Kurt Schmidtpeter

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Kurt Schmidtpeter
©: Bernd Hafenrichter/NZ

Kurt Schmidtpeter war ein deutscher Sportfotograf. Er wurde am 22. Juli 1911 in Stuttgart geboren und verstarb am 30. November 1998 in seiner Wahlheimat Nürnberg, wo er seit 1946 lebte. Schmidtpeter arbeitete hauptsächlich für die Nürnberger Zeitung, freischaffend aber auch für andere Presseorgane in ganz Deutschland.

Das Markenzeichen des stets einsatzbereiten und fleißigen Sportfotografen war seine Leica, eine schon in die Jahre gekommene Kamera von hoher Qualität. Schmidtpeter, der seit einer Erkrankung in jungen Jahren gehörlos war, erlernte ursprünglich den Beruf des Reprofotografen, ehe er sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Sportfotografie verschrieb. Die Kollegen schwärmten stets von seiner Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, von seiner Ausdauer auch im hohen Alter. Schmidtpeter ging nie in Rente, stand selbst mit 85 noch am Spielfeldrand – bei großen Fußballspielen des 1. FC Nürnberg gleichermaßen wie bei Amateursportveranstaltungen. Die Fotografie war sein Lebenselixier, seine Frau Gundel unterstützte ihn dabei nach Kräften.

Gerade die kleinen Vereine und die eher unbekannten Sportler hatten es dem rührigen Vertreter seiner Zunft besonders angetan. Seine Herzlichkeit, sein Mutterwitz und sein bescheidenes Auftreten wurden dort auch besonders reflektiert, er war überall willkommen. Aber auch viele Sportgrößen – der frühere Bundestrainer Sepp Herberger etwa, oder das Nürnberger Fußball-Idol Max Morlock und sogar „Kaiser“ Franz Beckenbauer pflegten den Kontakt zu Schmidtpeter. Um seinen Bekanntheitsgrad, der weit über die Grenzen Mittelfrankens hinausging, wurde er von vielen Prominenten beneidet.

Zwischen alle seinen Terminen fand Schmidtpeter immer noch Zeit, seinem großen Hobby nachzugehen: er war ein leidenschaftlicher Kegler, erwarb in dieser Sportart unzählige Abzeichen. Viele seiner Fotos wurden preisgekrönt. Sein Archiv verwaltet der Sportfotograf Roland Fengler von der Nürnberger Zeitung.

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