Lichtenfels

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Lichtenfels
Ortstyp Stadt
Bundesland Bayern
Regierungsbezirk Oberfranken
Landkreis Landkreis Lichtenfels
Höhe 271 m über NN
Fläche 112 km²
Einwohner 21.400
Kfz-Kennzeichen LIF
Gemeindekennzahl
Anschrift Marktplatz 1

96215 Lichtenfels

Telefon 09571 795-0
Telefax
E-Mail rathaus@lichtenfels-city.de
Webseite http://www.lichtenfels-city.de
Bürgermeisterin Dr. Bianca Fischer

Lichtenfels ist die deutsche Korbstadt und damit weit über die Grenzen Frankens hinaus bekannt. Lichtenfels ist Kreisstadt und liegt im Oberen Maintal. Unmittelbar vor den Toren von Lichtenfels liegt das berühmte "Fränkische Dreigestirn" - der Staffelberg, Kloster Banz und die Basilika Vierzehnheiligen.

Inhaltsverzeichnis

Politik

Stadtgliederung

Buch am Forst; Degendorf; Eichig; Hammer, Isling; Klosterlangheim, Kösten, Köttel, Krappenroth, Lahm, Mistelfeld, Mönchkröttendorf, Oberlangheim, Oberwallenstadt; Reundorf, Roth, Rothmannsthal, Schney, Seehof, Seubelsdorf; Stetten; Trieb, Unterwallenstadt; Weingarten.

Nachbarorte

Städtepartnerschaften

  • Vandalia (Ohio), USA
  • Cournon-d'Auvergne, Frankreich
  • Prestwick, Schottland
  • Ariccia, Italien

Patenschaften

  • 1978 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Gemeinde Altendorf im Kreis Bärn übernommen.
  • 1986 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Marktgemeinde Deutschhause im Kreis Sternberg übernommen.

Zusatznamen

Die Lichtenfelser werden spöttisch die Tümpelschöpfer (gesprochen: Dümblschöbfä) genannt. Diesen Namen erhielten sie nach dem Dreißigjährigen Krieg, als sie den in einem See (= Tümpel) versenkten Stadtschatz durch Ausschöpfen des Gewässers zurückholen wollten, dies jedoch nicht schafften, da das Grundwasser zu schnell nachfloss.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

  • Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (spätmittelalterlich, Chor 1487 geweiht; barocke Ausstattung) In den Jahren 1976 bis 1979 wurde die Stadtpfarrkirche von Hubert Weber neu gestaltet. Die Kirche erhielt einen in Lindenholz geschnitzten und vergoldeten Ambo. Ebenfalls neu gestaltet wurden der Altar- und der Marienleuchter sowie das große doppelflügelige Hauptportal, nach einem Entwürfen des Künstlers modelliert und in Bronze gegossen.
  • Martin-Luther-Kirche (evangelisch-lutherisch, errichtet 1902/03 nach Plänen von Gustav Haeberle)
  • Kapelle St. Jakob (katholisch)
  • Spitalkirche: Die katholische Kirche wurde im Jahre 1972 ebenfalls von Hubert Weber neu gestaltet.
  • Stadtschloss (errichtet 1555/56 als Adelssitz, ab 17. Jh. Getreidespeicher, 1891-1970 Flechtmaterialienlager, seit 1991 Veranstaltungs- und Tagungsstätte)
  • Oberer oder Kronacher Torturm (untere Geschosse frühes 15. Jh., mittlere 16. Jh., oberstes Geschoss 1802)
  • Unteres oder Bamberger Tor
  • Roter Turm (höchster Punkt der ehemaligen Stadtbefestigung)
  • Teile der alten Stadtmauer
  • Ehemaliges Forsthaus (heute Buchhandlung)
  • Kastenhof
  • Barockes Rathaus (errichtet 1742/43 nach Plänen von Justus Heinrich Dientzenhofer)
  • Rathaus II (ehemaliges Landgericht, ab 1861 Bezirksamt, ab 1916 Vermessungsamt)
  • Bahnhof
  • Stadtmuseum (untergebracht seit 1999 in der ehemaligen Direktorenvilla der Bayerischen Bierbrauerei)
  • Kunstgalerie im alten Apothekerhaus am Marktplatz 28
  • Aussichtsturm am Herberg im Norden von Lichtenfels
  • Wasserturm (genutzt als Kletterraum vom DAV Sektion Lichtenfels)
  • Unterirdische Gänge unter der Altstadt

