diese Verordnung ist die erste ihrer Art in Oberfranken.
  • 1497 Für die Erhebung des „Gemeinen Pfennigs“ wird in Kulmbach eine Steuerliste erstellt, die einen frühen Eindruck von der Bevölkerungsstruktur der Stadt wiedergibt.
  • 1528 In der Haupt- und Residenzstadt Kulmbach und damit im ganzen Fürstentum Kulmbach wird die Reformation eingeführt.
  • 1890 Kulmbach erhält den Status einer kreisunmittelbaren Stadt.
  • 1933 Machtergreifung der NSDAP in Kulmbach.
  • 1945 Amerikanische Truppen marschieren kampflos in Kulmbach ein.
  • 1972 Bei der Gebietsreform wurden die beiden Landkreise Stadtsteinach und Kulmbach zusammengelegt. Gemeinsamer Behördensitz ist Kulmbach.
  • 2008 Die Stadt Kulmbach hat 27.626 Einwohner (Stand 01.01.2008).

Sehenswürdigkeiten

Plassenburg

Die Plassenburg ob Kulmbach wurde erstmals 1135 erwähnt, war Landesfestung und gehört heute zu den architektonischen Kostbarkeiten im Reigen der Burgen Bayerns und Deutschlands. Die Burg beherbergt heute

Stadtbefestigung

Als ein Teil der Kulmbacher Stadtmauer gehört der Weiße Turm zur Stadtbefestigung des frühen 14. Jahrhunderts. Zusammen mit dem benachbarten Wehrturm "Bürgerloch" ist der Weiße Turm eine Doppelturm-Toranlage.

Auf die Zeit um 1300 geht, als Bestandteil der ehemaligen Stadtbefestigung, der rote Turm mit seinem geschweiften Spitzhelm zurück.

Rathaus

Das Rathaus entstand nach einem Entwurf des markgräflichen Hofarchitekten Joseph Saint-Pierre und wurde im 18. Jahrhunderts im Rokokostil erbaut.

Markgrafenkirche

Die Markgrafenkirche wurde 1738 errichtet. Innenausstattung mit Holzemporen und Kanzelaltar, Baumeister J. Gg. Hofmann.

Nach dem Hussitenkrieg 1439 als spätgotische Hallenkirche wurde die Petrikirche wieder aufgebaut.

Spitalkirche

Die Spitalkirche steht an Stelle des jetzigen Bürgerhospitals im Mittelalter, dem Elisabethenspital mit Kapelle.

Stadtpark

Der Stadtpark wurde westlich der Stadt angelegt, im ausgehenden 19. Jahrhundert zwischen zwei Ausfallstraßen gelegen.

Museen

Die erste nachgewiesene urkundliche Nennung des jetzigen Anwesens Oberhacken 34 findet sich 1398, wo es als obere Badstube, auf dem der Bader Erbrecht hat, erwähnt wird (Museum).

Das im Jahre 1999 eröffnete Badhaus ist eine von nur acht wissenschaftlich erforschten und restaurierten Badstuben in ganz Deutschland. Ein Rundgang durch die restaurierten Bereiche (Badstube, Umkleide- u. Ruheraum, Vorbad und Heizraum) vermittelt einen kleinen Einblick in die mittelalterliche Welt des Badens.

Alter Friedhof

Als Parkanlage angelegt, birgt er heute noch zahlreiche Grabsteine, Gruften und Totenhäuschen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Carl August Bachmann.
  • Johann Baldovius (* 1604 in Kulmbach; † 1. November 1662 in Nienburg) war ein deutscher lutherischer Theologe. Als Geburtsort wird auch Bayreuth angegeben.
  • Josef Albert Benkert (17. August 1900 in Kulmbach; † 13. Februar 1960 in Bamberg), Maler, Zeichner und Graphiker. Impressionist und Expressionist
  • Kaspar Preyel, 1503 durch Papst Julius II. zum Weihbischof von Bamberg und als Bischof von Athyra ernannt. Er starb als Weihbischof von Bamberg am 28. Juli 1517.
  • Georg Hagen (* 12.9.1887 in Kulmbach; † 18.11.1958 in München), Lehrer in Ebneth von 1906 bis 1910, Politiker, SPD-Mitglied, Bürgermeister von Kulmbach
  • Horst Lohse (* 1943 in Kulmbach), Komponist, lebt in Memmelsdorf
  • Sigmund Theophil Gottlieb Staden (* 6. November 1607 in Kulmbach; † begraben 30. Juli 1655 in Nürnberg), Organist, Komponist, Stadtpfeifer, Maler und Dichter

Literatur

  • Kulmbach. Wer, wo, was in Kulmbach. 5. Auflage. Kissing: WEKA, Informationsschriften- und Werbefachverlag, 1992, 92 S.
  • Thomas Gunzelmann; Angelika Kühn; Christiane Reichert: Kulmbach - das städtebauliche Erbe. Bestandsanalyse zur Erstellung eines städtebaulich-denkmalpflegerischen Leitbilds. Mit einem Beitrag von Elisabeth Heil. Redaktion: Thomas Gunzelmann und Peter Bäumel. München: Lipp, 1999, 308 S., ISBN 3-87490-692-2 (Arbeitshefte des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege; Band 102)
  • Stadt Kulmbach (Hrsg.): Kulmbach. Erfurt: Sutton, 2007, 95 S., ISBN 978-3-86680-211-7 (Die Reihe Archivbilder)
  • Norbert Haas, Verzeichnis der im „Alten Friedhof" von Kulmbach vorhandenen Gräber.

Siehe auch

Weblinks

Karte

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