Lorenz Hopfenmüller

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Lorenz Hopfenmüller (* 1844 Weismain; † 21. August 1890 Shillong), Geistlicher, Pressekaplan, Ordensangehöriger, Missionar.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Lorenz Hopfenmüller wohnte nach dem Übertritt an eine höhere Schule bis zum Abitur im Aufseßianum. Nach abgelegter Reifeprüfung studierte er Philosophie am Lyzeum und trat ins Priesterseminar ein.

Am 6. Oktober 1866 erhielt er durch den Erzbischof von Bamberg Michael von Deinlein die Priesterweihe. Deinlein schickte ihn zu weiteren Studien nach Würzburg.

In Würzburg schloss er sich der Neuscholastik an und beendete seine Studien mit der Promotion 1867.

Seine erste Kaplanstelle, nach abgeschlossener Studienzeit, erhielt er in Bamberg an der Pfarrei St. Martin.

Durch den Kulturkampf, den Otto von Bismarck durch die Trennung von Kirche und Staat hervorrief, bildeten sich Gegenpole in Gründungen von Vereinen und Zeitungen u.a. So wurde in Bamberg das Volksblatt gegründet, wo Hopfenmüller als Pressekaplan diesem vorstand. Hopfenmüller welcher durch seine Artikel, selbst in eigenen Kreisen umstritten war, zahlte damit, dass er mehrmals vor Gericht erscheinen musste; auch eine Haftstrafe von mehr als 8 Monaten war die Folge.

Nach der Entlassung aus dem Gefängnis erhielt er die Kuratie Reichmannsdorf, das dortige soziale Elend trat er mit ungewöhnlichem Engagement entgegen. Die Kuratie behielt er bis 1882 wo er dann als Pfarrer nach Seußling versetzt wurde. Als Pfarrer bewirkte er in Seußling die Gründung eines Darlehenskassenvereins für Bauern und Handwerkern. Der Pfarrei Seußling stand er als Pfarrer bis 1887 vor.

Missionstätigkeit

Er reiste, um Missionar zu werden, nach Rom und trat dort dem Orden der Salvatorianer bei. Im Jahr 1888 legte er die Ordensgelübde ab und nahm als – Verbundenheit zum Bistum Bamberg – den Ordensnamen „Otto“ – nach dem Apostel der Pommern, den hl. Bischof Otto I. von Bamberg –an. 1890 reiste er mit Anderen nach Indien in das ihnen zugewiesene Missionsgebiet Assam. Dort verkündete Hopfenmüller, unter vorherigen Lernen der Sprache und einer Zusammenstellung des christlichen Glaubens, dem Bergvolk der Khasi das Evangelium.

P. Otto verstarb, ohne die Früchte seiner Arbeit ernten zu können, am 21. August 1890 in Shillong, wo er auch auf dem anglikanischen Friedhof bestattet wurde. Eine Gedenktafel erinnert heute noch an ihn, und in seinen Einsatzorten blieb er unvergessen.

Nach seinem Tod traten Verwandte und Bekannte dem Orden der Salvatorianer bei und wirkten als Missionare in Assam.

Veröffentlichungen

  • Ausgewählte Schriften des Titus Flavius Clemens, Kirchenlehrers von Alexandrien. Aus dem Urtexte übersetzt. Mit einem kurzen Vorbericht über Clemens' Leben und Schriften von Dr. Lorenz Hopfenmüller Kempten, Kösel, 1875

Weblinks