Sehenswürdigkeiten in den Ortsteilen

  • Klosterlangheim: barocke Klosteranlage des ehemaligen Zisterzienserklosters Langheim mit Konventbau
  • Kösten: Brückenbauwerk 67-1 der BAB 73
  • Schney: Schloss Schney (heute Seminarstätte der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung)
  • Trieb: Gutshof Nassanger im Stadtteil Trieb

Museen

  • Stadtmuseum
  • Fossiliensammlung im Rathaus
  • Heimatmuseum im Ortsteil Klosterlangheim

Chronologie

  • 1142 wird Lichtenfels, mit dem Burgstall auf dem Burgberg, erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1207 erstmalige Nennung eines Pfarrers
  • 1231 erhielt der Ort das Stadtrecht, welches von Otto II., Herzog von Meranien verliehen wurde.
  • 1248 fiel Lichtenfels nach dem Aussterben der Meranier an das Hochstift Bamberg.
  • 1321 Nennung der schonn bestehenden Kapelle St. Jakob
  • 1353 erstmalige Nennung des oberen Torturmes dem sogenannten Kronacher Tor.
  • 1390 Stiftung des Spitals mit angeschlossener Spitalkirche, welche zuerst dem Heiligen Geist geweiht wurde und dann zu Ehren der Schmerzahften Muttergottes geweiht wurde, durch Johannes Turlacher von Eßlingen.
  • 1400 erstmalige Nennung des Rathauses
  • 1403 erste Nennung des bereits bestehenden Bamberger Tores.
  • 1439 sind Bauarbeiten an der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt nachweisbar
  • 1487 Einweihung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
  • 1513 Einrichtung eines hochstiftische Kastenhofes auf dem Areal des Anwesens Coburger Straße 19
  • 1518 erstmalige Nennung des Kalvarienbergers, spätestens seit 1579 nachweisbar am gleicher Stelle wie heute.
  • 1555-1556 Bau des Stadtschloss
  • 1608 Einrichtung eines hochstiftische Kastenhofes dem späteren evangelischen Schulhaus, Marktplatz 24
  • 1740 Baubeginn des Rathauses durch den Baumeister Justus Heinrich Dientzenhofer
  • 1753-1754 Bau des Forsthauses, MArktplatz 15
  • 1802 kam Lichtenfels mit dem Hochstift Bamberg an Bayern.
  • 1902-1903 Bau der Martin-Luther-Kirche nach Plänen von Gustav Haeberle

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Heinrich Faber, auch: Fabri (* um 1490 in Lichtenfels (Oberfranken); † 26. Februar 1552 in Oelsnitz (Vogtland)) Pädagoge, Musiktheoretiker, Komponist
  • Friedrich Myconius, auch Friedrich Mecum (* 26. Dezember 1490 in Lichtenfels; † 7. April 1546 in Gotha), Reformator
  • Andreas Röschlaub (*21.10.1768 in Lichtenfels; † 7.7.1835 in Oberdischingen (Württemberg), Mediziner, Naturphilosoph
  • Thomas Dehler (* 14. Dezember 1897; † 21. Juli 1967 in Streitberg), Politiker (DDP, FDP), Bundesjustizminister, FDP-Vorsitzender, MdB
  • Heribert Hofmann (* 1934; † 28. November 2004) vierfacher deutscher Meister im Ringen
  • Horst Bergmann (* 24. November 1937 in Neusalz/Bayern), mehrfacher deutscher Meister im Ringen und Olympiateilnehmer 1960 in Rom
  • Hajo Hoffmann (* 12. Februar 1945 in Lichtenfels), Politiker (SPD); Oberbürgermeister von Saarbrücken von 1991-2004
  • Stefan Kießling (* 25. Januar 1984 in Lichtenfels), Fußballspieler von Bayer 04 Leverkusen
  • Grau Bernhard, fünffacher deutscher Meister und Europameister 1992 im Kickboxen WKA

Literatur

  • Bayerische Kunstdenkmale, Band XVI Landkreis Lichtenfels, Seite 89ff, München 1962

Siehe auch

Weblinks

Karte

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