Lucas Cranach der Ältere

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Cranach auf einer Zeichnung von Dürer aus dem Jahr 1524.
Lucas Cranach der Ältere (* 1472 in Kronach; † 16. Oktober 1553 in Weimar, war ein Maler, Zeichner und Kupferstecher.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Cranach soll am 4. Oktober 1472 in Kronach geboren worden sein und bei seinem Vater die erste künstlerischen Weihen erhalten haben. Nähere Belege hierzu fehlen allerdings. Nach seiner ersten Ausbildung ging Lucas Cranach als Geselle auf Wanderschaft, die ihn im Jahr 1501 nach Wien führte. Dort ließ er sich vor allem von der Donauschule beeinflussen und knüpfte er erste Kontakte zu den Humanisten. Bereits hier signierte er seine Werke mit „Lucas Cranach“, übersetzt „Lucas aus Kronach“.

1505 berief Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen Cranach an seinen Hof, damit er dort die Malerwerkstatt übernehme. Bald befasste er sich auch Druckgrafiken, die er in Eigenregie vermarktete. Über seine Werkstatt wickelte er auch Handel mit verschiedenen Gütern und einen Weinauschank ab und baute sie zu einem florierenden Unternehmen aus.

Als besondere Ehre wurde ihm ein Wappenbrief verliehen, der eine geflügelter Schlange mit Rubinring im Maul zeigt.

Wahrscheinlich 1512 heiratete Cranach Barbara Brengebier, eine Tochter von Jobst Brengebier, dem Bürgermeister von Gotha.

In Wittenberg befreundete er sich mit Philipp Melanchthon und Martin Luther. Cranach thematisierte in seinen Werken auch zunehmend die Reformation. Mit dem Wittenberger Heiltumsbuch hielt er auch den Reliquienschatz der Stifts- und Schlosskirche Wittenbergs fest und dokumentierte damit in einzigartiger Art und Weise das Ablasswesen und den Reliquienkult der Kirche in den Zeiten vor der Reformation.

Von 1537 bis 1544 war Lucas Cranach mehrmals im Amt des Wittenberger Bürgermeisters aktiv, später ebenfalls als Beisitzer eines Bürgermeisters.

Lucas Cranach der Ältere starb am 16. Oktober 1553 im so genannten „Cranachhaus“ in Weimar. Begraben ist er auf dem Weimarer Jakobsfriedhof.

Ehrungen

Literatur

Siehe auch

Weblinks