Kurt König

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Kurt König, geboren am 13. Januar 1954, gehört zu den bedeutendsten Automobil-Rennfahrern in Nordbayern. Seine Karriere begann der Schwabacher 1973 mit Bergrennen und holte sich auf einem BMW 1602 auf Anhieb den Titel eines nordbayerischen Bergmeisters. Ab 1975 wechselte der gelernte Autokaufmann auf die Rundstrecke und fuhr im VW Scirocco Cup. Für die Teilnahme hatte König die Ausscheidung unter 205 Fahrern für 30 Autos gewonnen. 1976 wechselte der Franke in den VW Golf Cup, im Jahr darauf fuhr er wieder mit dem BMW 1602 Rundstreckenrennen.

Das Jahr 1978 war das wohl erfolgreichste in der Laufbahn Königs. Sein Vater, der dem Rennsport erst ablehnend gegenüberstand, hatte nun auch das Talent seines Sohnes erkannt und kaufte ihm einen BMW 320, der von Schweizer Tuner Eggenberger aufgebaut wurde. Mit diesem Fahrzeug startete König in der Tourenwagen Europameisterschaft und holte sich gleich im Debütjahr den Titel eines Tourenwagen Europameisters in der Division bis 2000 ccm. Im Jahr 1979 wechselte der Schwabacher in die Deutsche Rennsport Trophäe und belegte bei seinem Heimrennen am Nürnberger Norisring den zweiten Platz. Im Jahr danach schaffte König es, Deutscher Vizemeister in dieser Rennserie zu werden.

In den Jahren 1980 bis 1983 fuhr König auf einem BMW M1 und kam 1983 am Norisring als Dritter wieder auf das Siegertreppchen. Ab 1984 startete der waschechte Franke dann auf einem BMW 635 CSi in der Deutschen Produktionswagen Meisterschaft, die später in Deutsche Tourenwagen Meisterschaft (DTM) umbenannt wurde. 1984 belegte König in der Gesamtwertung Rang drei, 1985 Rang fünf. Insgesamt fuhr er zehn Jahre mit über 100 Starts in der höchsten nationalen Rennserie, in den Jahren 1988 bis 1990 gewann König drei Mal den Titel des besten Privatfahrers in der DTM, die längst überwiegend von Rennprofis bestritten wurde.

Im Laufe seiner Rennsportkarriere war König auch international im Einsatz. Als Gaststarter fuhr er in Macau, Kyalami (Südafrika), bei den 24 Stunden von Le Mans im Team mit Altfried Heger und Harald Grohs, bei den 24 Stunden von Daytona (Florida) mit Hans-Joachim Stuck, Walter Brun und Marc Surer, sowie in Riverside (Kalifornien). 1993 beendete König seine motorsportliche Laufbahn. Heute arbeitet er als Geschäftsführer eines Autohauses in Schwabach.


Weblinks

Norisring-Rennen