Lessingtheater (Nürnberg)

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Das Lessingtheater wurde 1948 als private Bühne in den Räumen des Hotels Deutscher Hof gegründet und bestand bis 1959.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

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Gründer war der Schauspieler und spätere Intendant der Städtischen Bühnen Karl Pschigode. Er schuf eine dringend benötigte Spielstätte für das Sprechtheater, da das Alte Stadttheater am Lorenzer Platz im Krieg zerstört worden war. Auch das Opernhaus konnte nicht als Ausweichort dienen, da es von den Amerikanern für Kino- und Theatervorführungen genutzt wurde. Wegen eines Namensstreits um die Bezeichung Intimes Theater wurde in Anlehnung an die Adresse der Name Lessingtheater gewählt. Die Räume wurden über einen von der amerikanischen Militärverwaltung eingesetzten Treuhänder an das Theater verpachtet. Zur Eröffnung spielte man am 16. Mai 1948 Shakespeares „Wie es Euch gefällt“.

Pschigode fungierte in Personalunion als Gesellschafter und künstlerischer Leiter seines Privattheaters. Als das Lessingtheater in finanzielle Nöte geriet, übernahm die Stadt Nürnberg die Schulden und gliederte das Lessinghteater den Städtischen Bühnen an, deren Intendant ebenfalls Karl Pschigode war. Mit der Eröffnung des Neuen Schauspielhauses im Jahr 1959 war gleichzeitig die Ära des Lessing-Theaters vorüber.

Ausstattung und Aufführungen

Das Theater bot Platz für rund 550 Zuschauer und verfügte nur über eine relativ kleine Bühne. Dennoch wurden Stücke mit bis zu 50 Mitwirkenden aufgeführt. In den mehr als zehn Jahren seines Bestehens fanden mehr als 200 Premieren, zwölf Ur- und 15 Erstaufführungen statt.

Literatur

  • Charlotte Bühl: Lessingtheater, in: Michael Diefenbacher; Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. Nürnberg: W. Tümmels Verlag, 1999

Siehe auch

Weblinks